Keinerlei Bedauern über Leuenbergers Rücktritt
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«Endlich! Nach 15 Jahren tritt er zurück», heisst es in der «Basler Zeitung», «Von vielen erhofft und sogar von seiner Partei gewünscht» kommentiert die «Neue Luzerner Zeitung», von einer «Wohltat» schreibt die «Südostschweiz» und als «befreiend» bezeichnet der «Landbote» Leuenbergers Entscheid.
«Immer lustloser» habe er gewirkt» («Südostschweiz»)», er sei «frustriert gewesen» und habe «im Amt gelitten» («Neue Luzerner Zeitung»)», er habe «mit seiner zur Schau gestellten Langeweile» selbst viele Parteifreunde genervt» («Tagesanzeiger»/«Bund») und «wenn Bundesräte matt geworden sind, sollten sie unverbrauchten Kräften Platz machen» («NZZ online»).
«Gute Taktik»
Auch die Westschweizer Zeitungen kritisieren die Amtsdauer des scheidenden Bundesrates, beurteilen den Zeitpunkt des Rücktritts als eine gute taktische Wahl. So schreibt zum Beispiel «Le Temps», Leuenberger habe seine «zu lange Amtszeit mit einer letzten politischen Pirouette» beendet.
Für «24 heures» war Leuenberger das Symbol für einen Bundesrat ohne Zusammengehörigkeitsgefühl und «mit einem Machtanspruch als Selbstzweck». Und «La Liberté» glaubt, dass der Minister für seine Partei zu einer Hypothek für die Parlamentswahlen 2011 geworden sei.
Lob für Arbeit
Trotz aller Kritik - Leuenbergers Arbeit findet auch Lob. Als «clever, intelligent und brillanten Redner» und als «Taktiker, den guteidgenössischen Kompromiss immer im Visier», beschreibt die «Basler Zeitung» den Magistraten, als «geistreich von Haus aus» mit «staatsmännischem Format», wird er in der «NZZ online» gelobt.
Ein «talentierter Bundesrat» sei er gewesen und «mit Gespür für Allianzen, Sinn für Realpolitik und taktischem Geschick» habe er Erstaunliches erreicht, schreibt der «Tagesanzeiger». Und für die «Aargauer Zeitung» war Leuenberger «intellektuell und menschlich einen Ausnahmeerscheinung».
Hoffnung auf Wandel
Einig sind sich die Kommentatoren auch darin, dass nun der Rücktritts-Druck auf andere Bundesräte wächst, allen voran Finanzminister Hans-Rudolf Merz und Aussenministerin Micheline Calmy- Rey. «Zur Nachahmung empfohlen» titelt denn auch die «NZZ», denn das Siebnergremium brauche einen Neustart.
Dem Bundesrat biete sich die jetzt Chance, «die verfahrene Situation zu klären», heisst es im «Tagesanzeiger». Ohne Gefahr könne nun die FDP Hans-Rudolf Merz auswechseln. Und zwei Vakanzen böten dann «auch ungleich mehr Möglichkeiten, zwei wirklich geeignete Persönlichkeiten zu bestimmen», schreibt die «Aargauer Zeitung». (mt/sda)
Erstellt: 10.07.2010, 12:28 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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