Schweiz

«Mich stören Denkverbote»

Von Jean-Martin Büttner, Courtemaîche JU. Aktualisiert am 04.09.2010 25 Kommentare

Helmut Hubacher freut sich über die Nominierung von Simonetta Sommaruga als Bundesratskandidatin. Der ehemalige Präsident der SP Schweiz weiss genau, was es braucht, um im Bundesrat zu bestehen.

«Eine Partei braucht zwei Beine. Sonst humpelt sie»: Der Politiker Helmut Hubacher.

Urgestein der Sozialdemokratie

Der Basler Sozialdemokrat, heute 84 Jahre alt, leitete von 1975 bis 1990 die Sozialdemokratische
Partei der Schweiz. Von 1963 bis 1997 politisierte er im Nationalrat. Seit vier Jahren wohnt er mit seiner Frau Gret vor allem im Kanton Jura. Mit seinen Büchern, Kolumnen und Vorträgen kommentiert er bis heute die Schweizer Politik. (jmb)

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Bundesratswahl: Die offiziellen Kandidaten

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Am 3. September entscheiden die Bundeshausfraktionen nach den Hearings, wer ihre offiziellen Kandidaten für die Bundesratswahlen vom 22. September sind.

Gestern Abend hat die SP-Fraktion Simonetta Sommaruga und Jacqueline Fehr als Bundesratskandidatinnen nominiert. Ihre Reaktion?
Ich bin sehr froh über die Entscheide. Frau Fehr hat sich als Politikerin bestens empfohlen und ist in der Partei gut verankert. Auch Hildegard Fässler hätte eine gute Bundesrätin abgegeben. Vor allem begrüsse ich aber, dass die Fraktion Frau Sommaruga nominiert hat. Sie zu übergehen, wäre für die SP einem politischen Selbstmord gleichgekommen.

Trotzdem bleibt Sommaruga in der Fraktion umstritten. Warum das?
Vom linken Flügel wird ihr dieses Gurten-Manifest vorgeworfen, an dem sie vor neun Jahren mitgeschrieben hatte. Das Manifest kritisierte unter anderem die Haltung der Partei zu Ausländerproblemen und zum Sozialstaat. Ich konnte die Kritik schon damals nicht verstehen, sie kam mir vor wie ein Denkverbot. Mich stören Denkverbote. Für mich bleibt sekundär, ob ein Parteimitglied mit solchen Perspektiven einverstanden ist oder nicht. Entscheidend ist, dass sich die Leute über die zukünftige Politik ihrer Partei Gedanken machen. Das Gurten-Manifest hinterfragte einige Tabus der SP – meiner Meinung nach zu Recht. Die Partei litt lange unter einer dogmatischen Intoleranz, und zwar sowohl von rechts wie von links. Aber eine Partei braucht zwei Beine, um voranzukommen, sonst humpelt sie. Natürlich bringt die SP bei einer Bundesratswahl einen prononciert linken Kandidaten weniger leicht durch als einen pragmatischen.

Was heisst pragmatisch im Fall von Sommaruga?
Sie ist stark vernetzt, kommt gut an und politisiert lösungsorientiert. Das scheinen mir gute Qualitäten für eine Bundesrätin zu sein – vor allem wenn man sich die Zerstrittenheit ansieht, die den jetzigen Bundesrat umtreibt. Ich frage mich sowieso, ob Simonetta Sommaruga wirklich so weit rechts steht, wie immer behauptet wird. Zum Beispiel hat sie meine Partei im Ständerat sehr gut vertreten. Ausserdem finde ich einiges bedenkenswert, was sie im Gurten-Manifest einforderte.

