Lehrer beklagen sich über unbezahlte Überzeit
Von Samuel Reber. Aktualisiert am 08.12.2009 68 Kommentare
50-Stunden-Woche: Lehrer. (Bild: Keystone)
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Lehrerinnen und Lehrer leisten laut einer Erhebung des Lehrer-Dachverbands mehr als drei Wochen unbezahlte Überstunden pro Jahr. Dies entspricht laut dem Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) einem Gegenwert von 900 Millionen Franken jährlich. Er forderte deshalb am Dienstag eine Senkung der Pflichtlektionen-Zahl von heute 28 bis 33 auf 20 bis 24.
Effektiv arbeitsfrei und damit Ferien im eigentlichen Sinne hätten die Lehrpersonen durchschnittlich nur während 5,4 Wochen. In Unterrichtswochen betrage die Arbeitszeit 49 bis 50 Stunden. An der jüngsten LCH-Arbeitszeiterhebung hätten im vergangenen Schuljahr mehr als 5000 Lehrpersonen aller Stufen und aller Kantone der Deutschschweiz teilgenommen.
Die Gründe für die Mehrbelastung sind laut LCH: Zusätzliche Gemeinschaftsarbeit im Schulteam. Verursacht durch verschiedene Reformen wie den Frühfremdsprachenunterricht oder die Integration von Lernbehinderten, aber auch durch die Heterogenität der Klassen.
Dies bestätigt Martin Wendelspiess vom Volksschulamt des Kantons Zürich: «Wir hören immer wieder, dass Lehrpersonen sich nicht primär über den Aufwand für den Unterricht beklagen, sondern leiden unter den vielen Sitzungen, Konferenzen, Absprachen, Elternkontakten, obligatorischer Weiterbildung oder administrativen Arbeiten.» Er sagt zudem: «Vor ein paar Jahren wurde im Kanton Zürich eine Untersuchung zur Arbeitszeit von Lehrerinnen und Lehrern durchgeführt, die in erster Linie auf Selbstdeklaration beruhte. Dabei wurde festgestellt, dass viele Lehrerinnen und Lehrer mehr als ihre Sollzeit arbeiten, die Unterschiede aber gewaltig sind. Es gibt Lehrerinnen und Lehrer, die weniger arbeiten, als sie müssten.»
Andrea Aebi von der Elternkonferenz Zürich, die das Schulwesen und die Arbeit der Lehrer genau beobachtet und kommentiert, nimmt auf Tagesanzeiger.ch/Newsnet zur Klage der Lehrer Stellung.
Frau Aebi, was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie diese Forderung hören?
Einige Lehrer sind in der Tat ein bisschen viel am Jammern. Und wirklich: Es gibt vereinzelt Lehrer, die sich zurücklehnen und einen Grossteil ihrer 13 Wochen Ferien geniessen. Doch das ist eine Minderheit. Es ist bei den Lehrern wie bei jeder Berufsgruppe: Es gibt sehr engagierte und talentierte Vertreter und es gibt Superflaschen. Und dann noch das Gros dazwischen. Die Mehrheit der Lehrpersonen ist aber stark engagiert, das möchte ich betonen.
Müssen Lehrer unbezahlte Überstunden leisten?
In der Schule gibt es heute aufgrund der Reformen und aufgrund der Einführung von Schulleitungen viele Sitzungen. Das kann zu Überstunden führen, wenn es nicht gut organisiert wird. Der Anfangsaufwand ist gross. Das wird aber besser, sobald sich die neuen Aufgaben wie zum Beispiel die pädagogischen Teams eingespielt haben. Ganz klar ist: Die Schulleitungen sind sehr stark belastet und leisten oft viele Überstunden, vor allem auch in der Einführungsphase. Hier fordern wir von der Elternkonferenz und dem städtischen Elternkontaktgremium, dass diese Lehrpersonen administrativ entlastet werden.
Kann man den Aufwand eines Lehrers überhaupt kontrollieren?
