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Minarett-Gegner Wobmann kämpft auch im Ausland

Minarett-Gegner und SVP-Nationalrat Walter Wobmann führt auch im Ausland einen Kreuzzug gegen die Islamisierung Europas: Dafür ist er sich nicht zu schade, auch in rechtsextremen Kreisen aufzutreten.

Kreuzzug gegen die Islamisierung Europas: SVP-Nationalrat Walter Wobmann.

Kreuzzug gegen die Islamisierung Europas: SVP-Nationalrat Walter Wobmann.
Bild: Keystone

Vor einem halben Jahr äusserte sich SVP-Nationalrat Walter Wobmann(SO) in der rechtsextremen Wiener Wochenzeitschrift «Zur Zeit» zum Thema Islamisierung. «Ich weiss erst seit Kurzem, dass die Türkei angeblich 2012 Mitglied werden soll – der Fahrplan läuft in diese Richtung, und da wird mir natürlich Angst und Bange», meinte Wobmann, als er zur Position der Schweiz zum EU-Beitritt der Türkei gefragt wurde. Das sei eine Katastrophe für ganz Europa, weil die Türkei kein richtiges europäisches Land sei – nur ein kleiner Zipfel gehöre zu Europa.

In der Türkei gebe es eine ganz andere kulturelle Mentalität, den Islam, und dieses Problem «wird uns in nächster Zeit sowieso noch mehr beschäftigen», so Wobmann. «Wenn die Türkei dazukommt, ist das natürlich eine Steigerung um den Faktor 1000, weil heute schon viele Türken in Mitteleuropa leben, und durch den EU-Beitritt und die Niederlassungsfreizügigkeit könnten nachher quasi alle kommen, die kommen möchten, und das wäre natürlich verheerend für Zentraleuropa.»

Eine Plattform für Holocaust-Leugner

Herausgeber der Wochenpublikation «Zur Zeit» ist der Europa-Abgeordnete und Rechtsaussen-Politiker Andreas Mölzer. Sein Blatt bietet Holocaust-Leugnern wie John Gudenus eine Plattform.

Gudenus sass im österreichischen Bundesrat, wurde 2006 aber wegen NS-Wiederbetätigung verurteilt, weil er den Holocaust geleugnet und verharmlost hatte. Er sprach sich gegen das NS-Verbotsgesetz aus und lehnte die Errichtung einer Gedenkstätte im ehemaligen KZ Mauthausen ab. John Gudenus bezeichnete ausserdem Entschädigungszahlungen an Opfer des nationalsozialistischen Terrors als «Schutzgeld».

Kontakt zu allen rechtsextremen Kreisen Europas

Aber auch Mölzer ist kein unbeschriebenes Blatt: Der Politiker und Publizist stand selbst für FPÖ-Chef Jörg Haider zu weit rechts. Mölzer wurde 2005 aus der Partei ausgeschlossen. Von ihm stammt der Satz, dass die deutsche Volks- und Kulturgemeinschaft in Deutschland und in Österreich «erstmals in seiner tausendjährigen Geschichte» vor einer «Umvolkung» stehe.

Mölzer und seine Anhänger pflegen enge Kontakte zu deutschnationalen und faschistischen Gruppierungen und Parteien in ganz Europa, wie zum Beispiel zum belgischen Vlaams Blok um Philip Claeys, dem Front National von Jean-Marie Le Pen und der neofaschistischen Alternativa Sociale um Alessandra Mussolini. Erst nach der Abspaltung des Haider-Flügels von der FPÖ, wurde der Ausschluss Mölzers wieder rückgängig gemacht.

Wobmann weilte auf Einladung des deutschnationalen Flügels der Freiheitspartei (FPÖ) in Österreich. «Er sei als Privatmann für ein Referat eingeladen worden», betont der Solothurner Nationalrat. Zu seinem Interview meinte der SVP-Politiker: «Ich gebe auch linken Zeitungen Interviews. Und ob ‹Zur Zeit› eine komische Zeitung sei, ist Ansichtssache.» Seine Aussagen zur Türkei habe er als Privatmann gemacht und nicht als Nationalrat.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 08.10.2009, 14:18 Uhr

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27 Kommentare

Markus Rohner

14.10.2009, 11:06 Uhr
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Herr Wobmann engagiert sich mit beschriebenen Wortmeldungen im Ausland weit rechts. Zudem scheint ihm die Welt zu gross, wenn alles ausserhalb der EU Angst macht. Aus Angst sind Menschen manchmal ziemlich eigenartiges zu äussern und tun fähig, agresssives eingeschlossen. So wäre sein Engagement für die Anti-Minarett-Initiative erklärbar. Antworten


Reinhard Bauer

09.10.2009, 09:33 Uhr
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Es ist erschreckend, mit welch haarsträubenden Argumenten das Plakat und die Initiative verteidigt wird gegen den 'bösen' Islam. Das Christentum hat selber genug Dreck am Stecken (Kreuzzüge, Hexenverbrennung etc.) und die USA wüten noch immer in den Ländern!. Sollen doch die Fundis der SVP und EDU konsequent auf die arabischen Zahlen verzichten und sich stattdessen mit den römischen rumschlagen! Antworten


