Kein Rechtsrutsch unter Gössi?

Sie ist die Kronfavoritin auf das FDP-Parteipräsidium: Nationalrätin Petra Gössi. In welche Richtung sie ihre Partei lenken will.

Stand seit ihrer Kandidatur als FDP-Präsidentin nicht in der Öffentlichkeit: Petra Gössi während einem TV-Interview in Bern. (18. Mai 2014).

Stand seit ihrer Kandidatur als FDP-Präsidentin nicht in der Öffentlichkeit: Petra Gössi während einem TV-Interview in Bern. (18. Mai 2014). Bild: Peter Klaunzer/Keystone

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FDP-Präsident Philipp Müller wird sein Amt im April nach vier Jahren an der Parteispitze abgeben. Für seine Nachfolge gibt es bislang nur eine offizielle Kandidatin: Petra Gössi.

In einem Interview mit dem SRF nahm die 40-jährige Schwyzer Nationalrätin, die bis Mitte Februar geschäftlich im Ausland weilte und deshalb für Medien nicht zu sprechen war, erstmals Stellung, wie sie die Partei führen würde.

Keine Richtungsänderung

Gegen den Vorwurf, sie sei allzu konservativ, wehrt sie sich. Sie habe Freude an Traditionen, das sei ein Unterschied. Ihre eigene Meinung sei durchwegs liberal. «Eine Richtungsänderung ist nicht notwendig», sagte sie zu SRF. Unter ihrem Vorgänger habe sich die FDP eigenständig positionieren können, nun gehe es darum, dieses klare Profil weiterzuführen, sagte Gössi. So werde die Partei mit ihr denn auch nicht weiter nach rechts rutschen.

Sie bestreite nicht, dass sie sich am rechten Rand der Partei bewege, als Parteichefin müsste sie allerdings das gesamte Spektrum der FDP abbilden, sagte sie. «Da wird es Positionen geben, die sich von den persönlichen Ansichten unterscheiden.» Auch Müller habe sich nach seiner Wahl «eingemittet», so die Wirtschaftsjuristin. «Das würde bei mir auch passieren.»

Gegen EU-Beitritt, für die Bilateralen

Es sei denn auch nicht der Fall, dass sie mit ihrem Profil besser zur SVP passen würde. Etwa in der Aussenpolitik vertete sie deutlich eine andere Meinung, als die Volkspartei. So sei sie zwar ebenfalls gegen einen EU-Beitritt, die Bilateralen dürften jedoch keinesfalls gefährdet werden.

Bis zum 29. Februar können die Kantonalparteien sowie der Partei nahestehende Organisationen noch Vorschläge für Kandidaturen einreichen. Die Wahl erfolgt dann an der Delegiertenversammlung vom 16. April. Eine allfällige Konkurrenz fürchtet Petra Gössi nicht. «Ich würde es sogar begrüssen, wenn noch andere Kandidaten hinzukämen.»

(Erstellt: 14.02.2016, 18:27 Uhr)

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