Es ist stimmt schon: Die Arbeitsleistung eines Lehrers, etwa seine Vorbereitungszeit während den Ferien, ist schwieriger zu kontrollieren als etwa bei einem Büroangestellten. Zudem haben die meisten Lehrer noch nie eine Zeiterfassung von nahem gesehen. Aber mit dem neuen Berufsauftrag für die Lehrpersonen im Kanton Zürich zum Beispiel wird das kommen. Damit haben auch alle Lehrpersonen mit Überstunden endlich die Möglichkeit, diese klar zu belegen. Das wird sich einspielen.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 08.12.2009, 12:46 Uhr
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68 Kommentare
Viele Lehrer immer noch unvernetzte, unorganisierte, alles selber machende, schlecht kommunizierende Einzelkämpfer. Sie tun so, als hätte der Effizienzvorsprung von Eltern und Privatwirtschaft nichts mit dem Hoheitsgebiet des eigenen Klassenzimmers zu tun. Lehrer sind damit auf der Stufe des mittelalterlichen Handwerkers stehen geblieben. Die Industrialiesierung fand ohne sie statt. Leider. Antworten
In der Privatwirtschaft wird nicht wie hier über Ueberstunden diskutiert, sondern darüber womit, wofür und von wem Zeit generell eingesetzt werden soll und wo man Abstriche machen muss. Diese Studie bietet in dieser Hinsicht keine Handhabe. Hoffentlich wurde das Erstellen dieses nichtssagenden, nicht aktionierbaren "WirSindDochArme" Papiers nicht auch noch zu besagten Ueberstunden hinzugezählt. Antworten
Nicht dass ich es gut finde, aber hier in der Region Zürich leisten eigentlich alle Angestellten und Selbständige, die ich kenne mehr oder weniger regelmässig Ueberstunden. Die Lehrer sind nicht alleine. Ich kenne viele, die sehr viel arbeiten und es wird als selbstverständlich angeschaut. Im Moment scheinen auch reichlich Menschen kurz vor dem Burnout. Gut ist das nicht, aber Normalität. Antworten
@ milko van rijn Was heisst "ein Job von diesem Level"? Lehrer sind eigentlich nicht dazu bestimmt, soviel zu arbeiten bis der Faden reisst. Lehrer sind dazu da Kinder und Jugendliche zur Mündigkeit zu führen, mit einer guten Portion Grundlagenwissen, mit Faustregeln, mit einem etwaigem Verhalten innerhalb einer Gruppe. Die Zeit nehme ich mir gerne, aber vieles ist heute nur dumpf und unnötig. Antworten
Ich vermute, viele, die hier nur schlecht über Lehrer reden, haben ganz einfach schlechte Erfahrungen gemacht oder sind grundsätzlich frustriert! Man sollte doch wenigstens sachlich bleiben! Ich bin zwar nicht Lehrer, aber wenn ich das Gefühl hätte, dies sei der absolute Traumjob, würde ich es sofort werden...! Beste Grüsse aus dem Osten! Antworten
Im Kanton BL haben wir den Berufsauftrag mit abgerechneter Arbeitszeit schon lange, damit die faulen Lehrpersonen ja nicht zu wenig arbeiten. Die im Interview erwähnten Überstunden werden da Jahr für Jahr schriftlich belegt. Schön für den Kanton. Ausbezahlen kann er leider nichts. Ausserdem erhalten die Lehrpersonen 1 bis 2x jährlich Unterrichtsbesuch von der Schulleitung inkl. Nachbesprechung. Antworten
