Schweiz
Luftwaffenchef: Nur die Schweiz ist nicht ständig in Alarmbereitschaft
Interview Matthias Chapman. Aktualisiert am 26.08.2010 70 Kommentare
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Markus Gygax hat Karriere beim Militär gemacht. 1970 absolvierte er die Rekrutenschule. Im 2008 übernahm er die Führung der Luftwaffe ad interim. Seit Februar 2009 ist er fest eingesetzt. In zwei Jahren erreicht Gygax das Pensionsalter. (Bild: Keystone )
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Herr Gygax, wie fällt Ihre Beurteilung aus Sicht der Luftwaffe zum gestrigen Verschiebungsentscheid bezüglich Tiger-Teilersatz aus?
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Der Bundesrat hat klar deklariert, dass er die Notwendigkeit für einen neuen Flieger sieht und auch einen will. Darum hat er auch das VBS beauftragt, sich des Themas anzunehmen. Dies vorerst die Finanzierung, später die Umsetzung betreffend.
Gibt es bei Ihnen gar keine Enttäuschung?
Klar, wir hätten die Flieger auch früher genommen. Aber es war ja nicht ein Nullentscheid des Bundesrates, sondern eine Verschiebung. Ich bin zuversichtlich, dass wir den Tiger F-5 auf diesem Weg rechtzeitig ersetzen können.
Wenn die neuen Flieger spätestens 2020 kommen, sind Sie nicht mehr Luftwaffenchef. Gibt es da Wehmut?
Ich wäre auch 2015 nicht mehr dabei gewesen, ich erreiche in zwei Jahren das Pensionsalter. Aber ich habe bei der Luftwaffe seit meiner Rekrutenschule 1970 genug erlebt. Ich bin all unsere verschiedenen Flugzeugtypen in der Luftwaffe geflogen.
Sind Ihre jungen Piloten, die den neuen Flieger 2015 hätten fliegen können, enttäuscht vom Verschiebungsentscheid?
Ich habe davon nichts gespürt. Wir haben mit dem F/A-18 einen so guten Flieger, der Schritt zur nächsten Generation ist auch nicht mehr so gross.
Wie lange können Sie denn den Tiger noch einsetzen?
Ich gehe davon aus, dass ich von der bestehenden Tiger-Flotte – das sind 54 von ursprünglich rund 100 – die Hälfte noch bis Ende dieses Jahrzehnts einsetzen kann.
Was können denn die Tiger F-5 nicht, was heute eigentlich erforderlich wäre?
Sie haben keine Bewaffnung, die sie in Wolken sowie bei Nachtflügen einsetzen könnten. Nachträglich mit solchen Waffen bestücken, macht keinen Sinn, weil der Flieger nicht über die nötige Elektronik verfügt, die dafür notwendig ist. Deshalb kann ich den Tiger nur noch bei Tag und ausserhalb von Wolken einsetzen. Im Luftpolizeidienst geht das aber und sein Einsatz hilft mir, die F/A-18-Flotte zu entlasten. Das verlängert die Lebensdauer unserer neusten Fliegergeneration.
Im Zusammenhang mit der Verschiebung wurde von Know-how-Verlust bei der Luftwaffe gesprochen. Ist das schwerwiegend?
Sollte der Entscheid für einen neuen Flieger in den nächsten fünf Jahren fallen, erachte ich das für nicht schwerwiegend. Das Knowhow, das wir uns jetzt schon bei den Evaluierungen erarbeiten konnten, lässt sich auch dann noch einsetzen. Zudem verfügen wir mit dem F/A-18 über einen der modernsten Flieger in Europa. Wir können uns mit anderen Nationen in Europa bestens messen.
Sie haben noch 33 F/A-18 sowie bis Ende dieses Jahrzehnts noch knapp 30 Tiger. Was können Sie damit noch machen und was nicht?
