Schweiz

Kontroverse um Hildebrand-Nachfolge

Aktualisiert am 15.01.2012 33 Kommentare

Bis zur Wahl eines neuen SNB-Direktoriumsmitglieds könnte es bis April dauern, sagte Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf. Das ist viel zu lange, meinen Bankratsmitglieder.

Neues Profil für die SNB: Schatten von Philipp Hildebrand. (5. Januar 2012)

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Die Chronologie der Affäre Hildebrand

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Der Fall Hildebrand: Wie es dazu kam – und welche Personen darin verwickelt sind.

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Für die Nachfolge von Philipp Hildebrand im Nationalbank-Direktorium hat der Bankrat eine erste Liste mit Kandidatinnen und Kandidaten zusammengestellt. Ein Entscheid steht aber erst in rund drei Monaten an, diese Zeitspanne kündigte Eveline Widmer-Schlumpf an.

«Ich hoffe, es geht schneller», sagt Bankratspräsident Hansueli Raggenbass im Interview mit der Zeitung «Der Sonntag». «Es ist wichtig, dass das Präsidium und das Vizepräsidium möglichst bald besetzt werden, insbesondere für die Arbeit in internationalen Gremien. Dort kann man nicht mit Ad-interim-Lösungen operieren», so Raggenbass weiter. «Wir haben bereits eine Liste mit möglichen Namen, und die erste Sitzung des Ernennungsausschusses hat schon stattgefunden. »

Nebst Raggenbass gehören der Neuenburger Regierungsrat Jean Studer sowie der Genfer Professor Cédric Tille dem Ernennungsausschuss an. Andere Bankratsmitglieder werden gegenüber dem «Sonntag» deutlicher, was das Tempo des Prozesses angeht: Die Wahl des neuen Direktoriumsmitglieds müsse «bis in einem Monat» über die Bühne sein.

«Long-List» zusammengestellt

Bei einer Sitzung vor einer Woche stellte der dreiköpfige Ernennungsausschuss eine «Long-List» zusammen, wie Bankratspräsident Hansueli Raggenbass in Interviews mit der «SonntagsZeitung» und dem «Sonntag» sagte. «Nächste Woche werden wir diese erweitern und den Jobbeschrieb festlegen.»

Nebst Kenntnissen in Währungs-, Bank- und Finanzfragen müsse die Nachfolge vor allem auch «die internationale Seite abdecken, die Herr Hildebrand stark vertreten hat».

Für den freien dritten Direktoriumsposten wird der Bankrat eine Person vorschlagen. Diese kann der Bundesrat bestätigen oder ablehnen. Unter den drei Direktoren wählt der Bundesrat danach den Präsidenten und Vizepräsidenten. Der Bundesrat hat angekündigt, beide Geschäfte gleichzeitig behandeln zu wollen.

Die SNB sei in der Zwischenzeit aber «voll handlungsfähig», betonte Raggenbass. Hildebrands Stellvertreter Thomas Moser habe dessen Geschäfte im Direktorium übernommen. Als Interimspräsident wirkt Vizepräsident Thomas Jordan, der auch als aussichtsreicher Kandidat für das Präsidium gilt.

(kle/sda)

Erstellt: 15.01.2012, 18:37 Uhr

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33 Kommentare

Peter Kaegi

15.01.2012, 20:10 Uhr
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Da ist anscheinend ein Machtkampf an laufen. SNB-Mitglieder die sich gegen Frau WS und deren Beamte im Fall Hildebrand durchsetzen konnten, stossen nun auf Granit. Warum wohl wird nicht der Stellvertreter sofort zum Nachfolger gewählt. Will man ein Exempel statuieren? " Weltwoche" es gibt noch viel zu tun. Antworten


Hans Müller

15.01.2012, 18:45 Uhr
Melden 55 Empfehlung

Es geht darum, Jordan zu verhindern, der zwar kompetent und auf seine Art international vernetzt ist, aber beim in der entscheidenden Sitzung gegen Frau Widmer-Schlumpf stand und sich als immun gegen Manipulation erwies. Antworten



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