Schweiz

Keine Werbung mehr mit coolen Typen in schnellen Autos

In der Werbung werde das schnelle Fahren verherrlicht. Die Vizepräsidentin der Grünen, Franziska Teuscher, fordert nun einen Ehrenkodex.

Einen Kodex für die Autowerbung: Franziska Teuscher, Vize-Präsident Grüne Schweiz

Einen Kodex für die Autowerbung: Franziska Teuscher, Vize-Präsident Grüne Schweiz

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«Da sitzen die jungen Leute am Samstagabend im Kino. Zuerst werden ihnen Werbespots vorgesetzt, bei denen das schnelle Fahren verherrlicht wird», sagt die Berner Nationalrätin. Im anschliessenden Film würden dann die Helden bolzen. Wilde Verfolgungsjagden werden minutenlang inszeniert, mit Crashs, bei denen die Hauptdarsteller ohne Kratzer den demolierten Boliden entsteigen. «Was liegt da näher, als das, was man vorher im Kino gesehen hat, auch mit dem eigenen Auto auf der Heimfahrt auszuprobieren?», sagt Teuscher.

Werbeeinschränkungen als präventive Massnahme

Die Bernerin ist nicht nur für eine drakonische Verschärfung der Strafen (lebenslanger Führerausweisentzug, Verschrottung der Autos). Sie fordert als Ergänzung auch präventive Massnahmen. Teuscher verlangt in einem Vorstoss einen Kodex für die Autowerbung. «Wir kennen ja auch in anderen Bereichen Werbeeinschränkungen als sinnvolle präventive Massnahme.» Die Autowerbung dürfe nicht mehr suggerieren, dass es «cool» sei, schnell unterwegs zu sein.

Aufsichtsgremium garantiert Einhaltung des Kodex

Werbung müsse vielmehr vermitteln, dass in unserer Gesellschaft «null Toleranz» für Geschwindigkeitsüberschreitungen und Raser gelten. Tempo und Motorleistung sollen deshalb in Werbebotschaften nicht mehr im Vordergrund stehen dürfen. Ein Aufsichtsgremium müsste die Einhaltung dieser Regeln garantieren. «Ein solcher Kodex würde keine grossen Kosten verursachen», ist Teuscher überzeugt. Sie hofft, dass sich die Autoimporteure und –hersteller hier nicht aus ihrer Verantwortung stehlen.

In den letzten Wochen kam es in der Schweiz zu mehreren Raserunfällen, bei denen Unschuldige getötet wurden. Die Strassenopfer-Stiftung Roadcross hat deshalb die Lancierung einer Anti-Raser-Initiative angekündigt. Sie will mit diesem Volksbegehren erreichen, «dass schwere Delikte im Strassenverkehr endlich angemessen bestraft werden.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 05.12.2008, 16:46 Uhr

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28 Kommentare

Hans Meiser

07.12.2008, 22:52 Uhr
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ALLES FREAKS..... Hätte ich genug Geld würde ich mir gerade morgen 2 SUV s und vieleicht noch einen Aston Martin DBS 9 kaufen gehen und sinnlos aufs Gaspedal drücken... Einfach aus Freude am Fahren... Antworten


Gion Saram

06.12.2008, 23:39 Uhr
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Eine technische Lösung des Raserproblems muss doch machbar sein. Verurteilte Raser bekommen nach dem Ausweisentzug ein Gerät ins Auto eingebaut, das automatisch beim Ueberschreiten der Höchstgeschwindigkeit den Motor abriegelt und simultan ein SMS an die Verkehrspolizei absetzt mit den genauen GPS-Koordinaten. Wer wiederholt rast, sollte das Recht auf unkontrolliertes Fahren verlieren. Antworten


Michael Messmer

06.12.2008, 17:49 Uhr
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Diese Grünen kiffen einfach zu viel! Ich bin zwanzig Jahre alt. Ich lernte auf einem Ford Mustang 4.6 Liter V8 mit 304 PS fahren. Heute fahre ich eine Corvette mit 5.7 Litern! Es GIBT AUCH JUNGE LEUTE, DIE STARKE UND SCHNELLE AUTOS FAHREN UND SICH NORMAL VERHALTEN. Ich danke allen Rasern, besonders den ausländischen, dass sie UNS NORMALEN AUTOFAHRERN, UNSER HOBBY VERSAUEN! Ein saurer US-Car-fan Antworten