Diese Flotte reicht für Luftüberwachung und Intervention in Friedenszeiten. Nennen wir unsere Aufgaben in drei Teilen: Erstens, der Luftpolizeidienst in Friedenszeiten. Dafür reichen mir die 33 F/A-18, die Tiger brauche ich nur zur Entlastung. Zweitens, Einsätze in international angespannter Lage wie zum Beispiel der erste Irakkrieg. Damals verlangte die Landesregierung von uns, dass wir den Luftraum intensiv überwachen, um unerwünschte Überflüge zu verhindern. Für solche Szenarien brauche ich 40–50 Kampfjets. Drittens der Konfliktfall, also mit Feuergefechten. Dafür bräuchte ich eine Flotte von 60–70 Fliegern. Und nun zurück zur Frage: Angenommen ich bin rund um die Uhr mit je zwei Maschinen in der Luft, dann würde mir die derzeitige Flotte für zwei bis drei Wochen reichen. Spätestens dann nimmt unsere Flugaktivität ab, weil die Flieger wieder gewartet werden müssen.
Nehmen wir den Fall erster Irakkrieg. Wie sah das damals aus?
Wir waren während diesen zwei bis drei Wochen konstant in der Luft. Aus Neutralitätsgründen sollten unerwünschte Überflüge verhindert werden. Die Schweiz hätte ja für bestimmte Länder eine Abkürzung bedeutet. Dabei variierten wir die Einsätze. Manchmal waren nur zwei Maschinen in der Luft, manchmal vier. Es ging um die Beobachtung des Luftraums. Als wir sahen, dass gewisse Verschiebungen nur in der Nacht stattfanden, konnten wir uns darauf einstellen und die Flugintensität reduzieren.
Bald findet in der Schweiz der Frankophonie-Gipfel statt. Im Januar wieder das WEF. Können Sie den Schutz für internationale Konferenzen weiter garantieren?
Weil planbar, sind solche Ereignisse für uns gut zu bewältigen. Dafür reichen eigentlich die 33 Maschinen der F/A-18-Flotte. Während die neuen Flieger den Davos-nahen Raum überwachen, setzen wir Tiger im Westen des Landes ein. Während des WEF sind wir konstant in der Luft. Zwischen Mitternacht und morgens 6 Uhr gibt es eine kleine Pause. Die Leute am WEF sind dann nicht in einem Konferenzraum konzentriert, sondern an verschiedenen Orten untergebracht. Die Gefahr eines grösseren Anschlags ist kleiner. In dieser Zeit sind wir am Boden aber in Alarmbereitschaft. So können wir die Flotte entlasten. Den Konferenzschutz dieser Art können wir so bis Ende des Jahrzehnts gewährleisten.
Die Schweizer Luftwaffe ist nicht konstant in Alarmbereitschaft, sondern nur während der «Bürozeiten», wie Bundesrat Ueli Maurer es einmal ausdrückte. Warum?
Der politische Auftrag ist nicht so. Wir könnten das zwar, würden das aber nicht lange durchhalten. Dazu fehlen und die nötige Anzahl Piloten sowie weitere Kapazitäten bei der bodengestützten Überwachung des Luftraums. Es gab diesbezüglich aber eine Motion, die das forderte. Der Bundesrat hat dies begrüsst und wird uns beauftragen, eine solche «Quick reaction alert» zu ermöglichen. Das dauert aber rund fünf Jahre. Im Übrigen haben die meisten europäischen Staaten eine solche Rund-um-die-Uhr-Alarmbereitschaft. Bewaffnete Kampflugzeuge am Boden, die sofort starten können.
Sollte also in der Nacht ein Flugzeug unerlaubt in unseren Luftraum eindringen und auf ein AKW zusteuern, dann könnte man dieses nicht abfangen?
Nein, das ist nicht möglich. Das war ja aber auch im Fall 9/11 nicht möglich. Selbst die stärkste Luftwaffe der Welt war hier machtlos. Um solche Fälle zu verhindern, brauchen Sie einen Tipp. Sprich gute Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten.
