Schweiz

Libyen-Affäre: Bundesratsjet in Tripolis

Der grössere der beiden Jets der Landesregierung ist heute Mittag in Bern gestartet. Er machte sich auf den Weg nach Tripolis, wo er inzwischen steht.

1/5 bundesratjet_1.jpg
Die Falcon am Dienstag kurz vor dem Start auf dem Flughafen Bern-Belp.
Bild: Tele Bärn

   

Die beiden in Libyen festgehaltenen Schweizer könnten schon bald zurückkehren. Ein Flugzeug des Bundes ist am Dienstag nach Mittag Richtung Tripoli abgehoben. Dies sagte Jean Ziegler gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Das Departement von Hans-Rudolf Merz bestätigte dagegen noch nichts. An einer Pressekonferenz über ein Doppelbesteuerungsabkommen mit Luxemburg gab der Bundespräsident zu diesem Thema keinen Kommentar ab.

Wie in Bern aber zu erfahren ist, ist das Flugzeug inzwischen in Tripolis angekommen. Sobald der Jet wieder abhebt und die beiden Geiseln an Bord sind, soll in Bern mehr über den Flug zu erfahren sein. Geplant ist gar eine Medienkonferenz.

«Mit Bern vereinbart»

Auch der Industriekonzern ABB, für den einer der Festgehaltenen – Max Göldi – arbeitet, wollte sich nicht äussern. «Wir geben keine Auskunft. Das wurde so mit Bern vereinbart», sagt Sprecher Thomas Schmidt. Ebenfalls nichts sagen wollte der Genfer SVP-Politiker Stéphane Valente, der mit den beiden Geiseln im Mailkontakt steht.

Wie ein Augenzeuge Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtet, hat der grössere der beiden Bundesratsjets heute kurz vor 13 Uhr den Flughafen Bern Belp verlassen. Man habe extra ein Tanklastfahrzeug vor den Flieger gestellt, um den zahlreich anwesenden Journalisten die Sicht zu versperren.

Schweigen im Bernerhof

Dann fuhr eine schwarze Limousine vor und Personen gingen an Bord. Es war nicht ersichtlich, wer die Maschine betrat. Das Aussendepartement liess ausrichten, man wisse von diesem Flug nichts. Die Schweizer Botschaft in Tripolis sagte gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet, man dürfe dazu nichts sagen. Das welsche Magazin «L'Hebdo» hat gestern Abend noch gemeldet, dass die beiden Geiseln heute Dienstag zurückkehren würden.

Bundespräsident Hans-Rudolf Merz selber hüllt sich in der Affäre um die beiden Schweizer Geiseln in Libyen weiter in Schweigen. Seine Sprecher liessen bei einer Medienkonferenz über ein Doppelbesteuerungsabkommen mit Luxemburg keine Fragen zu diesem Thema zu. Rund 30 Medienschaffende begaben sich am Dienstagmittag vergeblich in den Bernerhof, den Sitz des Finanzdepartementes, in der Hoffnung, etwas über das Schicksal der beiden Schweizer und den umstrittenen Vertrag zu erfahren, den Merz in Tripolis unterzeichnet hat. (sam/cpm)

Erstellt: 25.08.2009, 18:13 Uhr

Schweiz

Populär auf Facebook Privatsphäre

Umfrage

Gesetzt den Fall, Geld spielt für Sie eine untergeordnete Rolle. Würden Sie in Andermatt eine Ferienwohnung kaufen?




Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen
Frühlingsdeko
homegate Lassen Sie jetzt schon den Frühling ins Haus. Mehr

In Partnerschaft mit:

Homegate