Peter Wenger

08.10.2009, 19:09 Uhr
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@Daniel Bürgin: Was müssen Sie für Superaugen haben, was Sie da alles sehen.. Ihr Bericht ist so etwas von peinlich. Aber Hauptsache ist ja, dass Sie ein Gutmensch sind, und über andere herzufallen können ( dürfen..) Bravo... Antworten


Helmut Melzer

08.10.2009, 18:57 Uhr
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Es ist nicht das erste mal das man in den Medien über die rechtsextremen Kontakte der SVP berichtet. Einige der Solgan und Wahlplakate werden sogar von ausländ. rechtsextremen Parteien kopiert. Es gibt nur einen kl. Unterschied: in den meisten Ländern sind diese rechtsextreme Parteien eine Randerscheinung die es wenn überhaupt nur kurzfristig in die Parlamente schafft, nicht so in der Schweiz. Antworten


Erich Richter

08.10.2009, 18:44 Uhr
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@ Ziegler - sehen Sie, Sie können wenigsten aufzählen mit wem die SVP Kontakte pflegt. Mit den Linken ist das schwieriger weil deren "Freunde" stets vermummt auftreten. Also machen Sie bitte keine einseitigen Vergleiche. Die, von Ihnen aufgezählten, "Rechtsradikalen" stehen wenigsten offen zu deren Sache. Antworten


Peter Ziegler

08.10.2009, 18:30 Uhr
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@ Paul Rohner. Ich hatte nicht einmal eine Meinung geäussert, sondern nur Fakten erwähnt, die in Deutschland und Österreich in jeder grossen Zeitung nachzulesen sind. Ich habe damit Ihre Freunde entlarvt, nicht wahr? Dennoch: es ist eine Ehre für mich, von Hasspredigern wie Ihnen verachtet zu werden. Antworten


Ruedi Tschudi

08.10.2009, 18:19 Uhr
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@Peter Züllig. Theoretisch haben sie Recht. In Wirklichkeit werden die Christen in der Türkei verfolgt. Z. Bsp. sind die syrisch-orthodoxen Türken auf der Flucht (vormals 200'000 jetzt noch 2000). So geht es allen christlichen Minderheiten in der Türkei. Die CH gewährt jedes Jahr hunderten von christlichen Türken Asyl. Die Türkei war früher christlich wie alle Staaten im Nahen Osten. Antworten


Heinz Fritschi

08.10.2009, 18:19 Uhr
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Hans Meister: was heisst da "verunglimpft"? er platziert sich ja selber unter Rechtsextremen. Da braucht es keine Linken dazu. Antworten


eugen bissegger

08.10.2009, 18:02 Uhr
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"Seine Aussagen zur Türkei habe er als Privatmann gemacht und nicht als Nationalrat". Dann hat offenbar eine politische private Aussage keine relevanz zur real politischen Tätigkeit. Ziemlich merkwürdig, oder eher entlarvend? Andere stehen politisch offen zu dieser Meinung und äussern dies auch privat. "Gedankenspiel". Antworten


Erhard Lüthi

08.10.2009, 18:01 Uhr
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So lange islamistische Extremisten Angst, Terror und Schrecken im Namen von Allah verbreiten können und dies zum Teil von den islamischen Staaten gedeckt wird, ist ein Unbehagen in der Bevölkerung hier in der westlichen Welt vorhanden und kann auch von unseren Intelektuellen nicht wegdiskudiert werden. Vorbehalte und Skepsis gegenüber dem Islam sind dadurch halt in der Bevölkerung vorhanden. Antworten


Paul Rohner

08.10.2009, 17:55 Uhr
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Ihre Vision mit dem Schatten eines Hakenkreuzes, was Sie im Minarett Plakat endteckt haben wollen,Herr Daniel Bürgin, ist eine Unterstellung aus der untersten Schublade. Merken Sie nicht, wie Sie den Befürwortern der Initiative, Dinge unterstellen die in unserer noch demokratischen Schweiz sicher nicht goutiert werden. Meiner Verachtung sind Sie sicher. Das gilt auch für Sie Herr Peter Ziegler. Antworten


Thomas Gauch

08.10.2009, 17:51 Uhr
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@Erich Richter; hat den Genf die Plakate verboten?? Zuerst mal informieren bevor hier gross rumplappern. Übrigens wird Genf von Linken regiert... Antworten


Markus Waldvogel

08.10.2009, 17:49 Uhr
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@ Samuel Wehrli Die SVP ist bei weitem die einzige Partei welche etwas für unser Land tut. Alle anderen Partien sehen ihr Wohl im Vordergrund. Man sollte mit denen sprechen, welche unsere Landesgrenzen für jederman aufmachen. Wie würde es wohl aussehen, wenn die Katholiken in den Osten gehen und dort ihre Bauten aufstellen? Bekämen wir auch von allen Seiten Unterstützung? Also. Antworten