Eine Armee hat man auch zur Abschreckung. Und dazu gehört die Luftwaffe. Wie schätzen Sie die Signalwirkung durch den Verschiebungsentscheid gegenüber dem Ausland ein?
Unser Land wird von aussen mit einem starken Wehrwillen identifiziert. So gesehen dürfte dieser Entscheid im Ausland schon ein Stirnrunzeln auslösen. Das ist natürlich nicht ein sehr gutes Zeichen.
Wie steht die Schweizer Luftwaffe im internationalen Vergleich da?
Der technologische Stand des F/A-18 und die Ausbildung unserer Piloten ist so gut, dass wir uns bestens mit den anderen Nationen messen können. Unsere Luftwaffe steht im internationalen Vergleich sehr gut da.
Sie sagen, Sie messen sich regelmässigen mit anderen Luftwaffen. Sehen Sie einen Unterschied zwischen Ihren Piloten und denen von kriegserprobten Ländern wie Deutschland, Frankreich oder Italien?
Bei den von Ihnen erwähnten Nationen merkt man das nicht. Diese Luftwaffen sind ja nicht in richtige Kriegshandlungen mit einem richtigen Gegner involviert. Anders sieht das aus bei Israel. Diese Piloten haben eine riesige Erfahrung in sogenannten «Hot Missions», wo es um Leben und Tod geht. Dazu sind sie von Ausrüstung, Ausbildung und politischer Unterstützung her gesehen absolut top.
Fliegen Sie selber noch?
Ich fliege noch den PC-7, das ist eine Propellermaschine. Gelegentlich fliege ich auf dem Rücksitz der F/A-18 mit, um einen Einblick in die Arbeit meiner Leute zu erhalten.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 26.08.2010, 16:58 Uhr
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70 Kommentare
Klar ist das WEF inzwischen zu einer Art Daseinsberechtigung geworden für die Luftwaffe. Zumindest steht man während dem WEF im Rampenlicht. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass während dem ganzen Jahr LUV-Einsätze stattfinden. Ich finde es aber bedenklich, dass wir nur 24 h überwachen können (mit Radar). Interventionsmöglichkeiten gibt es momentan nur werktags von 8-12 und 13-17Uhr! Antworten
@christoph scheidegger: Ich habe nie gesagt, dass eine Kampfdrohne nicht möglich wäre. Ich habe nur erwähnt, dass ein solches System sicher nicht billiger ist als ein Jet mit Pilot. Zudem ist mir bei den Luftpolizeieinsätzen immer noch lieber, wenn ein ausgebildeter Pilot die Identifikation durchführt und dann "vor Ort" über Massnahmen entscheidet. Der letzte Drücker ist und bleibt beim Piloten! Antworten
In Ö. löste man den Neutralitätsfall 1991 so, daß man nach tagelanger, folgenloser Verletzung unseres Luftraumes (zuerst schaute man den Aufklärungsflügen der serbischen Luftwaffe bis in den Raum Graz nur untätig zu) dann bordkanonenbewehrte Saab Draken einsetzte, die nicht einmal mit Luft-Luft Raketen bestückt waren. Diese mußten dann entlang der Grenze Patrouille fliegen. Antworten
Statt bei Hilfeleistungen im Ausland klapprige Flugzeuge einzumieten, täte die Schweiz besser daran, drei Transportflugzeuge neuster Bauart (A400M) plus ein repräsentatives, neues Geschäftsreiseflugzeug für die Landesregierung anzuschaffen. Dem Image der Schweiz wäre damit sicher mehr geholfen als mit den teuren „toys for the boys“. Antworten
Dafür brauchen wir eine Flugwaffe: wir wähnen uns von der NATO geschützt, die sich von den USA geschützt wähnt. Letztere gehen bald pleite. Wer in Europa dann noch eine Flugwaffe hat, wird sie im Ernstfall zum eigenen Schutz einsetzen, weil so sind wir halt, Europäer. D.h. wer immer dann Lust hat, kann uns mit einer Handvoll Jets und einem Tankerflugzeug drohen. Antworten