Miguel Zappato

06.12.2008, 14:05 Uhr
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Solange diese Playstation-Büebli's glauben, dass sie das gelernte Verhalten im "Simulator" auf den realen Strassen umsetzen müssen, wird sich in dieser Hinsicht nichts ändern. Sie sind so indoktriniert, dass sie wirklich glauben, dass bei einem allfälligen Crash einfach der New Game Knopf gedrückt werden kann und alles ist wieder i.O.. Im wirklichen Leben ist dann leider wirklich GAME OVER. Antworten


Ralf MÜLLER

06.12.2008, 13:26 Uhr
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Schnellfahren und Rasen ist bürgerlich salonfähig. Noch vor kurzem hat die Junge SVP mit einer Aktion vor Radarkontrollen gewarnt (siehe HP der JSVP ZH). Antworten


Christoph Geiser

06.12.2008, 12:24 Uhr
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Technisch wäre es kein Problem Autos mit einer Tempolimite zu programmieren. Ich sehe eigentlich nicht, was dagegen spricht. Die Freiheit von A nach B zu gelangen ist ja nach wie vor gegeben. Brave Bürger halten sich eh ans Tempolimit, damit besteht ja nur ein theoretischer Unterschied. Und brave Bürger sind wir ja alle, oder? Antworten


Dieter Aargau

06.12.2008, 10:31 Uhr
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Es sind ja nicht die Autos, welche zu schnell fahren! Hört endlich auf, jeden Autofahrer als Verbrecher hinzustellen, Raser können mit den jetztigen Gesetzen schon scharf verurteilt werden, aber leider sind die Richter viel zu human! Antworten


Sepp Maier

06.12.2008, 10:03 Uhr
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Was für eine Idee, gleichzeitig kuscht man vor der Alkohol-Lobby und lässt Bier/Weinwerbung zu? Antworten


Beat Brändli

06.12.2008, 05:33 Uhr
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Raserautos gehören verschrottet. Ende der Diskussion. Antworten


Prabahindran Thambineera

06.12.2008, 00:12 Uhr
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Frau Teuscher, haben Sie so wenig Vertrauen in unsere jungen Menschen? Pra. Antworten


Prabahindran Thambineera

06.12.2008, 00:05 Uhr
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Die professionelle Empörungspolitikerin und Linksfaschistin fährt offenbar kein Auto oder schliesst die Augen, wenn Autowerbung erscheint. Pra. Antworten


Bürg Joll

05.12.2008, 22:57 Uhr
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Das "Rasen" wird langsam zum "politischen Delikt". Der gesetzlich vorgesehene Strafrahmen reicht selbst bei Fahrlässigkeit aus, dh. eine fahrlässige Tötung/Körperverletzung in Tateinheit mit einer sog. "groben" Verkehrsregelverletzung, wie in solchen Fällen Voraussetzung, kann - und sollte - zu einer Freiheitsstrafe von bis zu 4 1/2 Jahren führen => der "Bedingte" ist somit eh ausgeschlossen. Antworten


Thomas Hunziker

05.12.2008, 20:44 Uhr
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Warum denn nicht gleich Autos komplett verbieten, wenn wir schon dabei sind? Zurück zur Pferdekutsche!! Man müsste nur vorher abklären, ob ein Sechsspänner auf 100km mehr CO2 ausstösst als ein moderner 6-Zylinder (damit man nicht Pferdeäpfel mit Xenon-Birnen vergleicht). Und ob man einem Kutscher, dem die Pferde durchgehen, den Kutscherausweis entzieht... Antworten


Marc Bourgeois

05.12.2008, 20:24 Uhr
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Au ja, ein Verbot mehr. Der Staat weiss ja alles besser. Wir kennen also auch in anderen Bereichen Werbeeinschränkungen als sinnvolle präventive Massnahme. Dann erklären Sie mir doch, weshalb deren Wirkung im Bereich des Tabaks und des Alkohols nicht nachgewiesen werden kann? Nein, Frau Teuscher, ich WILL NICHT so leben, wie Sie das gerne hätten. Stoppt diesen Gesinnungstotalitarismus. Antworten


Marco Schmidt

05.12.2008, 19:31 Uhr
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Lächerlich, diese Raserhysterie. Antworten


Sylvia Rüttimann

05.12.2008, 18:36 Uhr
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Besser wäre es doch, man würde europaweit keine Autos mehr zulassen, die schneller als 150 km/h fahren können. Das wäre sicher auch im Sinn des Umweltschutz. Warum werden solche Boliden überhaupt noch hergestellt? Europa nimmt in Kauf, dass jedes Jahr Tausende dem Geschwîndigkeitswahn zum Opfer fallen. Wenn solch eine Anzahl Opfer durch Terror verursacht würde, hätte man sicher Lösungen gefunden. Antworten


