Schweiz
Libyen-Krise: Was verschweigt Calmy-Rey?
Von Hubert Mooser. Aktualisiert am 04.08.2009 84 Kommentare
Setzt die Schweiz unter Druck: Revolutionsführer Moammar al-Qadhafi
Die Krise
Die beiden Schweizer sitzen seit über einem Jahr in Libyen fest – auf Befehl von Staatschef Moammar al-Qadhafi. Libyens Herrscher ist gekränkt, weil die Genfer Polizei seinen Sohn Hannibal und dessen Ehefrau am 15. Juli 2008 in Genf verhaftet hat und eine Nacht lang festhielt. Qadhafi Junior und seine Frau sollen Hausangestellte misshandelt haben. Worauf Vater Qadhafi zwei Schweizer, die in Libyen arbeiteten, in den schlimmsten Kerker von Tripolis werfen liess. Die beiden wurden zwar schnell wieder aus dem Gefängnis entlassen, warten aber seither in der Schweizer Botschaft auf die Erlaubnis auszureisen.
Der 12. Juli dürfte für den in Libyen festgehaltenen ABB-Kadermann Max Göldi und für den anderen Schweizer ein bitterer Moment gewesen sein: Es war der Tag, an dem die letzte Schweizer Geisel in Mali, von den Entführern freigelassen wurde. Die zwei Schweizer in Libyen warten seit über einem Jahr darauf, dass sie heimkehren dürfen.
«Wieso findet man Lösungen für Mali aber nicht für Libyen», wundert sich Nationalrat Gerhard Pfister (CVP). «Und wieso interessiert es niemanden, ob Bundesrätin Calmy-Rey tatsächlich alles unternommen hat, damit die Geiseln in Tripolis endlich heimdürfen?» Besonders ein Punkt gibt dem Zuger Parlamentarier zu denken: dass mitten in der Krise der Schweizer Botschafter in Libyen, Daniel von Muralt, in Rente gegangen ist.
Keiner im EDA kennt den arabischen Raum besser als der Diplomat mit Berner Wurzeln. Er hat sein halbes Leben im Nahen Osten und Nordafrika verbracht. Von Muralt kennt Land und Leute und ist mit der Kultur vertraut. Als Pfister die Aussenministerin vergangenen Juni in der Fragestunde des Nationalrates darauf ansprach, präzisierte sie: «Der Schweizer Botschafter ist nicht zurückbeordert worden. Er ist in Pension gegangen.» Aber ist das wirklich die ganze Wahrheit? Von Muralt sagt dazu (noch) nichts.
Wann wird von Muralt tatsächlich pensioniert?
Aber Personen aus seinem familiären Umfeld erzählen, der Botschafter werde offiziell erst am 13. Februar 2010 pensioniert. Diese Leute erzählen auch: Der Botschafter beziehe bis Ende August noch Ferien. Trifft dies zu, steht er auch jetzt noch auf der Lohnliste des EDA. Hat sein Abgang also einen anderen Grund?
Seit Wochen gehen in der Bundesverwaltung darüber verschiedene Geschichten herum: Botschafter Daniel von Muralt und Aussenministerin Micheline Calmy-Rey sollen mächtig Krach haben – weil sie unterschiedlicher Meinung waren, wie man das Problem mit Libyen lösen könne. Als Folge davon sei von Muralt in die Schweiz zurückgekehrt. Ob freiwillig oder nicht, ist nicht klar.
Der Streit wird aber auch durch E-Mails belegt, die der Botschafter an Personen in der Bundesverwaltung verschickte. So hat der Botschafter im Herbst 2008 den Vorschlag eingebracht, der damalige Bundespräsident Pascal Couchepin solle direkt mit dem libyschen Staatschef telefonieren und verhandeln. Denn Moammar al-Qadhafi lehnte und lehnt ein Gespräch mit der Schweizer Aussenministerin ab – weil diese nicht seinem Rang entspricht. Couchepin wäre dazu auch bereit gewesen. Aber Micheline Calmy-Rey legte sich quer.