@ Renato Saxer : ein bewaffnetes drohnensystem könnte für die interessen der schweizer wirtschaft sehr vorteilhaft sein und die umweltschützer vor ohren- oder kopfweh schützen. - ferner wären geeignete helikopter alleweil vielseitig einsetztbar, das kann ja so niemand abstreiten. schliesslich sind pilatus-flugzeuge weder zu vergessen noch zu verachten..! Antworten
Wie haben wir beim 1. Irakkrieg doch alle gezittert... Selbst unsere gsoa-Hardliner waren froh, dass in Dübi die Maschinen warme Triebwerke hatten. Dass die CH keine echten Kampfhelikopter hat (dafür weniger Panzer), begreife ich noch immer nicht. Wie der nächste Konflikt aussehen wird, weiss keiner. Und wer wirklich Steuern sparen will, sollte auch die Grossbanken abschaffen. Antworten
Der F5 ist noch lange nicht tot, aber wir verkaufen sie der US Navy, welche sie 'refurbisht' und als ausgezeichnete 'Marköre' bei der Kampfausbildung einsetzt. Die Ausbildner in den F5 sind den Profi-Piloten mit den 'Super Hornets' meist überlegen. Es geht hier einfach nur um viel zuviel Geld. Wer von der Beschaffung neuer Flugis profitiert, verbreitet nun Halbwahrheiten, damit gekauft wird! Antworten
Die Kommentare zeigen mir, dass viele der Schreibenden nicht viel von der Schweizer Luftwaffen verstehen. Aus meiner Sicht sollte die GSoA-Initiative über den Kauf von neuen Kampfjets möglichst schnell dem Stimmbürger zur Abstimmung unterbreitet werden. Antworten
Eins muss klar gestellt werden: Die amerikanische Luftwaffe war am 11. September nicht machtlos, sondern war während beinahe 60 Minuten, nachdem klar war das es sich um eine Entführung handelt, schlicht untätig. In über 60 Fällen im selben Jahr stiegen während weniger Minuten Militärjets auf um einzugreifen. Es musste ja damals neuerding zuerst das Pentagon um Erlaubnis gefragt werden... Antworten
Friede Freude Eierkuchen. Einige Kommentatoren hier haben offenbar Mühe, in Szenarien zu denken. Szenarien, die an vielen Orten dieser Welt Realität sind. Ein paar Reisli - nicht nur nach Ibiza und auf die Malediven - würden nicht schaden. Risiken sind mögliche künftige Realitäten. Ich nehme mal an, all diese weisen Zukunftsvorherseher haben auch die Finanzkrise vorhergesehen. Antworten
Im Konfliktfall wären auch 70 Jets innert Kürze nur noch 40, repektive bald einmal 0. Es ist erstaunlich, dass die Armee im Zusammenhang mit der Luftwaffe die sonst viel beschworene Aufwuchsfähigkeit schlicht ignoriert. Um im Konflikt Ersatzflugzeuge zu bekommen, müssten wir in einem Bündnis sein. Antworten
Ist ja kein neues Problem, aber was können wir machen, nachdem Alt-BR Schmid dies so vernachlässigt hat. Das Problem war ja schon bei der F/A-18 Beschaffung bekannt. Wir werden wohl längerfristig den Laden dichtmachen können, den eine F-35 oder Eurofighterbeschaffung ist die einzige Lösung für die nächsten 30 Jahre, aber ist und konzeptionel zu teuer. Antworten
@A.Köppel @M.Ebner: vielen Dank! Dann machen es die FLer aber cleverer als die CH! Die profitieren enorm von ihren 'Banktresoren mit Schwarzgeldern aus aller Welt' u lassen sich hofieren. Das hat der Fürst wunderbar eingefädelt. Wo sind in CH die mutigen und cleveren BR, die das für uns CHler einfädeln? FL erstickt ja fast in Goldbarren und lassen uns rundum bluten?! @gigi gallen:Genau so ist's!! Antworten
