Das Treffen von Merz und Qadhafi

Aktualisiert am 24.09.2009

Am Rande der Uno-Generaldebatte kam es zu einem Treffen zwischen Hans Rudolf Merz und Moammar al-Qadhafi. Der libysche Machthaber versprach Merz, er werde sich persönlich für die Sache der Schweizer einsetzen.

Freundliche Begrüssung: Hans-Rudolf Merz trifft Moammer Qadhafi.

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Merz kündigte Treffen in TSR-Interview an

Quelle: TSR

Im Mittelpunkt des gestrigen Gesprächs standen die Normalisierung der bilateralen Beziehungen zwischen Libyen und der Schweiz, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Beide Seiten hätten ihren Willen bekräftigt, das zwischen beiden Staaten am vergangenen 20. August geschlossene Abkommen zügig umzusetzen. Bundespräsident Merz forderte gemäss EFD von Qadhafi die sofortige Rückkehr der beiden in Libyen zurückgehaltenen Schweizer, wie es der Schweiz mehrfach versprochen wurde. Der libysche Staatschef habe Merz versichert, er werde sich persönlich dafür einsetzen.

Der Präsident der aussenpolitische Kommission (APK) des Nationalrats, Geri Müller, wertete das Gespräch als weiteren Meilenstein zur Beruhigung der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern. So sei es wichtig gewesen, dass auf gleicher Ebene konferiert werde, führte der Grüne Aargauer Nationalrat auf Anfrage aus. Ein weiterer Teilabschnitt des Weges zur Beruhigung sei dann erreicht, wenn die beiden in Libyen festgehaltenen Geschäftsleute in die Schweiz zurückgekehrt seien. Weiter müsse ein Abkommen geschlossen werden, mit dem beide Länder leben könnten.

Durchbruch?

Merz hatte in einem Interview mit dem Westschweizer Fernsehen TSR angekündigt, dass es zu einem Treffen zwischen ihm und Qadhafi kommen werde. Den Zeitpunkt wollte Merz aber erst nach dem Treffen kommunizieren. Er habe aber keine Zweifel, dass es zu einem Treffen kommen werde, sagte Merz.

Auf die Frage, ob das Gespräch mit Qadhafi entscheidend für die Lösung der diplomatischen Krise zwischen der Schweiz und Libyen sein werde, sagte der Bundespräsident, von einem entscheidenden Treffen könne man noch nicht sprechen. Dies werde er erst danach sagen können. Es gehe darum, die Spuren für eine Lösung des Konflikts weiter zu verfolgen, um eine Lösung zu finden. Am Ende sollte man Frieden schliessen, auch wenn dies ein bisschen mehr Energie verlange, als er dies zu Beginn gedacht hatte. «Aber am Ende wird ein Resultat da sein», sagte Merz in dem auf der TSR-Internetseite aufgeschalteten Interview. (vin/cpm/sda/ap)

Erstellt: 24.09.2009, 20:24 Uhr

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