W. Ammann: Ja, *knapp* über 6000. 61irgendwas, brutto versteht sich. Zeigen Sie mir die Lehrperson, die jünger als 23 Jahre ist. Wie gesagt: Das ist nach einem Hochschulstudium. Aber es ist schön, dass sie scheinbar auch beide Welten, Privatwirtschaft und Schuldienst, so gut aus eigener Erfahrung kennen wie ich... nicht wahr? Deshalb sind wir ja jetzt beide in der Privatwirtschaft. Antworten
A propos Lohn,Hr.T.Schmid,für "etwas" über Fr. 6000.00,die eine Lehrperson als Anfangslohn(mit knapp 20) kassiert,müssen Sie in der Privatwirtschaft einige Jahre Berufspraxis mit entsprechender Weiterbildung vorweisen und dem mittleren Kader angehören.Je nach Branche sind Stress u. Belastung nicht kleiner als im Lehrerberuf, 40 Std. Woche und Ueberzeitentschädigung in den meisten Fällen kein Thema Antworten
Ja, ich bin voll überzeugt, dass LehrerInnen überlastet und unterbezahlt sind. Wenn es zuträfe, dass LehrerInnen gleich viel frei haben wie Schüler Schulferien, dann hätten wir sicherlich eînen Überschuss an LehrerInnen. Das wäre dann nämlich wahrlich ein TRAUMJOB! Antworten
@ Peter Hofer und Patrick Wittwer Komisch. Mein Arbeitstag fängt morgens um sieben an und hört selten vor 18:00h auf. Danach wird der Unterricht vorbereitet. Normalerweise habe ich 2 - 3 Sitzungen pro Woche, die gegen 20:00h beginnen. Da ich dann aber zu viel Überzeit machen würde, werden diese mit Sitzungsgeld vergütet - also nicht zum norm. Stundenansatz. Soll ich weiter erzählen?? Antworten
Kenne zufällig mehrere Seiten d. Problems. Als Vater, als Lehrer, als Berufsmann in mehreren Branchen und auch als Schulleiter. Präsenzzeiten, wie sie die Lehrer an unserer Schule haben, kenne ich nicht einmal aus den Gesundheitsberufen. Es würde all den Schwätzern mal gut anstehen sich wenigstens mal in den Schulpflegen zu engagieren, bevor sie hier von faulen und unfähigen Lehrern schwadronieren Antworten
Heterogene Klassen, Aufarbeitung von Erziehungsdefiziten, multikulturelle Beziehungsarbeit mit bildungsfernen Eltern. Wer den links-grünen Immigrations-Turbos die Stimme gegeben hat, sollte sich nun nicht zu laut beklagen. Ein erheblicher Teil der Zusatzbelastung rührt von völlig unterschätztem Integrations-Aufwand her, vor welchem man zu lange die Augen verschlossen hat. Antworten
Wer von den allwissenden Damen und Herren der Privatwirtschaft erhält z.B. ein ÖV-Abo vom Arbeitgeber? Oder eine günstige Krankenkasse? Lunch-Checks, ja? Reka-Checks? Oft ja noch eingies mehr. Seien Sie froh! Als Lehrperson müssten Sie sogar das Weihnachtsessen komplett selber bezahlen! Kein Witz! Gehaltsnebenleistungen als Lehrperson? - Vergessen Sie's! Nix. Nada. Antworten
Lehrer heute? Selbst mit 13 Wochen Ferien nicht. Hut ab vor jedem, der immer grössere Klassen mit immer weniger von Eltern betreuten Kindern und immer vielfältigerer Sprachkultur noch unterrichten will. Ausserdem muss dieselbe Lehrperson eben jenen Eltern, die sich einen Deut um Ihre Kinder kümmern, noch hören, dass er/sie alles falsch macht. Traumjob, von wegen. Eine Stimme aus der Privatwirtsch. Antworten
Dass sogar schon Reklame gemacht werden muss für den Lehrerberuf, beweist, dass dieser nicht mehr attraktiv ist. Gewalttätigkeiten, Exposition zwischen den Vorgaben des Rektorats und Schülern, die manchmal nur stören und nichts lernen wollen --- für allzuvieles wird dem Lehrer die Schuld gegeben. Kein Wunder wird es immer schwieriger, Lehrer zu finden. Antworten