Libyen hat neuen Botschafter nicht akkreditiert
Viel weiter ist die Aussenministerin mit ihrer eigenen Strategie aber nicht gekommen. Die zwei Geiseln sitzen immer noch in der Schweizer Botschaft in Tripolis, während Qadhafi als Gast des G-8-Gipfels in Italien Helvetien als Mafialand beschimpft, sein gesamte Vermögen von Schweizer Banken abzog und und nebenbei die Einreise eines neuen Schweizer Botschafters monatelang blockierte.
Nach dem Abgang von Muralts im April musste das EDA zudem einen Diplomaten von Kairo nach Tripolis verschieben, damit die zwei Geiseln nicht mutterseelenallein in der Botschaft zurückbleiben. Erst Mitte Juli erhielt der vom Bundesrat als neuer Botschafter gewählte Stephano Lazzarotto eine Einreisebewilligung. Er wird laut EDA vorerst in Libyen aber nur als Geschäftsträger fungieren. Weil Qadhafi keinen neuen Schweizer Botschafter akreditieren will?
Und jetzt muss Micheline Calmy-Rey trotzdem die Hilfe des Bundespräsidenten in Anspruch annehmen – das hat der Bundesrat im Juni so entschieden. Ein Treffen mit Qadhafi fand bisher aber nicht statt. Merz hofft nun auf Vermittlerdienste des Sheiks von Abu Dhabi. Und Micheline Calmy-Rey? Für sie wird die Geschichte auch dann noch nicht zu Ende sein, wenn die zwei Geiseln heimreisen dürfen.
Das EDA war bisher nicht für eine Stellungnahme erreichbar. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 04.08.2009, 21:04 Uhr
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84 Kommentare
Es überrascht mich keinesfalls,dass unsere Aussenministerin bei Ghaddafi keine Chance zur Lösung des Problems erhalten hat. Jedes anstehende Problem mit einem Lächeln zu lösen hat keine Chance, denn da ist harte Arbeit gefragt. Den Schlamassel hat die Genfer Justiz ausgelöst die ja gewusst hat, dass ein solches Vorgehen weitere Probleme nach sich zieht. Herr Merz muss nun das Problem lösen!! Antworten
Ob es uns nun passt oder nicht: die offizielle Schweiz wird nicht darum herum kommen, den Kniefall vor Herrn Ghaddafi zu machen (sich zu entschuldigen, in welcher Form auch immer). Falls nicht, werden die beiden Schweizer bis zum Nimmerleinstag dort fest sitzen. Es gab ähnliche Vorkommnisse schon früher (nicht mit Schweizern). Ein Nachgeben seitens von G. ist nicht zu erwarten. Antworten
@Ruedi Lais: Ein Genfer (Zentrum der Nobelklasse) Justizbeamter, der nicht weiss, wie vorzugehen ist, wenn ein Gadhafi seine Hausmädchen schlägt, ist auszuwechseln. Es geht nicht um den Inhalt, es geht um die Form, die auch für Herrn Lais verletzend gewesen wäre. Im übrigen ist Vater Gadhafi halt nun einmal - ob mit oder ohne Oel - das Staatsoberhaupt eines Staates, mit dem die Schweiz verkehrt. Antworten
@pauli: die tumben linken vorwürfe an andersdenkende werden von Ihnen ja richtig zelebriert: gegen MCR zu sein heisst männlich, rechts, polemisch, SVP! zu platt! übrigens: zu fehlern stehen, heisst nicht, ausweichend zu trötzeln und gleich in kindergarten-manier auf andere zeigen: "der andere aber auch"! ich kenne auch 12-jährige englischsprechende! Qualifiziert dies neuerdings zum BR für die SP? Antworten
mit verknorzten Chauvinisten wie Ghadaffi ua kann eine Dame schwer verhandeln- die Frauen sind ja nur zweitrangige Geschöpfe- ein energischer, lauter Mann würde mehr Eindruck machen. Schade, Frauen haben es immer noch schwer in Ländern die hinter dem Mond leben wie Iran, Lybien, Calmy-Rey hat Ansehen verloren mit dem Kopftuch im Iran- als Schweizer Landesvertreterin hätte sie sich weigern sollen Antworten
