Kontroverse um Hildebrand-Nachfolge
Aktualisiert am 15.01.2012 33 Kommentare
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Für die Nachfolge von Philipp Hildebrand im Nationalbank-Direktorium hat der Bankrat eine erste Liste mit Kandidatinnen und Kandidaten zusammengestellt. Ein Entscheid steht aber erst in rund drei Monaten an, diese Zeitspanne kündigte Eveline Widmer-Schlumpf an.
«Ich hoffe, es geht schneller», sagt Bankratspräsident Hansueli Raggenbass im Interview mit der Zeitung «Der Sonntag». «Es ist wichtig, dass das Präsidium und das Vizepräsidium möglichst bald besetzt werden, insbesondere für die Arbeit in internationalen Gremien. Dort kann man nicht mit Ad-interim-Lösungen operieren», so Raggenbass weiter. «Wir haben bereits eine Liste mit möglichen Namen, und die erste Sitzung des Ernennungsausschusses hat schon stattgefunden. »
Nebst Raggenbass gehören der Neuenburger Regierungsrat Jean Studer sowie der Genfer Professor Cédric Tille dem Ernennungsausschuss an. Andere Bankratsmitglieder werden gegenüber dem «Sonntag» deutlicher, was das Tempo des Prozesses angeht: Die Wahl des neuen Direktoriumsmitglieds müsse «bis in einem Monat» über die Bühne sein.
«Long-List» zusammengestellt
Bei einer Sitzung vor einer Woche stellte der dreiköpfige Ernennungsausschuss eine «Long-List» zusammen, wie Bankratspräsident Hansueli Raggenbass in Interviews mit der «SonntagsZeitung» und dem «Sonntag» sagte. «Nächste Woche werden wir diese erweitern und den Jobbeschrieb festlegen.»
Nebst Kenntnissen in Währungs-, Bank- und Finanzfragen müsse die Nachfolge vor allem auch «die internationale Seite abdecken, die Herr Hildebrand stark vertreten hat».
Für den freien dritten Direktoriumsposten wird der Bankrat eine Person vorschlagen. Diese kann der Bundesrat bestätigen oder ablehnen. Unter den drei Direktoren wählt der Bundesrat danach den Präsidenten und Vizepräsidenten. Der Bundesrat hat angekündigt, beide Geschäfte gleichzeitig behandeln zu wollen.
Die SNB sei in der Zwischenzeit aber «voll handlungsfähig», betonte Raggenbass. Hildebrands Stellvertreter Thomas Moser habe dessen Geschäfte im Direktorium übernommen. Als Interimspräsident wirkt Vizepräsident Thomas Jordan, der auch als aussichtsreicher Kandidat für das Präsidium gilt.
(kle/sda)
Erstellt: 15.01.2012, 18:37 Uhr
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33 Kommentare
Da ist anscheinend ein Machtkampf an laufen. SNB-Mitglieder die sich gegen Frau WS und deren Beamte im Fall Hildebrand durchsetzen konnten, stossen nun auf Granit. Warum wohl wird nicht der Stellvertreter sofort zum Nachfolger gewählt. Will man ein Exempel statuieren? " Weltwoche" es gibt noch viel zu tun. Antworten
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