Was denn zum Beispiel?
Die SP hat die Probleme mit bestimmten Ausländern zu lange tabuisiert. Mit der Folge, dass die SVP das Thema annektierte und mit ihren extremen Forderungen versah – und seither damit die Wahlen gewinnt. Ich gebe zu, dass Antworten zur Ausländerfrage aus sozialdemokratischer Sicht nicht einfach sind. Aber wir haben einen hohen Preis dafür bezahlt, bloss anständig zu sein. Dasselbe passierte uns beim Streit um die sogenannten Scheininvaliden. Gerade als Sozialdemokrat bin ich allergisch gegen Missbräuche bei den Sozialversicherungen. Egal, von wem und wo sie begangen werden, ob bei der Invaliden- oder der Arbeitslosenversicherung. Wer für einen starken Sozialstaat kämpft, darf Missbräuche nicht tolerieren, auch wenn die Summen minim bleiben im Vergleich zu dem, was zum Beispiel an Steuern hinterzogen wird. Missbräuche sind Gift für die Sozialversicherungen.

Es gibt ja auch bürgerliche Vorbehalte gegen Simonetta Sommaruga, vor allem beim rechten Flügel der FDP und bei der SVP – und zwar aus strategischen Gründen. Sie sei zu stark und zu beliebt, das werde nur der SP bei den nächsten Wahlen nützen.
Ich kann ein solches Szenario nicht ausschliessen aus dem einfachen Grund, weil ich es schon erlebt habe. Als Liliane Uchtenhagen für den Bundesrat kandidierte, versicherte mir Kurt Furgler am Vortag der Wahl, er werde sich bei seiner CVP für sie engagieren. Furgler sagte ja immer, er arbeite lieber mit guten Linken als mit schlechten Rechten. Also versprach er es – und tat dann in der Fraktion das Gegenteil. Die SP habe schon mit Willi Ritschard eine Wahllokomotive bekommen, sagte er, also dürfe man jetzt nicht eine ebenso populäre Kandidatin wählen. So gesehen wäre Simonetta Sommaruga eine gefährliche Bundesrätin für die Bürgerlichen, obwohl sie ihnen politisch näher steht als andere.

Peter Bodenmann, Ihr Nachfolger als Parteipräsident, schlägt vor: Die SP solle der SVP zu einem zweiten Sitz verhelfen statt einen Freisinnigen wählen. Damit würde die SVP ihr bestes Wahlthema verlieren, nämlich im Bundesrat untervertreten zu sein.
Bodenmann wirft eine reizvolle Denksportaufgabe in die Diskussion. Nur spielt er damit auf der Politbühne russisches Roulette. Die SVP soll mit einem zweiten Mann von ihren vermeintlichen Entzugserscheinungen erlöst werden. Mir ist das zu riskant. Der Bundesrat ist keine Heilanstalt. Dort wird regiert, nicht therapiert. Zumal Peter Bodenmann davon ausgeht, dass die SVP zurzeit keinen valablen Kandidaten präsentieren kann.

Die SP verlangt von den nicht nominierten Kandidatinnen, sie müssten eine Wahl ablehnen, wenn die Fraktion sie nicht will. Ist das richtig?
(Er überlegt.) Ich finde das richtig. Aber das Ganze hat zwei Seiten, gerade für uns Sozialdemokraten. Die bürgerliche Mehrheit im Parlament hat unsere Nominationen dreimal ausgeschlagen und stattdessen Hans-Peter Tschudi, Willi Ritschard und Otto Stich gewählt. Bei Tschudi und Ritschard mussten wir im Nachhinein anerkennen, dass uns die Bürgerlichen zwei gute SP-Bundesräte gewählt hatten. Und mit Stich immerhin einen mehrheitlich guten. Wobei die Umstände seiner Wahl natürlich eine Menge zu reden gaben.

Weil er damit Liliane Uchtenhagen als erste Bundesrätin verhinderte?
Das hat Fraktion und Partei tief getroffen. Viele fanden, wenn wir nicht einmal mehr unsere eigenen Bundesräte bestimmen dürfen, sollten wir konsequenterweise in die Opposition gehen. Das machte den Bürgerlichen Angst. Unser Parteitag im Berner Kursaal, neun Wochen nach Stichs Wahl, verlief ausgesprochen munter. Fast alle Rednerinnen und Redner plädierten dafür, uns aus dem Bundesrat zurückzuziehen. Am Schluss stimmten wir aber im Verhältnis von drei zu zwei dagegen. Damit war auch Otto Stich als sozialdemokratischer Bundesrat bestätigt.