OK, wie die hier geführte Kampganie propagiert wird: MCR und die Linken haben versagt, was haben die "patrioten" der SVP und AUNS überhaupt gesagt oder gemacht? nix ... schweigen. Das Problem liegt nicht bei MCR oder dem Bundesrat (die haben schon viele Probleme) , sondern liegt daran: sie verhandeln mit einem Diktator, der asbolute Macht und viel Geld hat. Antworten
Es gibt einen einfachen Grund dafür, dass die Schweiz, d.h. BR MCR, bei der Geiselnahme durch Despot G. nicht einlenken kann: Justiz und Regierung sind unabhängig. Die Genfer Justiz ist zugunsten von G.Juniors Angestellten eingeschritten, was G. Senior als Affront empfindet. Aber: ohne die Ölmilliarden, die aus unserer Energieverschleuderung stammen, wäre G. ein unbedeutender Wüstenzwerg. Antworten
Unglaublich wie viel blödes Gewäsch hier in diesen Kommentaren zu lesen ist. Offensichtlich alles "intelligente" Diplomaten hier. Das einzige Gescheite das ich bis jetzt gefunden habe, war die Aesserung, TAMOEL zu boykottieren. Finde ich auch, und überhaupt, man sollte jeglichen Handel, ob Ein - oder Ausfuhr mit Lybien, einstellen. Antworten
Die ganze sogenannte "Affäre" ist ein Indiz mehr für das mangelnde Rückgrat unserer Landesführung. Auch wir haben libysche Einrichtungen und Personen in unserem Land, welche wir im Gegenzug als Faustpfand nutzen könnten. Aber davor haben unsere "Wir wollen es allen recht machen" - Politiker wahrscheinlich zuviel Angst. Also bleibt uns nur der Kriechgang. Antworten
Calmy-Rey ist als Magistratin für die die Schweiz ohnehin schon lange nicht mehr haltbar. Zudem ist Calmy absolut unnötig - sie schadet nur. Obwohl es sich beim lybischen Staatschef um einen Wahnsinnigen handelt, geht immer das Wohl von CH-Bürgern vor. Persönliche Befindlichkeiten sollten dabei keine Rolle spielen. Ich halte nicht viel von Couchepin - aber er hätte die Schweizer heimgebracht. Antworten
Manche lernes nie und einige die sich für sehr wichtig und klug halten noch vile später. Es ist tragisch, wenn einfache Schweizerbürger dafür leiden müssen. Eine Peerson die Grösse hat, nimmt den Rat von Fachleuten an und handelt zum Wohle der Allgemeinheit und ist nicht nur auf ihr Ego aus. Bei den nächsten Nationalratswahlen hoffe ich, dass die Weiche richtig gestellt werden. Antworten
Wie ich gehört habe, ist Qadhafi in seiner Ehre dermassen verletzt, wenn er oder ein Mitglied seiner Familie in einem Land angeklagt und ausgewiesen wird. Da nützen offenbar alle demokratischen Gesetze nichts. Die "Schweiz" oder eine von Qadhafi anerkannte Vertretung muss zu Kreuze kriechen, damit die 2 Schweizer ausreisen können und ein neuer Botschafter akkreditiert wird. Aber wollen wir das? Antworten
es wäre doch so einfach: "es tut uns leid, wir haben übertrieben gehandelt." es ist schon schlimm genug, dass wir schweizer in der schweiz der staatswillkür ausgeliefert sind. wir verlangen,dass die usa in steuerstreit unsere gesetze auch in usa respektieren, also respektiert doch die lybischen resp. islamischen rechte und gesetze. Antworten