warum kann die ubs der schweiz nicht ein langfristiges darlehen gewaehren? aufgrund der besorgniseregenden geopolitischen entwicklungen, glaube ich kaum, dass die schweiz bis ins jahr 2020 warten soll. mangelt es unseren br ein bisschen an phantasie? Antworten
Mit der EU: Also dann wollt Ihr tatsächlich CH-Soldaten auch am Hindukusch oder wie einige EU-Staaten damals auch in den Irak gehen? Oder doch nur Rosinenpicken: Die Eu soll gefälligst die CH Schützen!? Also wollt Ihr die Neutralität untergraben weils heute und jetzt billiger sein könnte? Einfach mal Nachdenken. Antworten
Das ist die Folge von Jahrzehnten von Inkompetenz und einer Politik die Nahe am Landesverrat war: Aber Herr Gygax war an diesem Trauerspiel beteiligt und hat dafür einen (im Vergleich zu ausländischen Piloten und Offizieren) hohen Lohn (Schweigegeld?) bezogen. Wir brauchen eben nicht nur den TTE (TigerTeilErsatz) sondern auch den VPOE (VollständigerPolitiker+OffiziereErsatz). Antworten
Der Rüstungschef darf seinen Hut auf Ende Juni 2011 nehmen. Kostet ja auch fast nichts, gut gespart, Ueli Maurer. Weg musste er, weil er ein Befürworter der Gesamtverteidigung mit der EU zusammen ist. Also ein Mann, der klar denken kann in diesem Club. Deshalb muss er weg. Die SVP wird das ihren Wählern nicht sagen, sie möchten lieber Geld im Sozialbereich sparen. Das Land muss dümmer werden! Antworten
@M. Puls: Die Grenze wird mit CH-Zöllner gesichert. Das FL hat auch den CHF. Die FLer haben seit 1923 einen Zollvertrag mit CH. Die FLer haben dafür etwas an Boden abgetreten damit das Rheintal für die CH besser zu verteidigen war. Das FL hat keine Armee - bei ca 35000 Einwohnern auch nicht sinnvoll. Und bei grösseren Anlässen mieten Sie halt Spezialkräfte sofern die LAPO nicht ausreicht. Antworten
Nach 30 Jahren merkt der Kommandant unserer Luftwaffe (plötzlich), dass die Tigers in der Nacht und in den Wolken keine Waffen einsetzen können, Damals herrschte ja noch der kalte Krieg, und die Bedrohungsllage war ganz eine andere! Wenn das damals die bösen Russen gewusst hätten! Wie sollen sich Terroristen unbemerkt unsererm Luftraum nähern, ohne von unseren Nachbarn vorher geortet zu werden? Antworten
@.Puls: Lichtenstein schützt sich durch seine Kleinheit und durch Schwarzgeld aller potentiellen Angreifer. Die bomben sich nicht ihren Banktresor kaputt. Ein weiterer Schutz ist die lächerliche Flugwaffe Oesterreichs, da fliegen dann alle hin um sich totzulachen. Zuguterletzt kennt Lichtenstein keine Angst, sondern nur Hartwährungen. Antworten
Jedes Land hat eine Armee. Die eigene, oder eine fremde. Ich persönlich möchte mich selber verteidigen können und nicht auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Wieviele Experten sich hier verewigen!? Und ich bin mir fast sicher, dass ein Chef der Luftwaffe sich selber wohl kaum entwaffnen wird. Darum brauchen wir zu unserer Sicherheit auch die Möglichkeit uns selber zu verteidigen und zu wehren. Antworten
Fast 70 Jahre keinen Kriegseinsatz gehabt?. Da kann man nur sagen: gut gemacht! Gewisse Kommentatoren scheinen den Wert einer Luftbewafffnung nur dann anzuerkennen, wenn diese auch ständig gebraucht wird. Seid doch froh, dass dieser (wie Ihr so schön sagt) "Metallschrott" nie eingesetzt werden musste. Antworten
