Komitee will Ferien für alle frischgebackenen Eltern
Aktualisiert am 30.05.2011 78 Kommentare
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Steuergeschenk für zukünftige Väter. (Video: Keystone )
Norwegen erhöht Mindestdauer
Norwegen will die Mindestdauer der Babypause für Väter erhöhen. Das Parlament in Oslo beriet über ein Gesetzesvorhaben, wonach Väter mindestens zwölf Wochen aussetzen müssen, um Elterngeld zu erhalten. Bislang waren es zehn Wochen. Insgesamt sollen Eltern in Norwegen dann 47 Wochen (elf Monate) bei hundert Prozent ihres Gehalts aussetzen können - bis zu einer festgelegten Obergrenze.
Wer auf 20 Prozent des Gehalts verzichtet, erhält bis zu 57 Wochen Elterngeld. Die künftig zwölf Wochen Väterzeit können nicht auf die Mutter übertragen werden. Das Gesetz soll am 1. Juli in Kraft treten. Vor der Einführung der Väterquote in Norwegen hatten einem Bericht des Fernsehsenders TV2 zufolge nur drei Prozent der Väter eine Auszeit nach der Geburt ihres Kindes genommen. Mittlerweile seien es 90 Prozent. Eine Auszeit von 16 Wochen - also mehr als dem Minimum - nahm auch Familienminister Audun Lysbakken, der danach erklärte, dies sei «der schönste Winter meines Lebens gewesen». (AFP)
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Die Familienvorsorge soll analog zum steuerbefreiten Sparen für die Altersvorsorge gestaltet werden. Ein frei wählbarer Prozentsatz des Einkommens oder des Lohns soll ein Elternzeitguthaben aufbauen. Aus diesem angesparten Geld liesse sich dann bei Elternschaft eine Arbeitszeitreduktion finanzieren, hiess es an einer Medienkonferenz in Bern.
Gleich wie bei der Altersvorsorge schlagen die Parlamentariergruppe und die Väter- und Männerorganisation sowie die Schweizer Männerzeitung eine zweite und eine dritte Säule vor. Die sogenannte Säule 2e würde von der betriebseigenen Pensionskasse angeboten. Der Betrieb definiert die Rahmenbedingungen.
System analog der Berufsvorsorge
Die Säule 3e entspricht der Säule 3a in der Berufsvorsorge. Die Bedingungen regelt ein Gesetz. Erfüllt sich der Kinderwunsch nicht, fällt das angesparte Geld ans Altersguthaben. Im Fall der Säule 3e kann es gleich wie bei der entsprechenden Säule der Altersvorsorge verwendet werden.
Die Vorschläge sollen einen Schritt aus der blockierten Debatte rund um den Vaterschaftsurlaub nach europäischem Muster aufzeigen. Sie bilden gemäss den Initianten einen Minimalkonsens zwischen den politischen Lagern ab.
Der Parlamentariergruppe gehören Ständerätin Anita Fetz (SP, BS), Nationalrätin Andrea Geissbühler (SVP, BE) sowie ihre Ratskollegen Norbert Hochteutener (CVP, BE), Alec von Graffenried (Grüne, BE) und Christian Wasserfallen (FDP, BE) an. (mrs/pbe/sda)
Erstellt: 30.05.2011, 14:06 Uhr
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78 Kommentare
Immer weiter so. Mehr Ferien, mehr Sozialleistungen und zeitgleich die Arbeitsintensität- und leistung konstant reduzieren. Schliesslich muss man die Arbeitswelt ja "humanisieren" und "Raum für Entfaltung" schaffen. Da diese unseeligen, planwirtschaftlich angehauchten Prozesse auch noch staatlich legitimiert sind, sägt die Schweiz munter weiter am eigenen Ast der Wettbewerbsfähigkeit. Antworten
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