Schweiz
Laser-Attacken nun auch auf Regapiloten
Aktualisiert am 08.09.2010 28 Kommentare
Auch das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) registriert einen Anstieg. Die Rega macht deshalb darauf aufmerksam, dass solche Störungen höchst gefährlich und zudem strafbar sind.
Die Gefahr für die Besatzung, aber auch für die Patienten sei gross, heisst es in der Mitteilung der Rega. Je nach Kraft und Reichweite des Laserstrahls werde das Cockpit des Helikopters einer grossen Helligkeit ausgesetzt. Zeitweilige Blindheit des Piloten oder gar die Ablösung der Netzhaut seien mögliche Folgen.
Illegal und strafbar
Im Jahr 2009 registrierte das Bazl 40 Fälle von Laser-Attacken. Diese Zahl wird gemäss Rega in diesem Jahr übertroffen. Die Rettungsflugwacht selber hatte letztes Jahr sechs Fälle verzeichnet, in diesem Jahr sind es bereits zehn.
Die Rega weist darauf hin, dass es illegal und strafbar ist, einen Laserstrahl gegen eine Person oder ein Flugzeug oder Helikopter zu richten. Die Vorfälle werden dem Bazl gemeldet und eine Strafanzeige wird eingereicht. Mehrere diesbezügliche Abklärungen sind gemäss der Mitteilung derzeit im Gang. (bru/sda/)
Erstellt: 08.09.2010, 09:59 Uhr
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28 Kommentare
Ein Flugzeug fliegt stabil -> es fliegt nach einer Blendung erst mal fast normal weiter. Ein Heli ist instabil. Ihn zu fliegen ist wie das Balancieren auf einem Medizinball. Ein Kontrollverlust resultiert nach wenigen Sekunden in einen Absturz. Zudem ist es wegen der grösseren Verglasung und der tieferen Flughöhe wesentlich leichter, einen Heli-Piloten zu blenden. Das für @Leo Schmidli.. Antworten
@Mike Steiner: Wenn es um Menschenleben geht, ist Lärm schlicht nicht das Thema. Deswegen ist es nicht tabu. Es ist ganz einfach von niedrigster Priorität. Oder glauben Sie, die Rega fliegt so zum Spass noch etwas mehr als nötig rum? Ich möchte Ihre Reaktion mal sehen, in Lebensgefahr "schwebend", wenn ein ein Lärmschützer einen Umweg verlangt. Antworten
Erinnert mich ein bisschen an die Kids, die Steine von einer Autobahnbrücke hinunterwerfen. Wahrscheinlich stehen dieselben psychologischen Motive dahinter. Laser mit erhöhter Leistung gehören ganz klar zu bewilligungspflichtigen Geräten, ähnlich wie Waffen. Antworten
Unbestritten: die Attacken sind unhaltbar und hirnlos. Doch etwas sollte man ebenfalls thematisieren: Lärm ist im Umfeld der REGA ein Tabu. Es ist eine Tatsache, dass die Helis die Spitäler nicht auf lärmmildernden Einfallsschneisen anfliegen (die letzten ein, zwei Kilometer rund um den Landeplatz). Einerseits soll man also diese Idioten bestrafen, andrerseits aber auch dieses Thema diskutieren! Antworten
das problem sind ja nicht die handelsüblichen laserpointer mit einer leistung von meist UNTER 1mw, sondern jene, welche aus dem auslandd, meist china, bezogen werden und leistungen von mehreren hundert milliwatt aufweisen und somit auch etliche kilometer weit leuchten. diese sind wiederum auch nicht für präsentationen geeignet und ohnehin bereits nach geltendem recht illegal. Antworten
herr henzer, hatten sie schon mal einen laserpointer in der hand? ich meine einen richtigen? für 200$ kriegen sie laserpointer mit 1000mw - damit können sie auf 3m eine zigarette anzünden oder jemand auf 300m permanent erblinden lassen! 1) wächst der punkt nacht ein paar hundert meter und 2) genügt eine reflektion vom laser (cockpitscheib zb) von 0.1s um eine temporäre blindheit zu erleiden. Antworten
Verbieten ist immer am einfachsten aber nicht immer am schlauesten denn Idioten die so etwas machen werden nie aussterben. Der freie Verkauf könnte aber eingestellt werden. Eine klare Bedienungsanleitung mit einem Hinweis auf die Strafbarkeit bei Missbrauch wäre vielleicht auch eine Idee. Antworten