Kennt sich da jemand aus hier, wie sich eigentlich das Fürstentum Liechtenstein schützen lässt? Sie sind im EWR und nicht in der EU und deshalb wäre das äusserst interessant zu wissen. Wenn sie sich nämlich durch die EU und durch die Schweiz schützen lassen, möchte ich deren Millionenbeiträge an das Militärbudget erfahren oder irre ich mich da so sehr? Um fachgerechte Antwort wird gebeten, danke. Antworten
@ Hr. Saxer: Für den Luftpolizei-Einsatz reichen ja die bestehenden Flugzeuge, sagt ja Herr KKdt Gygax selber... Aber er sagt auch, dass ein Überaschungsangriff wie 9/11 etwa auf ein AKW selbst von der "stärkste Luftwaffe der Welt" nicht verhindert werden kann. Also wozu neue Flugzeuge? Antworten
Also dass es sich ein Land wie die Schweiz leisten kann, den Flugraum nur tagsüber und "während der Öffungszeiten" (da hab ich mich jetzt fast schlapp gelacht) sicherzustellen, empfinde selbst ich als befremdlich. Im übrigen wird darauf vertraut, dass das umliegende Ausland entsprechendes Fluggerät besitzt? Das finde ich als überzeugter EU-Gegner völlig daneben. Antworten
@K. Zink Was für Alpträume haben Sie eigentlich? Seit über 60 Jahren wartet die Luftwaffe bzw. das Militär auf einen Feind, den es nicht wirklich gibt. Je später die Flugis gekauft werden, desto mehr sparen die Steuerzahler. Einen Terroranschlag konnten selbst die USA nicht verhindern. Schlafen Sie Nachts ruhig Frau Zink. Geniessen Sie Ihr Leben und lassen Sie sich nicht einreden, Lybien greift an Antworten
Herr Gutknecht, ich empfehle ihnen, Herrn Gygax zu dem Thema Drohnen zu befragen. Es ist leider so, dass ein bewaffnetes Drohnensystem, welches die gleichen Fähigkeiten im Airpolicing aufweisen muss(Geschwindigkeit, Steigrate, Manövrierbarkeit, Bewaffnung und v.a. optische Systeme) wie ein bemannter Jet, leider mindestens so teuer ist wie ein neuer Jet. Antworten
Herr Hiestand Ich möchte einmal ein Helikopter im Luftpolizei-Einsatz erleben, wenn es sich beim Zielobjekt um eine Passagiermaschine auf FL 330 mit > 800 km/h handelt. Herr Matter, bezgl. Luft/Boden Abwehr: dann würden Sie einfach mal auf jeden Privatflieger drauflosballern, welcher sich einem AKW zu sehr nähert? Na dann gute Nacht... die Trümmer kommen dann über Olten runter... Antworten
Es soll mir einmal jemand erklären, für welche Aufgaben die 33 FA 18 der Schweizer Armee nicht genügen? Das einzige Mal als die Schweizer Armee ihre Flugzeuge erfolgreich einsetzte, im 2. Weltkrieg gegen Deutschland, genügte ein Anruf aus Deutschland und die Flugzeuge blieben am Boden. Deutschland hat sich gebessert, Berlusconi's Italien greift nur mit der Mafia an. Event. ein Terroristenflugzeug? Antworten
'Im Übrigen haben die meisten europäischen Staaten eine solche Rund-um-die-Uhr-Alarmbereitschaft. Bewaffnete Kampflugzeuge am Boden, die sofort starten können.' Da stellt sich natürlich die Frage, wieso nicht endlich mit der EU zusammen gearbeitet wird und diese Lücke schleunigst abgedeckt wird! Dies würde das Budget mehr als schonen. Wie macht es denn das Fürstentum Liechtenstein? Antworten
