Schweiz

Mehr Werbepausen auf SF

Aktualisiert am 13.10.2010 33 Kommentare

Ab nächstem Jahr dürfen die Sender der SRG mehr Werbung schalten. So soll die Mediengesellschaft deutlich mehr Geld einnehmen.

Brauchen zusätzliches Geld: Die neue SRG-Führungsspitze präsentiert sich im Juni in Bern.

Brauchen zusätzliches Geld: Die neue SRG-Führungsspitze präsentiert sich im Juni in Bern.

Bundesrat vor den Medien

Heute Nachmittag um 13.30 Uhr informiert der Bundesrat an einer Medienkonferenz über die neuen Regeln für die SRG. Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtet live mit Web-TV von der Konferenz, an der auch die Reform der Departemente sowie die Initiative gegen Waffengewalt Thema sein werden.

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Die SRG darf ab 2011 mehr Werbung senden. Das entschied der Bundesrat am Mittwoch. Die Lockerung der Werberegeln soll dem Radio- und TV-Anbieter die verweigerte Gebührenerhöhung ausgleichen helfen.

Wie bisher dürfen Nachrichten und Sendungen über das politische Zeitgeschehen nur mit Werbung unterbrochen werden, wenn sie länger als 90 Minuten dauern. Wie bisher ist ausserdem von 18 bis 23 Uhr nur alle 90 Minuten eine Werbepause erlaubt. In allen anderen Sendungen ausserhalb der Hauptsendezeit ist hingegen neu alle 30 Minuten Werbung zulässig. Die Maximalwerbezeit der SRG erhöhte der Bundesrat von 8 auf 15 Prozent.

Die Regelung trage dem Service public Rechnung, befand der Bundesrat. Das Fernsehprogramm von SRG SSR idée suisse solle besonders zur Hauptsendezeit weniger kommerziell ausgerichtet sein als die Angebote der Privaten. Für Private wurden die Werbebestimmungen bereits gelockert.

Nur noch eine Billag-Rechnung pro Jahr

Zudem beschloss der Bundesrat, dass die Gebühren-Inkassostelle Billag ihre Rechnungen ab 2011 nicht mehr vierteljährlich, sondern nur noch einmal pro Jahr verschickt. Das bringt Einsparungen von 9 bis 10 Millionen Franken durch verminderte Druck-, Versand- und Einzahlungskosten. Wer weiterhin eine vierteljährliche Rechnung wünscht, muss dafür jedes Mal zwei Franken bezahlen.

Die Ausdehnung der Werbezeit bei der SRG SSR idée suisse und die jährliche Gebührenrechnung der Billag waren mitentscheidend, dass der Bundesrat im Juni eine Gebührenerhöhung ablehnte, wie das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) schreibt.

(oku/sda)

Erstellt: 13.10.2010, 11:06 Uhr

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33 Kommentare

Ruedi Behler

13.10.2010, 13:33 Uhr
Melden 1 Empfehlung

1x pro Jahr? Wovon soll das ein arbeitsloser, ausgesteuerter Sozialhilfe-Abhängiger bezahlen??? Das ist eh schon mega ungerecht, das Jene Billag-Gebühren bezahlen müssen, wohingegen Ergänzungsleistungs-Empfänger welche dadurch viel besser gestellt sind, (einige 100.- mehr..) von der Billag befreit sind. Antworten


Christine Weilenman

13.10.2010, 17:20 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Die Werbezeit ist jetzt schon viel zu lang! Wenigstens fällt einem der TV-Verzicht immer leichter! Antworten



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