Schweiz
«Mit der Windkraft steigt das Stromausfall-Risiko»
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Klaus Fröhlich ist ETH-Professor für elektrische Energieübertragung und ist Vorsitzender des technischen Komitees der Cigré, des internationalen Verbands der Energieübertrager.
Herr Fröhlich, wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass in der nächsten Zeit der Strom in der Schweiz ausfällt?
Wenn Sie beim Übertragungsnetz von der Schweiz sprechen, meinen Sie eigentlich Europa, denn es gibt keine Insel Schweiz. Ein grosser Ausfall würde ganze Teile Europas betreffen.
Und wie stabil ist das europäische Netz?
Der letzte grosse Zwischenfall war am 4. November 2006. Aber mit dem Ausbau der Windkraft steigt das Risiko.
Woran liegt das?
Das elektrische Netz muss genauso viel Energie bereitstellen, wie verbraucht wird, sonst bricht es zusammen. Der Wind bläst aber nicht immer dann, wenn grosse Mengen Energie abgenommen werden. Laut einer Prognose soll 2020 ein Viertel des Stroms in Europa mit Windkraft produziert werden.
Wer gleicht diese Fluktuationen aus?
Zum Beispiel Wasserkraftwerke in den Alpen. Das Problem ist, dass die Transportkapazität innerhalb Europas oft am Limit ist.
Also liegt das Problem bei den Leitungen?
Ja, aber es ist kein technisches Problem. Seit Jahren werden Projekte für neue Leitungen verzögert.
Würde ein neues Kernkraftwerk in der Schweiz helfen?
Dies ist in erster Linie eine politische und wirtschaftliche Frage, wo wir den Strom produzieren wollen. Auf die Sicherheit des Netzes hat dies keinen unmittelbaren Einfluss. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 20.06.2009, 21:54 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.





