Kommt jetzt der Gripen zurück?

Jets verschiedener Hersteller bieten sich als Ersatz für den F/A-18 an. Am stärksten in die Offensive geht bereits Saab. Das sind vier Möglichkeiten.

Der Gripen wurde zwar abgelehnt, könnte aber wieder kommen: Ein Gripen-Modell während einer Infoveranstaltung. (14. April 2014)

Der Gripen wurde zwar abgelehnt, könnte aber wieder kommen: Ein Gripen-Modell während einer Infoveranstaltung. (14. April 2014) Bild: Sigi Tischler/Keystone

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Nun geht sie wieder los, die Frage nach der Wahl des richtigen Kampfjets. Aus heutiger Sicht stehen vier Hersteller im Vordergrund:

  • Dem 2014 vom Schweizer Volk verschmähten Gripen E des schwedischen Saab-Konzern wurde auch zum Verhängnis, dass er erst auf dem Papier existierte und kein marktreifes Flugzeug war. Das soll trotz hartnäckiger Verzögerungen nächstes Jahr anders sein. «2017 werden wir einen fertigen Jet haben», sagte der stellvertretende Konzernchef Lennart Sindahl im Dezember zur «SonntagsZeitung». Bereits weibelt das PR-Büro «Die Konsulenten» im Auftrag von Saab für den Gripen. Zudem hat der Konzern laut der «Handelszeitung» mit dem Schweizer Drohnenbauer UMS ein Joint Venture gegründet. Leiter des Joint Ventures ist der ehemalige Armasuisse-Chef Jakob Baumann. Das alles zeigt: Die Schweden werden erneut mit allen Mitteln um den Milliardenauftrag kämpfen.
  • Zu erwarten ist, dass auch Airbus (Europa) mit dem Eurofighter erneut ins Rennen steigt. Das Flugzeug unterlag bei der letzten Typenwahl dem Gripen. Sein Problem: Bei der nächsten Typenwahl wird es älter sein als der schwedische Jet, der neu auf den Markt kommt. Positiv könnte in die Bewertung einfliessen, dass das Flugzeug in den Nachbarländern im Einsatz ist.
  • Ähnliches gilt für Dassault (Frankreich). Auch die Franzosen unterlagen mit dem Rafale dem Gripen und sind nun mit einem älteren Jet auf dem Markt. Trotzdem dürfte das Produkt eines Nachbarstaats erneut zur Debatte stehen.
  • Eine Alternative wäre der Joint Strike Fighter (F-35) von Lockheed Martin (USA). Der Jet gilt als Kampfflugzeug der Zukunft. Er ist jedoch teurer als die Jets der drei anderen Hersteller und als Angriffsflugzeug für die Bedürfnisse der Schweiz weniger geeignet.

Nicht ausgeschlossen ist zudem, dass Hersteller aus weiteren Ländern (etwa aus Russland, Japan oder China) in die Überlegungen miteinbezogen werden. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

(Erstellt: 24.02.2016, 19:03 Uhr)

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