CR hat seit ihrem Amtsantritt ständig und immer wieder bewiesen, dass sie von Diplomatie keine Ahnung hat, dazu fehlt ihr zudem die Kompetenz als Führungsperson. Sie hat bis heute unserem Land mehr Schaden zugefügt als für unser Land verträglich ist. Im Fall Lybien hat sie wiederum voll versagt. Ihr einziges Interesse ist die Selbstdarstellung, aber darauf kann verzichtet werden. Antworten
Bravo Frau Calmy Rey Lassen Sie Sich nicht erpressen. Und die Herren die in Lybien gefangen sind wussten schon vorher wohin Sie Sich begeben. Wer Sich solchen Gefahren aussetzt muss hinterher nicht weinen. Alle Produkte aus Lybien sollten sofort aus der Schweiz verbannt werden. Rolf Antworten
Unglaublich was da seit einem Jahr mit unschuldigen Schweizerbürgern passiert. Und was macht unsere Calmy-Rey? Einfach nichts, absolut unfähig diese Frau! Es müsste doch Tag und Nacht an einer Lösung gearbeitet werden, um endlich dem Drama nach einem Jahr ein Ende zu setzen. Was müssen die Festgehaltenen und deren Angehörigen wohl denken von einer solchen Regierung! Was ist das für ein BR?!! Antworten
@Heinz Conrad: Sicher sind auch Putzfrauen Menschen. Es ist aber in der Schweiz Mode geworden, dass Leute, die nicht Putzfrauen von Qadhaffi-Junior sind, auf der Strasse zusammengeschlagen werden, ohne dass die Polizei um der Show willen mit einer Hundertschaft ausrückt. Danach wäre es sicher sinnvoll gewesen, sich zugunsten der Geiseln zu entschuldigen. Ich denke, so hat es Dani Meier gemeint. Antworten
Wenn sich Frau Aussenminmisterin querlegt, wenn ein anderes Staatsoberhaupt nicht mit dem Aussenminister (sondern eben dem Staatsoberhaupt) reden will, hat sie von Diplomatie nichts verstanden und ist als Aussenministerin fehl am Platz. Am Anfang ist es der Schweiz ganz gut gelungen, die Krise zu deeskalieren, ohne sich erpressen zu lassen. Dann ging nichts mehr! Warum? Antworten
"Aussenministerin Calmy-Rey und ihr Botschafter in Libyen sollen grosse Differenzen gehabt haben".... ich wusste nicht dass Frau Calmy-Rey persönliche Botschafter unterhält. Ich persönlich würde mich lieber an den SCHWEIZER Botschafter halten. Antworten
Grösse als Staatsmann,Politiker,jeder Chef,an seinem Posten,männlich oder weiblich, zeigt,wer auf Mitarbeiter hören und deren Rat in seinen Entscheidungen berücksichtigt.Herr Daniel von Muralt hätte das Problem gelöst.A lles,was die Schweiz in den letzten Jahrzehnten in Libyen aufgebaut hat,wurde zerstört.Anscheinend ist Politikern, Bankern,etc.ihr eigenes EGO wichtiger,als das Wohl des Landes. Antworten
Immer wieder wird scharf geschossen. Kommentare ueber Calmy--Rey sind sowenig am Platz, wie solche ueber Widmer-Schlumpf. Die Kommentatoren wissen ja alles besser, aber es ist zu bedenken, dass das Parlament die Bundesraete waehlt. Passen diese den Schweizern nicht mehr, muessen zuerst in den Kantonen von den Buergen bessere Leute nach Bern gewaehlt werden. Vorschlaeg werden erwartet ! Antworten
Frau Calmy Rey hat der Schweiz in ihrer Rolle als Aussenministerin schon massivst geschadet. Dass jetzt auch noch Bürger, die in Lybien gefangen sind, unter ihrem falschen Stolzes leiden, ist unerträglich. Weshalb hat sie sich bei den Geiseln in Mali mehr bemüht? Klar doch, es war ja ein eigenes Parteimitglied. Antworten