Lukas Zürcher

05.12.2008, 18:18 Uhr
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@Hanspeter Gerber: Sie meinen wohl auf 30km/h plombieren ;-) Und ausserdem sollte man das Furzen verbieten wegen den klimaschädlichen Gasen... Antworten


Markus Hintermann

05.12.2008, 18:02 Uhr
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Es ist irritierend, dass die gleichen Bürger und Politiker, welche gegen eine lebenslange Verwahrung von gefährlichen Straftätern waren, sich jetzt für einen lebenslangen Entzug des Führerausweises aussprechen. Selbige behaupten letztlich, dass ein gefährlicher Straftäter rehabilitiert werden kann, ein Raser aber nicht. Was ist mit den Errungenschaften der Aufklärung nur passiert? Antworten


Paul Jäger

05.12.2008, 17:43 Uhr
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Wenn man hier die negativen Voten gegen den Vorschlag von Frau Teuscher liest, kann man sich vorstellen, wie viele Raser hier im Forum schreiben. Antworten


Peter Peter

05.12.2008, 17:37 Uhr
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«Was liegt da näher, als das, was man vorher im Kino gesehen hat, auch mit dem eigenen Auto auf der Heimfahrt auszuprobieren?» Ähhhh...tja, was liegt da näher...ev. normal zu fahren? "Schnälli Auto luege, huiii, jetz au ganz schnäll fahre"??? Bei den meisten Leute steht da wohl noch ein Hirn im weg. Aber wenn das natürlich fehlt.... Antworten


Vladimir Krutov

05.12.2008, 17:21 Uhr
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Super, mit dieser Massnahme wird der Weltfriede realisiert und alle Probleme dieser Welt sind auf einen Schlag gelöst. Frau Teuscher, bitte lassen Sie doch auch noch Werbung verbieten in derer sich ein Mann rasiert da dies einerseits frauendiskriminierend ist anderseits Männer animiert zum schnell fahren..... Antworten


Erwin Meier

05.12.2008, 17:20 Uhr
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Die Werbebranche hat die Chance zur Selbstbeschränkung definitiv verpasst. Es ist peinlich, dass man das Feld einer Nationalrätin der Grünen überlässt, und bei BMW, Audi etc. nicht schon früher auf Prävention gesetzt hat. Auch die "Autoredaktionen" bekommen langsam lange Ohren. Ein Auto als "sportlich" zu bezeichnen, passte allenfalls in die Zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Antworten


Patrick Meier

05.12.2008, 16:57 Uhr
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Ich denke, dieser Vorschlag ist gut gemeint aber reichlich naiv. Konsequenterweise müsste man auch sämtliche Kinofilme verbieten (gerast wird auf praktisch jedem Streifen ausser vielleicht in "Heidi"). Das Problem ist m.E. anders gelagert, nämlich über die Definition des Selbstwertgefühls von Versagern über ihr Auto. Antworten


Ulrich Mülli

05.12.2008, 16:53 Uhr
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Unsere Politiker haben wirklich Zeit jeglichen Stuss der nichts bringt herauszufinden. Leute die TV nicht von der Realität unterscheiden können haben grundsätzlich ein Problem da wird auch diese Massnahme lediglich ein FLOP sein. Antworten


dominik hafner

05.12.2008, 16:53 Uhr
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finde ich super... Antworten


Isabelle Wirth

05.12.2008, 16:52 Uhr
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Die Frau Teuscher hat ja absolut keine Ahnung! Was soll das? Kommt als Nächstes das Verbot von Formel-1 Übetragungen, oder das Verbot von Racing Games für die Playstation? Da die Raser immer die gleichen üblichen Verdächtigten sind, sollte man vielleicht den südländsichen Machsimo näher anschauen, als uns allen die Fähigkeit abzusprechen, zwischen Fiktion und Realität unterscheiden zu können! Antworten


sepp zürcher

05.12.2008, 16:48 Uhr
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da könnte man aber noch viele werbung bemängeln: alles was dinge bewirbt, die ökologisch schäden hinterlassen (ferien im entfernten süden), werbung für einfamilienhaus-wohnen von banken (zersiedelung), alkoholwerbung etc. Antworten


Hanspeter Gerber

05.12.2008, 16:43 Uhr
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Ueberhaupt: alle Neu- und Altautos sollten plombiert werden, so, dass eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h nicht überschritten werden kann. Autowerbung gehört verboten! Antworten