Zu den Lehrerlöhnen: Eine Primarlehrperson erhält im Kt. ZH einen Anfangslohn von knapp über 6000 Franken (Lohntabellen online). Dies nach Hochschulstudium. Ist das zu viel? Stufenanstiege/Lohnerhöhungen gab es in den letzten 15 Jahren selten. Und allein der reale Verlust durch nicht ausgeglichene Teuerung macht fast 10% aus. Wer vor 15 Jahren eingestiegen ist, kommt sich heute verschaukelt vor. Antworten
In Anbetracht der Löhne müssen Lehrer mit dem mittleren bis oberen Kader der Industrie verglichen werden und NICHT mit Büroangestellten!! Und damit ist das Thema Überstunden erledigt: Ich kenne keinen Betrieb, welcher für mittlere oder obere Kader Überstunden bezahlt. Die wöchentliche Arbeitszeit dieser Angestellten beträgt ebenfalls locker 45-50 Stunden. Antworten
Lieber Patrick Wittwer, ja, das weiss ich sehr gut.Ich erlebe es als deutlich lockerer und weniger stressig als in der Schule. Ich habe mehr Jahre in der Privatwirtschaft verbracht als in der Schule. Trotzdem masse ich mir kein Pauschalurteil an über die Privatwirtschaft an. Ist das dreist? Dann beachten Sie bitte, wie Unwissende hier Pauschalurteile zum Thema Lehrerleben abgeben! Antworten
@Patrick Wittwer: Einen Teil Ihrer 45 Stundenwoche scheinen Sie wie wir alle nicht nur mit reiner Arbeit zu verbringen, oder? :-))) Oder sind Sie etwa professioneller Kommentarschreiber? Wenn ja, wo kann man sich für sowas bewerben? Ansonsten: Danke alle Lehrer und Kindergärtnerinnen für die Unbezahlbare Arbeit, die Sie leisten. Antworten
@Urs Mettler was hat den dies mit der SVP zu tun? Ich habe diese noch nie gewählt! "Selbstverständlich haben die Lehrer sich längst daran gewöhnt ihre Ferien zur Erholung zu nutzen und wissen, wie man die Unterrichtsvorbereitung zeitsparend gestalten kann ohne dass jemand verdacht schöpft." Antworten
In der Privatwirtschaft gibt es einen bemerkenswerten Satz in den Arbeitsverträgen: Allfällige Überzeit wird mit dem Gehalt abgegolten. Die Überzeit aus Auslandsreisen, Sitzungen bei Kunden oder auch die Einführung von neuen Mitarbeitern bewegt sich problemlos bei 100 h/Jahr. Das Gejammer der Lehrer ist für mich nicht nachvollziehbar! Antworten
damit die lehrer sich auf ihr ''kerngeschäft'' konzentrienen können und die schulleitung ebenso. würde ich es sehr befürworten, wenn man sie administrativ entlasten könnte. konkret könnte dies durch eine schulsekretariatsstelle abgedeckt werden. 4-5 wochen ferien und 42 std.woche bei 100% arbeit .. ja, das ist ja üblich hier zu lande.dies sollte auch bei den lehrern gelten und auch so messbar sein Antworten
Bitte nicht alle, die gegen noch mehr Ferien für die Lehrer sind, ins SVP Lager abschieben ! Auch wir liberal denkenden sind es leid, das ewige Klagen der Lehrer anhören zu müssen. Diese Leute sind schlicht und einfach entweder überfordert, dann sollen sie den Beruf wechseln oder einfach noch nicht in der Gegenwart angekommen. Wer keine Leistung bringt, ist in der heutigen Zeit nicht tragbar ! Antworten