Zehn Jahre später, also 1993, wurde dann wieder eine SP-Frau übergangen.
Statt Christiane Brunner wählten die Bürgerlichen Francis Matthey. Das hatte sich abgezeichnet – Brunner war umstritten gewesen. Dennoch hatten wir damals genug. Ausserdem wollten wir Matthey nicht, der wäre als Bundesrat zu schwach gewesen. Immerhin war er auch anständig und bat nach seiner Wahl um Bedenkzeit. Das hätte Otto Stich nie getan. Matthey musste erkennen: Würde er die Wahl annehmen, wäre die Sozialdemokratische Partei aus dem Bundesrat ausgetreten. Die Lehre, die wir aus dem Ganzen gezogen haben: Die SP muss zwei Kandidaten oder Kandidatinnen vorschlagen. So lässt sich auch verhindern, dass die Bundesversammlung nur noch Kandidaten absegnen darf, wie das jetzt die SVP fordert. Das ist unhaltbar.

Die SP schickt starke Kandidatinnen in die Bundesratswahl, verliert aber die Wahlen in fast allen Kantonen. Was macht Christian Levrat als Parteipräsident falsch?
(Er überlegt.) Der wahre Test für ihn kommt nächstes Jahr mit den Nationalratswahlen. Diese können durchaus besser ausfallen als die kantonalen Wahlen. Diese waren tatsächlich für die SP nicht stimulierend. Was macht Herr Levrat falsch? Meine Erfahrung ist, dass der Einfluss eines Parteipräsidenten lange überschätzt wurde – im Guten wie im Schlechten. Denn auch die nationalen Wahlen werden in den Kantonen entschieden.

Trotzdem nimmt die mediale Präsenz der Präsidenten zu und damit ihr Einfluss. Was müsste Herr Levrat anders machen?
Seine wichtigste strategische Stossrichtung bleibt die Sozialpolitik, damit will er punkten. Bei der Ausländerpolitik kann er nicht mehr viel machen, dieses Thema hat die SP an die SVP verloren. Ich bin mir aber nicht sicher, ob die SP mit diesem einzigen Thema wieder Wahlen gewinnen kann. Denn sie verteidigt vor allem das Erreichte, also das Selbstverständliche. Und das wird nachträglich nicht mehr honoriert. Christian Levrat ist ein guter Präsident; er hat auch die stärkere öffentliche Ausstrahlung als sein Vorgänger. Sein Handicap bleibt die Sprache, er kommt auf Französisch besser rüber als auf Deutsch. Aber ich hätte neben der Sozialpolitik noch auf andere Themen gesetzt. Umso mehr, als die SP dabei defensiv bleibt. Sie präsentiert keine neuen Vorschläge, wie sich diese Sozialpolitik mittel- und langfristig finanzieren lässt. Bei diesem Thema wünschte ich mir einen offensiveren Auftritt.

Früher forderte die SP Unerreichtes, heute muss sie das Erreichte bewahren.
Wir haben in Basel bei den vorletzten Wahlen mit einem roten Plakat geworben und den drei Wörtern: «Wir sind konservativ.» Damit erreichten wir die rot-grüne Mehrheit in der Regierung. Für die Nationalratswahlen genügt das aber nicht. Ich glaube tatsächlich, wir Sozialdemokraten sollten unsere Tabus überdenken. Als Beispiel nenne ich die Entwicklungshilfe. Sie ist nötig und gerechtfertigt. Aber es braucht strengere Kontrollen, um sicherzustellen, dass das Geld richtig eingesetzt wird. Private Hilfswerke leisten mit weniger Geld oft mehr als der Staat. Das müsste bei uns diskutiert werden, doch diese Diskussion fällt uns immer noch sehr schwer. Wir dürfen heikle Themen nicht mehr einfach den Stammtischen überlassen – und damit der SVP.