Allen Recht getan ist eine Kunst, die niemand kann. Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr. Die Diskussion ist wohl angeregt, aber wenig sachlich. Diplomaten, Bundesräte, Staatschefs, Kommentatoren, alle können sich täuschen. Fingerspitzengefühl ist gefragt und nicht Selbstzerfleischung wie beim Hahnenkampf. Der Wüstenwind bläst Sand ins Getriebe und wer die Wüste kennt, stellt sich darauf ein. Antworten
@A. Christen: Das hier ist nicht die Volksmeinung Herr Christen - da handelt es sich um hochfrustriertes Geplapper! Es ist immer einfach Leute fertig zu machen. @Hans Brittmann: Der einzig gute Vorschlag in diesem Block haben Sie mit "TAMOIL" gebracht! Das wäre konsequent. Frau Calmy R macht dies schon ganz gut! Gäbe es einen besseren BR? Welchen??? Antworten
Einmal mehr entsprechen bei Frau Bundesrätin die Worte nicht den Taten: sie tut nicht was sie sagt! Sie macht zum xten Mal Versprechen, leichtfertig schafft sie Erwartungen und schürt Hoffnungen. Die Konsequenz: diese Frau hat jede Vertrauenswürdigkeit verloren, sie ist nicht mehr glaubwürdig. Antworten
Eigentlich müsste Frau Calmy ein Departement FÜHREN, stattdessen steht sie für die Unfähigkeit der Mehrheit des Bundesrates. Ausgerechnet die Diplomatie, auf die die Schweiz früher zu Recht stolz war, hat sie mit ihren Possen weitgehend zerstört. Es wird Jahre dauern, bis der von ihr hinterlassene Scherbenhaufen wieder aufgeräumt ist. Aber jedes Volk hat die Regierung, die es verdient! Antworten
Wieso Fehlverhalten einer BR CR? Hat sie etwa den "Schöngeist" des Qadaffi Sohns abführen lassen und etc? Hat sie etwa jemandem geschlagen? Eure Logik ist irreführend und allen, die MCR in diesem Blog angreifft ist zu sagen, dass ihr direkt auch unser Staat angreifft, anstaat sich über die Willkür eines Qadaffi zu empören. Keinen Benzin kaufen an der Tamoil - ist kluger, als eigene BR CR angreifen Antworten
Unglaublich, was sich dieser menschenverachtende und sexistische Lybische Diktator leisten kann. Unglaublich aber auch das Verhalten des EDA und des Bundesrates. Nur weil mittlerweilen selbst Obama diesm widerlichen Individuum aus Lybien die Hand schüttelt, sollte sich die Schweiz nicht erpressen lassen. Sie hat richtig gehandelt. Jetzt muss sie strategisch klug handeln. Smart. Nicht bockig. Antworten
Aber haben nicht WIR diese Frau als Bundesrat vorgeschlagen, bzw. das Parlament welches das Volk wiederspiegelt? Darum - Volkswahl des Bundesrates so lange die Schweiz noch irgendwie zu retten ist bevor sie von den *immer nur lächelnden* Bundesräten total verraten, und verkauft wird! aw Antworten
Ich sehe bei CMR keinen Verwendungszweck. Sie schadet der Schweiz leider mehr als sie dient. Mit zwei Frauen die immer nur Lächeln kommen wir in der Politik nicht weiter. Warum hat CMR die Mali Geisel am Flughafen abgeholt, gibt es einen Sinn? Die haben sich doch selbst in Gefahr gebracht. Die beiden ABB Leute jedoch hatten dort Gearbeitet bis man dem Sohn auf den Fuss trat, Rache, ja die ist es. Antworten
@a.müller: sicher nicht müssen wir uns der islamischen Mentälität anpassen, Sie dürfen in GB auch ruhig rechts fahren, wie in der CH. Aber wenn Sie in GB ein Ziel erreichen wollen, müssen Sie sich wohl oder übel ETWAS anpassen, zB links fahren! Darum auch nichts gegen Dickschädel - aber wenigstens sollte ein von BEIDEN Seiten akzeptierter Diplomat verhandeln, sonst gibt's ein Crash. Antworten