Komisch: In unserem Dorf sind 3 von 7 Gemeinderäten Lehrer. Man sagt, sie hätten viel Zeit und wüssten nicht recht, was damit anzufangen. In der Politik ist sie jedenfalls gut investiert - zu Gunsten der Demokratie und von uns allen. Eine Umschau zeigt, dass sehr viele Lehrer in der Politik tätig sind. So etwas kann sich ein normaler Arbeiter zeitlich nicht leisten. Antworten
Liebe Lehrer, dass eure Anligen diskutiert werden ist kein Thema. Aber uns "Nichtlehrern" zu sagen, wir wissen nicht was es heisst Lehrer zu sein, ist schon sehr dreist. Wissen sie, wie es ist 47 Wochen im Jahr, 45 Stunden zu arbeiten? Die meisten "Nichtlehrer" haben bei diesem Arbeitspensum nicht annähernd den Lohn eines Lehrers im Vollpensum. Das muss ja zu Unverständnis führen... Antworten
...wenn ich mir das Niveau der meisten Kommentare anschaue scheint mir der Anteil der SVP Anhänger die sich hier beteiligen bedenklich hoch... Es geht ja schliesslich um Staatsangestellte, nicht wahr, und was diese Partei von denen hält ist ja leider hinlänglich bekannt. Obwohl auch sie z.B. ohne die Verwaltung nicht auskommt. Und der Ton passt auch. Antworten
willkommen in der realität - in jedem besser bezahlten job muss man überstunden leisten. die 3 wochen sind umgerechnet weniger als eine stunde überzeit pro tag. das ist ja wohl normal für einen job auf diesem level. wenn wir anderen auch so rechnen würden, hätte keiner von uns ferien. unsere 4 - 5 wochen jährlich wären schnell mit überstunden gefüllt. Antworten
Ich würde niemals meinen Beruf mit dem Lehrerberuf tauschen wollen! Die psychologische Belastung allein (ok, da kommt es extrem draufan in was für einem Umfeld die Lehrperson unterrichtet) ist mittlerweilen enorm. Es mag sein, dass es Lehrkräfte gibt die es etwas lockerer haben, aber diejenigen die ich kenne sind permanent auf hundert! Das ganze scheint mir sehr klischeebehaftet zu sein. Antworten
Ja, ich weiss, weshalb ich nicht mehr als Lehrer arbeite. Wenn ich mir die meisten Voten hier anschaue, dann kann ich nur sagen: Macht es doch selbst! Ihr habt keine Ahnung, wovon ihr schreibt und würdet euer blaues Wunder erleben! Eure Fantasie deckt sich leider mit der Realität überhaupt nicht. Aber immer feste draufhauen, gell? Antworten
Der Lead, ein einziger Kommentar! Und wie objektiv ist Grossexpertin Aebi? Ich jedenfalls finde gut, dass sich die Lehrer wehren. Wohl kaum ein Beruf wurde derart abgehalftert und im Stich gelassen - seit Buschor, und Aeppli ist nicht besser. Es wurde so viel versprochen: Lohnwirksame Qualis, weniger Administration dank Schulleitern... tja, sie sollen sich wehren die Lehrer - aber selbstbewusst Antworten
Ich arbeite in der Privatwirtschaft, habe aber während meines Studiums einmal zwei Wochen and einer Kantonsschule Mathe unterrichtet. Der Lehrereberuf hat sicher seine schönen Seiten, aber die Arbeitszeit lässt sich nicht so eifach aufrechnen mit einer 42 Stunden Bürowoche - eine Lektion Frontalunterricht ist aus eigener Erfahrung um einiges intensiver als eine Stunde am PC zu arbeiten. Antworten
Kaderlöhne? Welcher Witzbold hat sich denn so was ausgedacht. Die Löhne sind im Netz ersichtlich, ist ja kein Geheimniss. Schauen sie doch mal was eine Primarlehrpersohn Stufe A1 (1. Schuljahr) verdient. Hätten die Lehrer Kaderlöhne würde sich wohl keine Lehrperson beschweren. Ein Stomer nach der Lehre verdient durschnittlich mehr und kann sich seine Überstunden zudem vergüten lassen. Antworten
