Keine «Fussgängerstreifen» mehr in Bern

Aktualisiert am 03.06.2010 431 Kommentare

Die rotgrüne Stadtregierung von Bern sorgt sich um den politisch korrekten Sprachgebrauch. Sie will deshalb diesem und anderen Worten den Garaus machen.

Angestellte der Stadt Bern sollen künftig das Wort «Zebrastreifen» statt «Fussgängerstreifen» verwenden. (Bild: Walter Pfäffli)

Das ist aus Sicht der Berner Regierung keine geschlechtergerechte Formulierung «Fussgängerstreifen» und sollte tunlichst vermieden werden. Stattdessen sollen die städtischen Angestellten künftig das Wort «Zebrastreifen» verwenden. Das geht aus dem «Sprachleitfaden für die Stadtverwaltung» hervor, den die Exekutive am Donnerstag veröffentlichte.

Auch «Mannschaften» sind ab sofort verpönt: Dem Personal der Bundesstadt wird nahegelegt, stattdessen «Team» oder «Gruppe» zu schreiben. Der «Anfängerkurs» heisst jetzt «Einstiegskurs» und sollte nicht «anwenderbezogen» sein, sondern «anwendungsbezogen».

Der zwölfseitige Leitfaden sei für die Stadtverwaltung verbindlich, heisst es in einem Communiqué. Wer sich nicht daran hält, wird wohl Ärger beim «Mitarbeitergespräch» kriegen. Pardon: Beim «Beurteilungsgespräch», wie es neu heisst. (sda)

Erstellt: 03.06.2010, 18:21 Uhr

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431 Kommentare

Rolf Stöckli

04.06.2010, 08:21 Uhr
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In was für einer Welt leben wir eigentlich! In Bern darf man nicht mehr "Fussgängerstreifen" sagen und in Zürich muss in Gartenbeizen während der WM an den TV-Geräten der Ton ausgeschaltet werden! Haben die keine anderen Probleme?! In Europa geht der Euro und die halbe Wirtschaft den Bach runter, in Amerika gibt's die grösste Öl-Katastrophe seit jeher, vom weltweiten Klimawandel ganz zu schweigen. Antworten


Roger Riger

04.06.2010, 08:51 Uhr
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Wenn der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät sich nochmals über irgendeine andere Schweizer Stadt lustig macht oder herumspottet, soll er sich immer wieder diesen Artikel und die diversen Kommentare anschauen und einfach schweigen (auch wenn er das oft gar nicht kann), denn mit dieser Aktion hat er sich und die Stadt Bern definitiv zur Lachnummer der Schweiz gemacht. Antworten



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