@robert roger: m.E. treffen Sie den Nagel auf den Kopf! Leider gibt es noch "Kulturen", wo Frauen Menschen 2.Klasse sind. Das ist hässlich. aber genauso dumm wäre es, Qhuadaffi Anstand und Respekt beizubringen. Mann/Frau sollte sich errinnern, wie er seinerzeit konsequent bei seinem Sohn reagiert hatte! So eine Sprache würde er auch bei einem geeigneten Schweizer-Diplomaten verstehen... Antworten
Ein Artikel mit ziemlich heisser Luft: Eigentlich wiess niemand nichts genaueres. Es wird zwar «gemutmast», «man hört», «es ist nicht klar, ob» und die Sätze mit Fragezeichen am Schluss sind fast in der Überzahl. Aber macht nichts: Man glaubt, was man glauben will und kommentiert dann drauf los. @ An alle: Diplomatie ist ein heikles Geschäft. Man sollte nicht alles glauben, was so geschrieben wird Antworten
Es geht doch nicht um links oder rechts! Es geht darum, dass MCR einfach schlicht nicht fähig ist sich auf der politischen Bühne angemessen (das heisst nicht zuletzt zum Nutzen der Schweiz und ihrer Bürgerinnen und Bürger) zu bewegen. Was hat sie denn erreicht? Wem glauben wir, MCR oder angesehnenen Spitzenfunktionären die sich mehrmals bewiesen haben? Der ganze BR ist einfach madig zurzeit... Antworten
Man könnte meinen hier ginge es um Links oder Rechts. Frau CR ist für die CH mit Sicherheit die stilvollste Vertretung! Erinnern wir uns doch mal an Merz in Deutschland mit Steinbrück-das war denn eine Nullnummer. Wer wäre dann die richtige Person fürs EDA? Etwa Blocher?? Antworten
@Holmes. Soso das linke Lager steht nie zu den eigenen Fehlern? Zur Erinnerung: Blocher hat als BR Volk und Parlament angelogen und als Nationalrat für eine andere NR "schwarz" abgestimmt. Das hat die "Rechte" kaum gestört. Frau Calmy-Rey kann sich wenigstens auf Augenhöhe mit Frau Clinton in sauberem englisch unterhalten, was ja bei einem Purezmorge oder am Stammtisch nicht nötig ist. Antworten
@Ernst Pauli: Wie können Sie nur schreiben, alle seien rechts, wo an Frau Calmy-Rey Kritik üben. Dies ist doch etwas billig von Ihnen. Sie ist doch eine Selbstdarstellerin, und andere Meinungen, als die Eigene lässt Sie schon gar nicht gelten. Und auch kann, und steht Sie nie zu einem Fehler,welchen Sie begangen hat. Und dies wäre wahre Grösse...Bin in keiner rechten Partei, wie Sie gerne hätten.. Antworten
An alle Kommtare, die sich auf die Aussagen von Herrn Kraus beziehen.. Er schreibt am Schluss in Klammern "LOL" was für "laughin out loud" steht... damit will er zeigen, dass sein Kommentar nicht ganz ernst gemeint ist. Dass M C.-R. seit einiger Zeit die falsche Person auf Ihrem Posten ist, haben mittlerweile alle wohl verstanden. Antworten
Blocher hatte in der Türkei einmal Bauchweh und wurde deshalb abgewählt. Die Schweiz hat Dank Calmy seit Jahren Bauchweh und nichts passiert. Kolumbienaffäre, Iran-Affäre, Lybien-Affäre, Israel-Affäre, Vernachlässigung der Europapolitik (Steinmeier), Vorpreschen im Kosovo mit Folgeproblemen in Serbien und Russland, (hab ich was vergessen?) Antworten
Mme C-R ist die voellig falsche Person als Aussenministerin ! Wie kann unser Parlament diesen Eskapaden, Profliierungsneurosen und Fehlleistungen noch zusehen? ! Wenn man Blocher aufgrund seines Charakters abgewaehlt hat, dann verdiente C-R eine Abwahl umso mehr. Zu Qadhafi: eine Klage der Festgehaltenen ueber ein paar hundert Millionen in New York waere das probabte Mittel gegen Q Antworten