@lack und Co.: Ich schlage vor, wir tauschen einmal die Rollen? Jeder hat eigene Schulerfahrung und ist drum selbsternannter Experte? Wer möchte mal alleine vor einer schwierigen Klasse stehen? Wenn der Job soo überbezahlt wäre und wenn wir soo viele Ferienwochen hätten wie viele hier behaupten: Warum haben wir denn zuwenig Lehrkräfte??? Warum wandern viele vom Semi in die Privatwirtschaft??? Antworten
Die meisten hier verwechseln wohl das Lehrertum mit dem Schülertum. Dass man als Schüler ein "Schoggiläbe" hat, ist wohl nicht umstritten. Dass man aber als Lehrer doch einiges an Mehraufwand für eine Lektion zu leisten hat, als der Schüler, sollte wohl allen klar sein... @Hannes Walter. Pro Lektion wird nochmals soviel Zeit für die Vorbereitung gerechnet. Und schon sind sie bei 2000 Std... Antworten
He Lehrer - hört endlich auf zu jammern. Wenn ich zu all den Ferien und Feiertagen jene Tage und Stunden zähle, welche die Lehrperson fehlt und die Eltern schauen dürfen, wo die Kinder bleiben, wird mir schlecht. Konferenzen, Weiterbildungen, Aufenthalte was weiss ich wo... Tja Kameraden, unsereins macht das wirklich in den Ferien und in der Freizeit. Oder ist das bloss bei meinen Kindern so? Antworten
Ich war 25 Jahre Lehrer an der obersten Stufe. Ich habe nie Ueberstunden geleistet. Habe meine ganzen Ferien genossen. Die Vorbereitungen machte ich in den Schulstunden, wenn die Schueler Aufgaben schufteten. Alles ist eine Organisationssache. Die meisten Lehrer koennen sich nicht organisieren, und sind nicht flexibel. Ich genoss alle meine 13 Wochen Ferien. Super Job. Antworten
Der Neid auf Lehre/innen ist so alt wie die Schule selbst. Die unsinnige Forderung, beim Lehrpersonal die Präsenzzeit zu messen, ist barer Unsinn. Lehrer/innen sind mit Kader in der Wirtschaft zu vergleichen und da hat man Stempelzeiten schon längst abgeschafft, nicht immer nur zum Vorteil der Betroffenen. Antworten
Ich arbeite in der Privatwirtschaft, kenne aber einige Lehrer aus meinem engen Umfeld. Aufgrund meiner eigenen Beobachtungen arbeiten Lehrer überdurchschnittlich viel. Die öffentliche Hand würde noch staunen, was man den Lehrer/inne/n noch alles nachzahlen müsste, wenn eine nach privatwirtschaftlichen Massstäben eingesetzte Zeiterfassung an öffentlichen Schulen umgesetzt würde. Antworten
@rea hou. Dann steigen Sie doch einfach um. Werden Sie doch Lehrerin und hören Sie auf mit Ihrem Gejammer. Denn es herrscht nach wie vor Lehrermangel. Und mit solchen Pauschalkommentare, wie hier zu besten gegeben werden, wird es wohl in Zukunft auch nicht besser werden! Antworten
Und immer dieses Gejammer! viele Lehrer machen die Vorbereitung (z. B. Korrekturarbeiten) für die nächste Stunde (sorry Lektion) schon bereits im Unterricht, z.B. während die Schüler an einer Schriftlichen Arbeit sind. 28 Lektionen sind 21 Std. bis 42 sind noch einmal 21 Stunden für Vorbereitung! Wo ist das Problem? Die Lehrer die ich kenne machen in den Ferien nicht viel. ausser Ferien! Antworten