Vermissen Sie eigentlich die aktive Politik?
Ich war 34 Jahre lang Politiker. Seit ich nicht mehr im Nationalrat sitze, also seit 13 Jahren, bin ich kein einziges Mal ins Bundeshaus zurückgekehrt. Und ich bedaure die Kollegen, die immer noch dort herumschleichen. Viele können sich nicht von ihrem Amt lösen und müssen immer wieder an den Tatort zurück. Ich war gespannt, wie ich meinen Abgang bewältigen würde. Und ich bin nicht in ein Loch gefallen. Ich wurde wieder zum Bürger Hubacher, das heisst: Ich bleibe ein politischer Mensch, habe aber kein politisches Mandat mehr. Ich gebe Kurse an der Volkshochschule, halte Vorträge, schreibe Bücher und Kolumnen. Und gebe Journalisten Auskunft, wenn irgendein Jubiläum ansteht. Oder eine Bundesratswahl.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 04.09.2010, 07:05 Uhr

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25 Kommentare

Manuela Cramer

06.09.2010, 11:08 Uhr
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@ F. Nussbaumer: sicher, denn wir haben ja auch eine Weibermehrheit in der Bevölkerung. Reine Arithmetik. Antworten


Mike Albrecht

05.09.2010, 22:21 Uhr
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«Mich stören Denkverbote» Bravo, mich nämlich auch! Die grössten Denkverbote der Linke sind der Nicht-EU-Beitritt der Schweiz und die Migrationspolitik. Dies schadet der Linken sehr. Die linkskonservative Marktnische ist unbesetzt. Diese Stimmen sind mittlerweile alle zur SVP abgewandert. Antworten


rudolf thoma

05.09.2010, 15:12 Uhr
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Die Aera Hubacher ist nun wirklich längst passe und auf seine Kommentare kann ich persönlich sehr gut verzichten. Die neue BaZ Leitung wird sich garantiert sehr bald auch von seinen "Wortmeldungen" lossagen, denn schlussendlich hat alles mal ein Ende! Antworten


Manfred Lauffer

05.09.2010, 14:21 Uhr
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Danke für Ihre Worte! Nur eins: "Ich wurde wieder zum Bürger H. " Waren Sie denn vorher kein Bürger?" An alle Grübels, Vasellas, Ospels und Konsorten : Grüsse, die anderen, die bis heute und wohl für immer, unerkannt und immerdar ihr Dasein fristen. Manfred Antworten


Fritz Nussbaumer

04.09.2010, 20:15 Uhr
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Diesmal wird gar keine SP-Kandidatin gewählt. Die SVP und der Freisinn werden je einen Mann zugeteilt bekommen. Ja glaubt den wer, dass wir eine Weibermehrheit im Bundesrat haben werden? Antworten


Hannes Estermann

04.09.2010, 20:09 Uhr
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Mit Interesse lese ich seit Jahrzehnten die Artikel und Bücher von Hr.H.Hubacher.Als parteiloser hatte ich stets grösstes Interesse an Politik bis heute.Der Sozialist Hubacher hatte als Aktiver eine ganz andere, vor allem kernigere Art des schreibens.Nun das Alter gibt jedem die Chance "schlauer" zu werden. In diesem Sinne diesem verdienten Politiker weiterhin gute Gesundheit und Klarblick. Antworten


Andreas K. Heyne

04.09.2010, 20:06 Uhr
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Wenn Herrn Hubacher Denkverbote stören, dann muss ihm entgegen gehalten werden, dass ihm eigentlich das Denken durchaus erlaubt gewesen wäre. Das Wort Gedankenfreiheit bedeutet: Freiheit zu denken - nicht Freiheit vom Denken. Antworten


Hans Rechsteiner

04.09.2010, 19:08 Uhr
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Ohne die Fehler der letzten paar Jahre könnte die SP die stärkste Partei sein. Den Satz von Helmut Hubacher " Bei der Ausländerpolitik kann er (Levrat) nicht mehr viel machen, dieses Thema hat die SP an die SVP verloren " hätte ich gerne von jetzigen Parteimitgliedern gehört. Doch die glauben scheinbar, man habe die Wähler an die Grünen verloren. Das glaubt vor allem der Ex-Präsident. Antworten