Nein, Herr Pauli. Keine Überraschung ist, dass das linke Lager einfach NIE zu eigenen Fehlern stehen kann. Kaum fabriziert diese Selbstdarstellerin wieder mal einen Landschaden stellen sich sämtliche linke Kommentatoren in vorauseilender und nichts-hinterfragender Art und Weise schützend vor Calmy Rey. Aber easy, hauptsache man steht für das Soziale ein, nicht wahr. ;-) Dann ist alles erlaubt. Antworten
Wenn man den Artikel genau durchliest,bekommt man den Eindruck,dass im EDA viele "Köchinnen und noch vereinzelte Köche" am werken sind und sich ganz schön bekämpfen.Machtpolitik und überzogene Medienpräzenz von BR Micheline Calmy-Rey prägen den Alltag.Der Schutz der CH-Bürger in Libyen wird durch die EDA-Chefin sträflich vernachlässigt.Wann wÃrd dieses selbstherrliche Getue endlich abgestellt? Antworten
Es geht nicht um den Rang von BR CMR, sondern um die Tatsache, dass sie eine Frau ist. Das 1x1 ist der Diplomatie ist doch, lerne das Gegenüber kennen und entsende eine geeignete Person. Dass eine Frau in dieser Männerdomäne fehl am Platz ist, liegt auf der Hand. Dies umso mehr, wenn sie keinen Fürsprecher hat. Die eigene Unfehlbarkeit ist noch das Pünktchen auf dem i. Antworten
Kann mir mal jemand erklären, weshalb wir nicht bei den G8 Staaten intervenieren, wenn sie einen Geiselnehmer empfangen? Und @ Herr Kraus: wenn unser Geiselnehmer aus Libyen (man beachte die Schreibweise...) ein Problem mit Frauen hat, sollte er nicht auf der Weltbühne agieren. Aber er darf ja auch bedienstete verprügeln. Meine Gedanken sind auf jeden Fall bei den Geiseln und deren Familien! Antworten
Micheline Calmy-Rey sollte endlich mal einsehen, dass das EDA für sie nicht der richtige Arbeitsplatz ist. Ihre skurrilen Ansichten und ihre teilweise eigensinnigen unkoordinierten Initiativen schädigen das Image der Schweiz. Ein Wechsel ist längst überfällig. Antworten
Eine Bitte an unsere Aussenministerin, lassen Sie die Profis die Arbeit machen und setzen Sei einfach nur den Stempel darunter. Ich sage dem Doktor ja auch nicht wie er das Skalpell bei der Operation zu führen hat, auch wenn ich Vorsteher des Gesundheitsdepartements wäre. Aber zum Wohle der Schweiz aus dem Rampenlicht zurückzustehen ist eben nichts für Politikerinnen. Antworten
Eines ist schon heute so sicher, wie das amen in der kirche: Am Tag an dem die beiden Geiseln nach einer Freilassung endlich in die Schweiz zürckkehren werden, wird sich Frau Calmy vor den Medien mit strahlendem Lächeln mit ihnen präsentieren. Arme Schweiz, du hast eine andere Aussenpolitik verdient... Antworten
Auch in diesem Fall zwingt sich einem die Erkenntnis auf, dass Calmy-Rey an der Spitze des EDA völlig fehl am Platz ist, hat sie doch eine erfahrene Person kaltgestellt, die im Gegensatz zu ihr etwas versteht vom arabischen Raum. Nach den neuesten Ausfälligkeiten Gaddafis bleibt allerdings zu hoffen, dass die Schweiz nicht (schon!) wieder kuschen wird, sondern für einmal Standhaftigkeit beweist. Antworten
Es ist unglaublich, aber es ist das Verhaltensmuster von Frau C-R. Dass ein solcher Streit, ohne Einfühlungsvermögen in arabische Gegebenheiten- C-R kennt offensichtlich nur Genf und dort fehlt das Gleiche- auf den Schultern von armen Schweizern ausgetragen wird darf nicht war sein. Anerkennung des Präsidenten der CH, stärken seiner Position wäre oberstes Gebot. Nur was machen wir , wenn dann... Antworten