Ich finde es immer wieder erfrischend, wie so offen über ein Berufsstand geurteilt wird, den man nur von aussen her kennt... Wäre es dieser tolle Traumberuf - wenig Arbeit, viele Ferien, dann würde ihn ja wohl jeder machen und es gäbe nicht so einen Lehrermangel. Und zum Lohn - die Gehaltsklassentabellen sind für jeden einsehbar unter erz.be.ch. Oberstufenlehrer haben Gehaltsklasse 10. Antworten
Ob Lehrer mehr Überstunden machen als Leute in der Privatwirtschaft in vergleichbaren Lohnklassen, bleibe dahingestellt. Das echte Problem liegt aber darin, dass die Überstunden in erster Linie eine Folge von irgendwelchen Schreibtischtätern und Schultheoretikern ausgedachten Reformen ist. Der eigentlich Unterricht bleibt trotz Mehraufwand auf der Strecke. Das ist der wahre Skandal Antworten
Jeder Bürogummi kann mal was Privates machen, surfen, telefonieren, zurücklehnen, nichts tun. Als Lehrer bin ich PERMANENT für 20 Schüler gleichzeitig da. Während dem Unterricht, Pausen, über Mittag. Dazu (4 Klassen und 5 Fächer) über 800 Prüfungen PRO Semester (x20min) u. v. m. Weit, weit mehr, als die bildungsfernen Rechtspolitiker fantasieren. Wer keine Ahnung hat... (frei nach Dieter Nuhr ) Antworten
@Patrick Dubler: "Sind erstmal Vorlagen erstellt..." Dann wäre es in der Industrie noch viel einfacher! Und Menschen sind nicht mathematisch berechenbar. Seien Sie ehrlich. Sie haben keine Ahnung wovon Sie reden. Aber ja, machen doch wir den Lehrern den Beruf unattraktiv und demotivierend. Es geht ja nur um unsere Kinder. Wir haben ja Öl und Diamanten...wer braucht den ein gutes Bildungssystem... Antworten
Wie kommt es, dass so viele Lehrer in der Politik taetig sind? Ich glaube fast das sind die "angeblichen" Ueberstunden. Aber im Ernst, wenn es um Arbeitsstunden geht, koennte man auch die Anwesenheitspflicht der Lehrer fordern. Findet kein Unterricht statt, ist das Klassenzimmer das Buero in dem der Unterricht vorbereitet und Administration erledigt wird, vielleicht wirkt das effizienzsteigernd. Antworten
Selbstverständlich haben die Lehrer sich längst daran gewöhnt ihre Ferien zur Erholung zu nutzen und wissen, wie man die Unterrichtsvorbereitung zeitsparend gestalten kann ohne dass jemand verdacht schöpft. Ihnen deshalb Vorwürfe zu machen ist heuchlerisch. Sie sind schliesslich auch nur Menschen. Und jeder der es ungerecht findet kann ja auch Lehrer werden! Antworten
Da wird schon viel gejammert. Im Vergleich arbeitet eine Lehrperson ca. 30 Lektionen à 50' vor der Klasse, bei 40 Arbeitswochen kommt sie so auf 1'000 Stunden pro Jahr. Andere Personen arbeiten bei einem Vollpensum 1'900 bis 2'100 Std. p.a. Apropos Effizienz, hat jemand schon ein Projekt /Sitzung mit Lehrpers.mitgemacht? Ohne Lerpers. werden in halber Zeit doppelt soviele Entscheidugen getroffen. Antworten
Es wäre angebracht, dass die Lehrerschaft wieder Zeit bekäme das zu machen, wofür sie eigentlich eingestellt ist: Schule geben, Stoff vermitteln, für die jungen Menschen da sein. Und nicht wegen der Reformitis, speziell im Kanton Zürich, immer mehr Projektarbeit, Leerlaufsitzungen etc. machen zu müssen, nur um unsere Bildungstheoretiker der BiD und PHZH zu befriedigen. Antworten
