«Mit dem Schwarzgeld verdienen die Banken am meisten Geld»
«Banküberfall»: Diesen Ausschnitt zeigte Günther Jauch in seiner Sendung.
Artikel zum Thema
Er habe das Verhalten der deutschen Regierung als eine «moderne Form des Banküberfalls» bezeichnet, sagte der TV-Moderator Günther Jauch zu Pirmin Bischof – und meinte damit eine Aussage, die der CVP-Politiker gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet gemacht hatte. Wie das zu verstehen sei?
Bischof antwortete, es sei «unstreitig, dass Steuerbetrug ein Delikt ist». Die Schweiz helfe bei Steuerverbrechen...«Aber Entschuldigung», unterbrach ihn Jauch, «bei Steuerhinterziehung hilft die Schweiz nicht, das ist ein feiner Unterschied». Das sei nicht ganz richtig, widersprach Bischof. «Deutschland und die Schweiz sind in Verhandlungen zu einem Steuerabkommen, und da wird die Schweiz vollumfänglich Amtshilfe leisten, auch bei Steuerhinterziehung.»
Die Kunden schweigen
Er habe diese Aussage gemacht, weil er das Vorgehen nicht richtig finde. «Soll im Vertrauensverhältnis zwischen zwei Staaten es zum Geschäftsmodell werden, dass eine Regierung sich mit Dieben einlässt?» Ausländische Kunden hätten ihr Geld in der Schweiz, weil das Land ein stabiles System habe, nicht, um Steuern zu hinterziehen. «Aber mit dem Schwarzgeldverdienen die Banken am meisten Geld» antwortete Jauch nüchtern. Diese Kunden würden sich nicht über hohe Gebühren beschweren, damit sie nicht auffliegen.
Mit Bischof in der Runde sassen Rudolf Elmer, Ex-Manager der Bank Julius Bär sowie Wolfgang Bornhelm, Steuerberater. Elmer erzählte, wie er einst – nach eigenen Aussagen massiv bedroht von Steuersündern und von der Bank – Daten an deutsche Behörden auslieferte.
«Manche Leute sind unbelehrbar»
Bornhelm wiederum wurde von Jauch gefragt: «Wer ist heute noch so bescheuert, Schwarzgeld in der Schweiz zu haben?» «Wir versuchen das ja», antwortete der Steuerberater, «aber die Tatsache ist, dass manche Leute unbelehrbar sind». Bornhelm hielt übrigens auch einen Tipp parat für deutsche Steuersünder, bei denen beim Frühstück die Ermittler klingeln: «Schweigen.» Nicht umsonst heisse es, dass lange sitze, wer früh singe. Bei einem Geständnis brauche der Staat gar nicht mehr gross an Daten zu kommen. (oku)
Erstellt: 03.02.2010, 23:02 Uhr
Schweiz
- 12:0518 Milliarden Franken für zukunftsfähiges Stromnetz
- 11:03Junge Männer trinken am Samstag zwei Liter Bier
- 10:45Berset eilt von einer Baustelle zur nächsten
- 08:52Die Schweizer sind Europas Sprachkünstler
- 07:52«Der Bund soll nicht für den Bankenplatz bezahlen»
- 06:45Erst Pension verjubeln, dann beim Staat die hohle Hand machen
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!





