Schweiz

Krankenkassen: Im Sommer drohen Zusatz-Aufschläge

Aktualisiert am 04.10.2009 50 Kommentare

Anfang 2010 werden die Krankenkassen deutlich teurer – doch schon Mitte des Jahres könnten laut einem Zeitungsbericht bei 18 Krankenkassen Zusatz-Aufschläge nötig werden.

Dies bestätigt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) laut der Zeitung «Sonntag». Das Blatt zitiert dessen Vizedirektor Peter Indra: «Sehen wir, dass die Entwicklung zu einer Unterdeckung führen könnte, könnte es sein, dass diese Kassen unter dem Jahr aufschlagen müssen.» Denn jede siebte Person sei bei einer Krankenkasse versichert, die im nächsten Jahr klar zu wenig Reserven haben wird.

Das BAG erlaubte laut dem Bericht 18 Krankenkassen mit insgesamt 1,1 Millionen Versicherten, die vorgeschriebene Mindestreservenquote um mehr als vier Prozentpunkte zu unterschreiten. Dabei akzeptierte das BAG Drittmittel als Garantien für die zu tiefen Prämien.

Die möglichen Prämien stossen bei Konsumentenschützern auf Kritik. Die Zeitung zitiert Jean-François Steiert, SP-Nationalrat und Vizepräsident der Schweizerischen Patientenstellen: «Der Job des BAG ist es, zu verhindern, dass Prämienerhöhungen unter dem Jahr nötig werden. Gelingt dies nicht, hat das Amt seine Arbeit nicht gemacht. Dies wäre ein Verstoss «gegen Treu und Glauben.» (raa)

Erstellt: 04.10.2009, 13:48 Uhr

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50 Kommentare

V D

08.10.2009, 12:16 Uhr
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die hohen kosten enstehen nicht bei den kassen, sonder bei den leistungserbringern. da hilft auch die einheitskasse nichts oder nur kurzfristig. Wir werden immer über die hohen prämien nörgeln, da die einheitskasse nun syntombekämpfung (siehe BRD) wäre. Auch politiker sollten keine Mandate in der Privatwirtschaft haben, sonder nur zum wohle aller politisieren. Antworten


Nadine Binsberger

05.10.2009, 01:06 Uhr
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Egal, wie hoch die Prämien sind: solange man Prämien zahlen muss, werden wir immer versuchen, einen Gegenwert zu erhalten und nutzen jede Gelegenheit, um zum Arzt zu gehen. Wenn das Gesundheitswesen aber unentgeltlich nutzbar wäre, wäre jeder überflüssige Gang zum Doktor ein reiner Aufwand (Zeit, Transport), den zu machen sich nicht lohnt, wenn es nicht wirklich nötig ist. Antworten



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