Immer dieses Gejammer - auch in der Privatwirtschaft steigen die Ansprüche ständig! Bei "lehrerähnlichen" Salären (ab ca. CH 7'500) wird in der Privatwirtschaft oft unentgeltliche Überzeit erwartet, 4 max. 5 Wo Ferien, Weiterbildung in der Freizeit bzw. Ferien oder unbezahlter Urlaub (zB. Sprachaufenthalt). Von automatischem Lohnanstieg auch ohne Mehr-Leistung kann nur geträumt werden... Antworten
Ich gehöre auch zu denen, die das Gejammer der Lehrer nicht mehr hören mögen. Sind sich die Lehrkräfte dessen bewusst, dass ihre Löhne in der Regel Kaderlöhnen entsprechen? Und dass somit eine entsprechende Leistung und zeitliche Belastung gefordert werden dürfen. Klagen auf hohem Niveau nenne ich das, was zu viele Lehrer tun. Antworten
Wenn Lehrer sich über Arbeitszeitsbelastung äussern, ernten sie einen Aufschrei der Entrüstung. Aber dass die Ansprüche an die Lehrer dauernd steigen, die Reformen im Halbjahrestakt kommen, der Einbezug der Eltern immer intensiver wird, das wird einfach als Selbsverständlichkeit angesehen. Und es gibt wohl keinen Beruf, in dem sich aussenstehende mehr anmassen Experten zu sein als bei den Lehrern. Antworten
na gut, 5,4 wochen ferien sind immer noch weit über dem schnitt. dazu kommen also noch knapp 8 wochen heimarbeit zu selbst gewählten arbeitszeiten/. hätt ich wirklich auch gern! vorallem für den lohn...! architekten arbeiten für weniger länger und einiges stressiger, geschweige denn von wochenendarbeit und knappen 4 wochen ferien. überstuden werden auch nicht bezahlt. arbeit macht spass! Antworten
immer dieses Gejammere... unterrichtsfreie Zeit lieber Herr Schmied, ok die ersten 5 Jahre mag der Job sehr anstrengend sein, aber sobald alle Vorlagen mal erstellt sind, sorry die werden über Jahre weiter verwendet und da hält sich der Aufwand doch gering! Nur schon 13 Wochen unterrichtsfreie Zeit in dem man niemand Rechenschaft schuldig ist, was man tut oder eben nicht, wer hat das sonst schon? Antworten
Ja bitte, senkt die Pflichtlektionen-Zahl auf 20 bis 24. Dann könnten Arbeitnehmer aus der freien Wirtschaft, welche es sich dank Leistungslohn gewohnt sind, 60 bis gar 80 Stundenwochen zu absolvieren, die zusätzlich frei gewordenen Lehrerstellen einnehmen. Antworten
Das ewige Gejammer der Lehrer nervt langsam den Bürger. Die SVP hat schon Recht man sollte das soziale getue aus den Schulen verbannen und die Lehrkräfte wieder mal erziehen. Auch mit den ueberzahlten Löhnen der Lehrerschaft ist dies gegenüber manchem normal arbeitenden ein Hohn. Antworten
Effizienz wäre ja auch noch ein Thema, das neben der rein zeitlichen Belastung massgeblich ist. Ich denke, bei Lehrern gibt es teilweise eine ähnlich Krankheit wie beim Büropersonal: Man muss überarbeitet wirken, um seine Wichtigkeit zu dokumentieren. Ebenso wie Zeiterfassung sind gewisse Grundregeln des persönlichen Managements oft unbekannt. Es gibt Verbesserungspotential, das allen nützt. Antworten




Karin Imhof
Im der Ferienanlage wo wir unsere Ferien verbringen verbringen auch 17 Schweizer Lehrer ihre Ferien. Und zwar die meisten Wochen davon. Wer glaubt, dass sie diese Zeit für die Vorbereitung nutzen glaubt an den Storch. Fakt ist dass einige - vor allem die alten Hasen - auch ohne Vorbereitung durchkommen, während andere sich voll im Stress wiederfinden wenn sie Tag für Tag vorbereiten müssen. Antworten