Hans Schmid

04.09.2010, 18:56 Uhr
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SP mag keine Denkverbote - ausser von Andersdenkenen. Ungueltigerklaeren von unangenehmen Volksinitiativen, Diffarmierung von alles was von Rechts kommt, Tabuisierung von Kriminalitaet, Einwanderung und unterfinanzierten Sozialversicherungen sind nur ein paar Beispiele. Antworten


Dieter Wundrak-Gunst

04.09.2010, 18:40 Uhr
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Man kann sagen was man will, wenigstens in der BAZ mögen die Kommentare nicht nur Linke, sondern auch Bügerliche. Und dieser Mann schreibt auch dies, was der Mensch in einem gewissen Alter aus seinen Erfahrungen so mitbringt. Nun, wo liegt denn der Vorteil des Alters: Ganz einfach, der Mensch darf etwas sagen, was er einem Berufsleben nicht möglich ist. Was ist dies: Die WAHRHEIT. Oder so ähnlich Antworten


Jean Graf

04.09.2010, 18:34 Uhr
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HH weiss genau was es braucht, um im Bundesrat zu bestehen. Wie lange und wie oft war er denn Bundesrat ? Antworten


Hans Iseli

04.09.2010, 16:41 Uhr
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War schon immer ein guter Kopf, und ist es immer noch. Beruhi8gend, dass Links UND Rechts zuweilen gute Köpfe haben, auch wenn sie sich diese idiotischerweise manchmal gegenseitig kaputt wählen (Uchtenhagen, Blocher & Co.). Antworten


Hans Lips

04.09.2010, 13:12 Uhr
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Leute von der SP, die die Ueberwindung des Kapitalismus und den Eintritt in die EU wollen, sind als Bundesrätinnen völlig fehl am Platz, wie immer sie heissen mögen.Diese Haltung ist Verrat am Wähler.Uebrigens leben diese Kandidatinnen sehr gut vom "Kapitalismus", resp. vom Füllhorn der Marktwirtschaft. Antworten


Georg Stamm

04.09.2010, 11:45 Uhr
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Tönt alles ganz vernünftig, was H. Hubacher da sagt. Leider kommen den Aelteren unter uns immer wieder Erinnerungen hoch an einen H. Hubacher, der Leuten wie E. Honecker oder N. Causescu in den 80er Jahren anbiedernd die Aufwartung machte. Viele haben das nicht vergessen. Dieses unehrenhafte Verhalten disqualifiziert ihn zu einem guten Teil. Antworten


Hans-Peter Krähenbühl

04.09.2010, 11:14 Uhr
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Väter die sich in die Sorgepflicht ihrer Kinder teilen wollen gelten bei ihr als verantwortungslos. Die Einflussnahme religiöser Organisationen will sie eindämmen vertritt diese aber als Vizepräsidentin der profamilia. Sie meint für alle Frauen zu sprechen wie andere Reaktionäre für das Volk. Trotzdem erfolgt kein Aufschrei bei den Linken und Kulturschaffenden nach der Nominierung von J. Fehr. Antworten


Lea Kretschmer

04.09.2010, 11:12 Uhr
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Man kann über Bodenmann sagen was man will, aber der Mann kann klar denken! Rime wählen wäre das einzig Richtige, eine SVP-Peinlichkeit mehr oder weniger spielt keine Rolle. Dann im Dezember 2011 EWS noch schöne Weihnachten wünschen und endlich eine/n Grüne/n in den BR! Die SP muss vermehrt auf die Strasse, für die Menschen da sein und ein professionelles Politkader aufbauen, die Grünen ebenso! Antworten