Peinlich, wie hier wieder mal auf CMR rumgehackt wird. Es sind oft die gleichen Leute, die Härte gegen Ghadaffi verlangen und sein Verhalten nicht akzeptieren wollen. Aber wenn es darum geht unserer Bundesrätin einen auszuwischen, ist auch der Despot aus Libyen willkommen. business as usual.... Antworten
Wieder einmal sind unschuldige Bürger die Leidtragenden, wegen unfähigen Behörden und Politikern. Es war ja abzusehen, dass die Verhaftung von Qhadafi-Junior Konsequenzen haben wird. Die Schweiz zahlt am Schluss noch Millionen für die Freilassung, alles wegen einer Putzfrau welche geschlagen wurde! Wer zahlt's? Antworten
Eine kritische Frage habe ich: Die Schweiz vertritt die Rechte der USA im Iran sowie in Kuba, gerade jetzt verhandelt man (oder Verhandlungen stehen zumindest bevor) mit dem Iran um Freilassung der beiden US Wanderer. Wieso um alles in der Welt setzen sich die USA nicht einmal für die Schweiz ein? Ein bisschen politischer Druck von einem mächtigen an Berlusconis tollem Gipfeltreffen... Antworten
Dies ist der zweite Arabienkenner welche MCR eliminiert. Die kulturelle Sensibilität von MCR lässt alleweil zu Wünschen überig. Nachdem sie eine Botschafterin in den Iran geschickt hat wird sie wohl als nächstes auch eine Frau als Botschafterin nach Saudiarabien entsenden. Die Konsequenzen sind absehrbar. Antworten
@Rüdiger Kraus: Also ist es richtig die verachtende Welt in Libyen zu akzeptieren und wir müssen uns entschuldigen? Wir müssen die 2 Schweizer da raus bekommen aber danach kann man das Land gerne unbeachtet lassen...denn für die Schweiz spielt Libyen eine sehr kleine Rolle. Antworten
Unglaublich!!! Der mutmassliche Terrorist Quadhafi führt die Schweiz an der Nase herum, schikaniert uns und fühlt sich noch im Recht. Da muss ich doch mal sagen, wissen unsere "Bundesräte" eigentlich, was Ihr Job ist? Ich finde das eine Beleidigung für das Schweizer Volk, sich von solch einem Typen so demütigen zu lassen!! Ausserdem sollte man Frau Calmy-Rey das Mandat für Lybien entziehen. Antworten
tatsache ist, dass der bundesrat es verschlafen hat massnahmen gegen lybien zu ergreifen. da wären: konten sperren, oelimport stoppen oder vermindern, botschafter zitieren, oder freunde vom quadhafi zu hilfe nehmen. frau calmy-rey ist meines erachtens fehl am platz in ihrem posten. nett lächeln zu allem was aufgetischt wird wird langsam zur schweizer tugend. leider! Antworten
MCR sollte endlich akzeptieren,dass Ghadafi eine andere Einstellung zu Frauen pflegt,als dass Sie Sich dies gewohnt ist.Und da die Schweiz nun mal mit den Lybiern "dealen" will,sollte unsere Magistratin auch konsequent/realistisch genug sein,anstatt sich querstellen.Aber eben es ist ja ausschliesslich die Rechte,welche die Globalisierung verleugnet (LOL). Antworten
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Christine Keller
Jetzt soll also Calmy-Rey an allem schuld sein ... also wirklich ! SIE hat sich von der Ghadafi Mafia nicht erpressen und vorführen lassen ein Pajass, SIE wenigstens hat die Interessen des Staates Schweiz gewahrt, wie sie es einst geschworen hat. Nicht wie ein gewisser Bundesrat der findet, Merz habe alles sehr gut gemacht, obwohl er sich sonst ach so patriotisch gibt.... Antworten