Guten Tag, jeder der dies macht und dabei erwischt wird, müsste sich vor Gericht wegen versuchtem Totschlag verantworten müssen. Ich glaube den Südschneisern hat es endgültig das Relais geschweisst. Gaht's eigentli no? Der Flughafen steht in ZRH Kloten, der Fluglärm gehört nun mal dazu und muss von ALLEN ertragen werden. Die sollen froh sein das nicht 24h Betrieb herrscht, wie bei andern Hub's. Antworten
@ marco henzer es handelt sich aber nicht um kleine, billige ,,power-point-laser'' fürs büro. sondern um laser mit bis zu 1000mW leistung!! die sind 1. in der lage mehre kilometer weit zu strahlen und 2. werden laser ab ca. 500mW zur Materialbearbeitung und als Forschungsinstrumente eingesetzt! Antworten
@Rene Müller: Laserpointer werden "fast ausschliesslich für gefährlichen Unsinn genutzt"??? Genau, 40(!) Fälle in 2009, das macht weniger als einen Fall pro Woche. Frage: Wie viele Präsentationen werden täglich in schweizer Büros und Hochschulen mit Hilfe von Laserpointern durchgeführt? Auch nur eine pro Woche? Antworten
Die Rega fliegt bekanntlich Einsätze um Leben zu Retten, jeder Einsatz, wird hochkonzentriert durchgeführt und erfordert alles von der Crew...darum sind diese Laser Attacken höchst gefährlich, und eine zusätzliche Belastung . Vielleicht wird diesen Laser- Leuten spätestens es dann bewusst wenn ein Rega Heli ihr oder das eines Angehöhrigen, das Leben rettet. Darum hört auf mit dem Blödsinn..... Antworten
Naja, stimmt schon, mit einem Laser auf grosse Entfernung zu treffen ist praktisch unmöglich. In nachts fliegenden Hubschraubern sind die Piloten mit Nachtsichtgeräten ausgestattet, was die Wirkung eines direkt hineinzündenden Lasers arg verstärkt. Bei Verkehrsmaschinen, die hoch oben unterwegs sind, wo die Piloten den unter ihnen befindlichen Boden nicht sehen können, kann ich kein Problem sehen. Antworten
Die Täterschaft geht quer durch jedes Alter. Es sind nicht nur Kinder oder nur Erwachsene. Bei Kindern sollte man korrigierend eingreifen können. Aber Erwachsene protestieren mit diesen verantwortungslosen Aktionen gegen irgend einen Unmut. Gegen Fluglärm etc.! Protest ist legal aber bitte nicht auf Kosten von Manschenleben. Oder sind ihr Kinder geblieben und wisst nicht was ihr tut? Antworten
Das ist Gefärdung des Lebens und äusserst verabscheungswürdig. Ein Heli könnte auf ein Wohnhaus stürzen. Die Täter denken wohl nicht daran, dass sie oder ihre Angehörigen ev.auch einmal gerettet werden müssen und dass ev. nur ein schneller Notarzteinsatz Leben retten kann. Drum Höchststrafe. Ich kann nachts nicht schlafen und werde nun öfter zum Fenster hinaus schauen und sofort die Polizei rufen. Antworten
@Stefan Meier: Den Führerschein entziehen? Was soll das denn? Und was soll das bewirken? Und was, wenn die Person keinen solchen hat? Muss sie dann einen machen, dass man ihn dann entziehen kann? Wäre nicht eine empfindliche Geldstrafe - also nicht nur 100 CHF oder so, besser? Antworten
@Meier: Ich glaube eher, dass es sich um Minderjährige handelt, die sich einen Streich erlauben. Als ich noch klein war, hatte man Schmierseife auf den Schienen an Tramstationen verteilt, sodass die Trams erst 20 Meter weiter halten konnten. Gefährliche Bubenstreiche eben Antworten
Und wenn die keinen Führerschein haben? Man würde vermuten, es könnte sich dabei um Lausbuben handeln, die einfach mal sehen wollen, wie weit das Ding, das sie für billig im Elektro-Discounter gekauft haben, wirklich leuchtet. Wie bei James Bond, halt. Antworten
Das mit den Laser-"Attacken" wird jetzt aber auch gehypt. Wer schon mal mit einem Laserpointer eine Präsentation gehalten hat auf 5 Meter Entfernung, weiss wie schwer es ist zu "treffen". Geschweige denn das Auge eines Piloten auf 5000 Meter höhe von senkrecht unter dem Flugzeug. Antworten
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Marc Hofer
@Mike Steiner hoffen Sie darauf, dass Sie nie die REGA brauchen, sprich immer Gesund bleiben. Andernfalls wären Sie sicher der Erste, der direkt ins Spital gefolgen werden will........... Antworten