Rolf Bleiker

04.09.2010, 11:02 Uhr
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Ein sehr gutes Interview mit einem sehr guten Interviewpartner. Die Gedanken und Analysen von Hubacher finde ich alle genau richtig und zudem klar auf den Punkt gebracht. Ich reibe mir die Augen: Wo sind solche klugen und gleichzeitig volksnahen Politiker in der SP geblieben? Und: Wieso hören wir nicht mehr von den klugen, erfahrenen Alten? In Wissenschaft, Journalismus, Politik. Antworten


Hanspeter Niederer

04.09.2010, 10:00 Uhr
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Dieser Mann bringt es auf den Punkt: diese Weigerung der Sozialdemokraten, die Probleme mit Ausländern speziell aus Südost-Europa und aus Afrika zu diskutieren, ist der Grund für den politischen Niedergang der SP. Wann darf man z. B. endlich darüber diskutieren, warum es auf den Strassen wimmelt von Menschen aus Afrika, die den ganzen Tag nichts anderes machen als durch die Strassen zu schlendern? Antworten


andre tschudin

04.09.2010, 09:50 Uhr
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herr hubacher,als sie noch präsident der SP-schweiz waren,gab es noch keine EU,auch die kriminalität hielt sich in grenzen,sie hatten eine gute zeit,leider kann man es mit heute nicht mehr vergleichen und basel hat sich total verändert,das wissen sie genau aber leider sehen sie nicht ein,wie unsere stadt im SP-sumpf versinkt und das in jeder hinsicht,bitte mal die augen der heutigen zeit anpassen Antworten


Stefan Weise

04.09.2010, 09:13 Uhr
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Zitat: mich stoeren Denkverbote! ... Dabei war es Hubacher der andersdenkende uebelst Diffamierte bis zur Hetzkampagne. Antworten


Katia Lanz

04.09.2010, 08:45 Uhr
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"Die SP verlangt von den nicht nominierten Kandidatinnen, sie müssten eine Wahl ablehnen, wenn die Fraktion sie nicht will." Aha! Was an der SVP damals so heftig kritisiert wurde, ist jetzt etwas ganz Anderes, wenn es die SP macht? Schade, ist Hubacher nicht mehr Päsident. Ich habe nichts gegen die Sozialdemokratie, aber viel gegen die SP - und das als Eingebürgerte, tztztz. Ich bin für Sommaruga. Antworten


Werner Attinger

04.09.2010, 07:42 Uhr
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Wer so lange im Bundeshaus war und sich selbst verbietet, je wieder einen Schritt dorthin zu tun, und dazu noch andere beschimpft, dort noch "herumzuschleichen" hat ein massives Problem, nicht mehr dort zu sein. Kompensatorisch ist er in den Medien omnipotent. Gibt's auch in der Selbstreflexion eigene Denkverbote? Mir erscheinen Pensionierte mit Kontakt zur "Firma" und ihren Kollegen natürlicher Antworten


Peter Brun

04.09.2010, 07:42 Uhr
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Hubacher und die Altersmilde... Seine Aussage "die Partei litt lange unter einer dogmatischen Intoleranz, und zwar sowohl von rechts wie von links" ist erstaunlich (und im Nachhinein einsichtig). Dies vor dem Hintergrund, dass er diese dogmatische Intoleranz der SP als Pateipräsident primär zu verantworten hat. Die Meinungen von Hubacher in diesem Interview sind realpolitisch erfrischend. Antworten


Gene Amdahl

04.09.2010, 07:39 Uhr
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"dogmatischen Intoleranz?" - Recherchiert man in der Vergangenheit wird es einem übel. War es doch der damalige SP-Präsident Helmut Hubacher der dem rumänischen Tyrannen Ceausescu die «volle Solidarität der SPS» versicherte und übermittelte ihm «brüderliche Grüsse». Antworten


Erich Wender

04.09.2010, 07:12 Uhr
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Ja, Herr Hubach hat immer was zu sagen. Er kommt mir etwa vor, wie Kurt Felix, der bei jeder neuen Fernseh-Sendung von den Medien um Rat gefragt wird. Wenn er aber heute noch auf der grossen Bühne stehen würde, wärs ein Flop. Gibts keine anderen Politiker? Antworten



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