Wenn wir also weder jederzeit starten können, nachts und in Wolken nicht kämpfen können und ohne Tipp und ausserhalb der Öffnungszeiten ohnehin nichts machen können, müssten wir ja, nach gewissen Millitärbefürwortern, schon längst von unseren Feinden überrollt worden sein. Wozu genau brauchen wir neue Fluggeräte, wenn wir schon die alten nie brauchten und nicht gebrauchen können??? o_O Antworten
Auf der ganzen Welt brodelt es - und die Schweiz kann sich gerade mal bei schönem Wetter und nur tagsüber (Luftraum) mit Ach und Krach schützen! Das weiss auch das nicht freundlich gestimmte Ausland (Libyen, Iran, Afghanistan, etc) sehr genau. Mir tun die jungen Piloten sehr leid. Im Ernstfall wären sie (und das Volk) hilflos dem Feind ausgeliefert. Wovon träumt der BR eigentlich? Absicht?! Antworten
Unglaublich! Herr Gygax wünscht sich mitten im Herz von Europa eine Luftwaffe, wie sie Israel besitzt! Will er in seinem Machtwahn analog "Osloer-" oder "Camp David-" Verträge unterzeichnen und umgehend brechen? Mitten im Mittelmeer eigene Mitbürger ab Passagierschiff (Atomphysiker) entführen, oder gar in intenationalen Gewässern Demonstranten umbringen? Auf eine solche Armee kann ich verzichten!! Antworten
Wo bleiben die Helikopter? Die Schweizer Luftwaffe scheint nur aus Jagtfliegern zu bestehen; hat man in der Schweiz noch nicht erkannt dass Helikopters oft die Hauptarbeit in eigentlichen Einsatzgebieten leisten, siehe Iraak & Afghanistan. Dazu haben Helikopters vielfältige Anwendungen. Antworten
Guter Journalismus vom Tagi, Gratulation. Schade ist das Herr Gygax in 2 Jahren pensioniert wird. Schade ist das wir im Top Kader der Armee nicht mehr Leute von seinem Format haben. Klare Aussagen, klare Position und absolut vertrauenswuerdig. Zum ersten mal weiss ich nun wie die Situation in unserer Luftwaffe ist. Es tut gut, einmal nicht nur jammern, sondern aufzeigen wo wir stehen. Antworten
Wie Markus Gygax selbst bestätigt: Gegen einen geplanten Anschlag mit einem Flieger ist selbst die USA machtlos. Das ganze Geschwätz von wegen "Luftpolizei" ist einfach nur lächerlich. Bei den AKWs würde man viel besser Boden-Luft-Raketen aufstellen. Die LW brauchts für gezielte Überwachung, wie WEF, EM, etc wo sie tatsächlich was ausrichten könnte und dafür reichen die 33 F/A-18 vollkommen aus. Antworten
Gratuliere Herrn Gygax für dieses kompetente und glaubwürdige Interview! Ungeschminkt zeigt er Möglichkeiten und Grenzen unserer Luftwaffe auf. Fazit: Eine Neubeschaffung hat noch Zeit. Der mittelfristige Bedarf ist aber offensichtlich, auch in Friedenszeiten. Antworten
Nun mal ehrlich: in Zeiten von Satelliten (= IAI), Drohnen und Marschflugkörpern braucht's doch keine sogenannten Kampf-Flugzeuge mehr. Selbst Experten zweifeln daran. Gygax sieht's richtig: engere Zusammenarbeit mit Geheimdiensten, Informationsstrategien, etc. Die noch bestehenden, uralten, für Entwicklungsländer entwickelten Tiger gehörten sofort verschrottet = Einsparungen! Antworten
Klar, der Panzer-General will mehr Panzer, der Artillerie-General mehr Geschütze,... Big Toys for big Boys! Ist gut, dass dem vorerst ein Ende gesetzt wird! Szenario 3 ist sowiso das Ende - wie lange hat es gedauert bis Yugoslawiens oder Iraks Luftwaffe ausser Gefecht gesetzt war! Der Armee würde es gut anstehenendlich realistisch und pragmatisch zu denken - wir sind nicht die USA! Antworten
