Schweiz
Kriminalitätsstatistik: 666 Vergewaltigungen
Raub und Einbrüche nehmen zu: Die Kantonspolizei Zürich hat Bilder der mutmasslichen Schlafzimmerräuber veröffentlicht, die Ende Februar in Schlieren und Opfikon schlafende Hausbewohner überfallen haben. (Bild: Kapo Zürich)
Stichworte
In der Schweiz wurden im Jahr 2009 über 676'000 Straftaten registriert. Mehr als die Hälfte davon waren Diebstähle und Sachbeschädigungen. Die Gewaltstraftaten machten 9 Prozent aus, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte.
Ob die Delikte im Vergleich zum Vorjahr zu- oder abnahmen, ist nicht ohne weiteres festzustellen. Die Zahlen seien nicht oder nur beschränkt mit früheren Angaben vergleichbar, hält das Bundesamt fest. Der Grund dafür ist eine neue Erfassungsmethode.
Im vergangenen Jahr wurden erstmals sämtliche Straftatbestände von allen Kantonen nach einheitlichen Kriterien erfasst und zentral aufbereitet. Die Schweiz schlage ein neues Kapitel in der polizeilichen Kriminalstatistik auf, schreibt das BFS.
Raub und Einbrüche nehmen zu
In einigen Kategorien ist nach Angaben der Statistiker dennoch eine Aussage über die Entwicklung möglich: Bei Raub, Einbruchdiebstählen sowie Freiheitsberaubung, Entführung und Nötigung ist demnach eine steigende Tendenz festzustellen.
Unter den Gewalttaten waren 2009 insgesamt 51 Tötungen und 185 versuchte Tötungen. Hinzu kamen 524 schwere Körperverletzungen und 666 Vergewaltigungen. Ein beträchtlicher Anteil der Gewaltstraftaten entfalle auf den häuslichen Bereich, hält das BFS fest.
Ausländer überproportional vertreten
Rund 52 Prozent der Beschuldigten von Widerhandlungen gegen das Strafgesetzbuch sind Schweizer, 29 Prozent gehören zur ständigen ausländischen Wohnbevölkerung und 4,4 Prozent zur Asylbevölkerung. Die übrigen 14 Prozent der Beschuldigten sind Ausländer, die sich ohne längerfristige Aufenthaltsregelung in der Schweiz aufhalten.
Berücksichtigt man nur die Beschuldigten unter der ständigen Wohnbevölkerung, beträgt der Ausländeranteil 36 Prozent. Bei den Gewaltstraftaten liege der Anteil der Ausländer mit 42 Prozent deutlich über deren Bevölkerungsanteil, schreibt das BFS. Der Anteil der Ausländer an der Wohnbevölkerung liegt bei rund 22 Prozent. (jak/ddp/sda/)
Erstellt: 22.03.2010, 16:20 Uhr
Schweiz
Umfrage
Gesetzt den Fall, Geld spielt für Sie eine untergeordnete Rolle. Würden Sie in Andermatt eine Ferienwohnung kaufen?


