Merz will Tessiner Bankiers im Steuerstreit helfen

Aktualisiert am 22.10.2009

Finanzminister Hans-Rudolf Merz will den Tessiner Bankiers bei Problemen mit der italienischen Steueramnestie beistehen.

Trifft sich mit Tessiner Bankiers: Hans-Rudolf Merz.

Trifft sich mit Tessiner Bankiers: Hans-Rudolf Merz. (Bild: Keystone)

Bundespräsident und Finanzminister Hans-Rudolf Merz hat den Tessiner Bankiers nach einem Treffen mit ihren Vertretern am Donnerstag seine Unterstützung zugesichert.

Demnächst empfängt Merz in dieser Angelegenheit auch die Tessiner Regierung, wie das Eidgenössische Finanzdepartement mitteilte. Am Donnerstag liess er sich von hochrangigen Vertretern der Tessiner Bankiervereinigung über die italienischen Angriffe auf den Finanzplatz in der Südschweiz informieren und nahm mit ihnen eine Lagebeurteilung vor.

Bankiers fürchten Vermögensabfluss von 20 bis 30 Prozent

Die Branche im Tessin fürchtet grosse Auswirkungen auf den dortigen Finanzplatz. Die Bankiervereinigung rechnet damit, dass italienische Steuersünder 20 bis 30 Prozent der im Südkanton verwalteten Vermögen legalisieren lassen werden. Aufzufangen wäre der Geldabfluss von den Filialen der Schweizer Banken in Italien.

Die Tessiner Kantonsregierung hatte sich in einem Brief «sehr besorgt» über die Auswirkungen der italienischen Steueramnestie gezeigt. Sie bat Merz darum, in Rom energisch zu intervenieren.

Die Tessiner stören sich an der Art und Weise, mit denen die italienischen Behörden Jagd auf Steuersünder machen: Versteckte Kameras an den Grenzübergängen und zivile Fahnder, die in der Schweiz italienischen Bankkunden nachspionieren, seien inakzeptabel. (oku/sda)

Erstellt: 22.10.2009, 16:15 Uhr

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