Herr Gygax sollte mal beginnen sich nicht nur mit Militärköpfen zu umgeben. Dass die Schweiz von aussen mit einem starken Wehrwillen wahrgenommen wird, ist wohl eine Aussage die unter Militärs so zutrifft - aber mit der Realität nicht viel zu tun hat. Wenn er nicht mein Steuergeld kosten würde, könnte ich darüber lachen. So ist er einfach nur teuer und lästig. Antworten
Warum müssen sich die Militärs immer in der Öffentlichkeit äussern? Was ich in der Schweizer Armee gelernt habe ist, dass man in Uniform nicht diskutiert, sondern die Befehle, Anordnungen und Regeln von oben kommentarlos umsetzt. Ich habe mich schon bei Keckeis immer gefragt, warum ein Armeeangehöriger die Entscheide seiner übergeordneten Befehlsstruktur in der Öffentlichkeit kritisiert. Antworten
Als ex Mirage Pilot, war die Beschaffung in der Schweiz immer ein Problem. Die Schweizer/Innen sind eine Lifestyle Gesellschaft, sie wollen Ferien,Plausch und Frieden. Da die Mehrhei der Schweizer/Innen Links waehlen und die Sozialaemter immer mehr fuer Auslaender/Innen/sog Asyl Geld ausgeben, somit hat der Bund kein Geld fuer neue Flugzeuge. Das Volk bestimmt. Antworten
'Im Übrigen haben die meisten europäischen Staaten eine solche Rund-um-die-Uhr-Alarmbereitschaft. Bewaffnete Kampflugzeuge am Boden, die sofort starten können.' Falls ich als Frau überhaupt dazu eine eigene Meinung haben darf: wieso arbeitet die Luftwaffe nicht vermehrt mit der EU zusammen, um genau diese Mankos abzudecken? Das würde das Militärbudget doch erheblich schonen wie das Liechtenstein?! Antworten
F/A-18 ist eine 35-jährige Konstruktion, wie +/- auch die Kandidaten Eurofighter, Gripen und Rafale. Flugzeugfans nennen das museumsreife Oldtimer. Moderne Kampfflieger sind dagegen in Stealth-Technik gebaut zur Radarunterdrückung. Die heutigen Flieger müssten in 100 m Grund das Wallis hochblochen, damit sie vom Mittelland kein Radar erfasst. So geben die Kühe keine Milch mehr. Leuthard's Absicht? Antworten
Frage an den Luftwaffenchef. Kann die Elektronik neuer Kampfjets ferngesteuert werden. Beispiel. Die Schweiz will einen US-Jet oder einen Nato-Jet aus dem Luftraum drängen. Er weicht nicht und fliegt offensichtlich ein strategisch wichtiges Ziel in der CH an. Kann der CH-Pilot feuern, oder wird dessen Elektronik (feindlich) derart gestört, dass ein Nato oder US-Fliger nie abgeschossen werden kann? Antworten
So, so, gelegentlich fliegt er noch auf dem Rücksitz mit... Die Luftwaffe ist ein teures Spielzeug für ein paar Auserwählte. Überflüge verhindern? Das ich nicht lache. Hätte man einen amerikanischen Transporter abgeschossen, oder was? Weg mit dem Zeugs. Antworten
Zwei Dinge sind mir aufgefallen. Wir bezahlen also Milliarden, damit z.B. während des Irak-Krieges keine fremden Flugzeuge den CH-Luftraum queren! Who care's? Fliegen sie halt woanders durch. Ist das uns einige Milliarden wert? Die Israeli als Vorbilder, weil «kriegserfahren» und top. Da fliegt mir doch das Blech weg!!! Antworten
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Dorah Zuest
Dass Bundesrat Ueli Maurer standhaft bleibt und den Besuch in Israel annimmt, dazu kann ich ihm nur gratulieren! Ich erlebte die Israelische Luftwaffe und die verstärkte Militärpräsenz diesen Frühsommer in Tel Aviv wo es um die Gaza Flottilla ging. Israels Armee ist die modernste und effizienteste, leider auch aufgebaut auf der israelischen Jugend, die nie weiss, wann der nächste Krieg beginnt. Antworten