Felix Bauer

08.10.2009, 17:44 Uhr
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Diese Initiative ist eine Schande fuer die CH und die SVP. Diese Partei, unterwandert von SD- und PNOS-Leuten, widerspricht mit der Initiative ihren eigenen Werten und Vorstellungen. Die Schweiz ist eben kein Staat, welcher durch eine Ethnie, Religion oder Sprache definiert ist. Sie ist ein reiner Willensbund - "weils zusammen einfacher ist". Deswegen existiert hier auch eine Religionsfreiheit. Antworten


Heinz Schwob

08.10.2009, 17:39 Uhr
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Den islam als Ideologie muss man ablehnen! Die Menschen muss man achten. Diesen Unterschied haben die meisten nicht erkannt. Das Plakat spiegelt nur die Wirklichkeit in Westeuropa, wobei gerade die Schweiz (noch) relativ wenig Minarette hat.. Antworten


Hans Müller

08.10.2009, 16:57 Uhr
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Leuenberger sass übrigens lange mit Blocher im Bundesrat. Ist er nun ein Rechter? Antworten


Hans Müller

08.10.2009, 16:56 Uhr
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@Peter Züllig Im "laizistischen" Staat Türkei ist Missionierung verboten. Kirchen gibt es dort rechtlich gesehen auch nicht, weil die keinen rechtlichen Status haben. Darum dürfen sie kein Land und keine Kirchen besitzen. Der Islam ist da stärker als sich der Normalbürger vorstellt. Antworten


Werner Holliger

08.10.2009, 16:49 Uhr
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@Peter Züllig: Ja, das ist sicher nicht schlecht, unsere "Islamexperten" auf diese Sachverhalte hinzuweisen. Und wenn diese Leute dann noch ein paar Franken für einen Koran (es gibt übrigens arabisch/deutsche Ausgaben und gute deutsche Kommentare) und ein wenig Zeit investieren würden, hätten sie immerhin eine schwache Ahnung, worüber sie überhaupt palavern.......... Antworten


Kurt Hauser

08.10.2009, 16:36 Uhr
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Ein mutiger Mann, wünsche ihm alles Gute! Antworten


Peter Ziegler

08.10.2009, 16:29 Uhr
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Die Vernetzung von Schweizer SVP-Politikern mit rechtsradikalen Freunden in Westeuropa ist nichts Neues, so zu FPÖ-Obmann Hans-Christian Strache (A), der in D vom Verfassungsschutz. beobachtet wird. Republikaner in Südbaden berichteten 2008 stolz von einem Meeting in Wien, wo sie u.a. mit Le Penne (F), dem inzwischen verstorbenen Jörg Haider (A), Christoph Blocher u.a. zusammentrafen. Antworten


rene klingler

08.10.2009, 15:51 Uhr
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Wobmann beweist Mut, er macht seine Sache sehr gut, ich drücke ihm die Daumen! Antworten


Daniel Bürgin

08.10.2009, 15:50 Uhr
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Wen wundert wirklich noch eine Kollaboration der SVP mit Rechtsextremen im In- und Ausland. Bedenken sind angezeigt, wenn viele DemokratInnen auf die populistischen, reisserischen Aktion der SVP- Damen und - Herren hereinfallen. Erst jetzt ist mir übrigens aufgefallen, dass das Plakat mit seinem Schattenspiel versteckt die Hakenkreuz-Fahne der Nazis (schwarzes Kreuz, weiss und rot) nachzeichnet. Antworten


Peter Züllig

08.10.2009, 15:43 Uhr
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Vielleicht wär es mal an der Zeit darauf hinzuweisen, dass der laizistische Staat Türkei strikte Trennung von Religion und Staat kennt und unter anderem das Tragen von Kopftüchern in öffentlichen Ämtern untersagt oder auch bspw. bereits seit 1934 das Frauenstimmrecht kennt (CH 1971). Aber der Begriff "Islam" wiegt bei vielen natürlich schwerer als jeglicher Sach- und Menschenverstand Antworten


Hans Meister

08.10.2009, 14:56 Uhr
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typische taktik der linksgerichteteten, man verunglimpft den gegner als rassisten und rechtsextremen, verhindert die plakate der andersdenkenden und versucht sie mundtot zu machen, dass alles unter dem deckmantel der toleranz, natürlich nur für die gleichdenkenden Antworten


Stephan Mürner

08.10.2009, 14:42 Uhr
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Man weiss ja schon lange, dass rechts von der SVP fast nichts mehr kommt. Es ist eine Schande für die Schweiz. Antworten


Erich Richter

08.10.2009, 14:26 Uhr
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Bravo, Herr Wobmann. Endlich einer, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Die Plakataktion läuft dank der Linker in der Schweiz auch sehr gut. Genf, Basel und Freiburg hätten nicht besser Werbung für die Aktion machen können. Da sieht man eben wieder einmal, dass die Linken der Schweiz nicht weiter als ihre Nasenspitze denken (können ?)... Antworten


Samuel Wehrli

08.10.2009, 14:25 Uhr
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Was die SVP macht ist sehr gefährlich. Mich würde es nicht wundern, wenn wir in Zukunft Schlagzeilen lesen müssen, wo berichtetwerden muss, dass Anschläge verübt worden sind, welche einen Zusammenhang mit der SVP haben. Antworten



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