«Mit einem Turm-Verbot werden die Frauenrechte nicht verteidigt»
Maria Roth-Bernasconi, Co-Präsidentin der SP.
Artikel zum Thema
«Mit dem Verbot eines Turmes werden die Rechte der Frauen nicht verteidigt», hiess es am Donnerstag in Bern. In gewissen fundamentalen muslimischen Kreisen gebe es Probleme wie Zwangsheirat oder Burka, räumte Maria Roth-Bernasconi, Co-Präsidentin der SP Frauen, ein. Es gelte aber, für die einzelnen Probleme Lösungen zu finden und nicht Diskriminierungen einzuführen, die das Feuer anheizten, das gelöscht werden sollte.
Die Gleichstellungspolitik fange bei den Massnahmen gegen Gewalt an Frauen, bei den Forderungen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und bei der Forderung nach gemischten Teams in Wirtschaft und Politik an, fügte Jacqueline de Quattro, Präsidentin der FDP Frauen, an. Statt sich hier einzusetzen, vermische die SVP mit ihrer Minarett-Initiative Religion und Integration. Gleichstellungspolitik heisse aber, allen Menschen die gleichen Rechte und Chancen zu gewähren, egal welcher Religion sie angehörten. (etr/ap)
Erstellt: 19.11.2009, 10:26 Uhr
Schweiz
Schweiz
Meistgelesen in der Rubrik Schweiz
- 1Roger de Weck in der Kritik
- 2Rohe Gewalt als Markenzeichen
- 3300 Einsprachen gegen Bauprojekte – Initianten gehen auf die Barrikaden
- 4Die seltsame Vergabepraxis des Bundesamts für Migration
- 5Möglicher Euro-Austritt: Bund arbeitet an Notfallplan
- 6«Die Schweiz muss intensiver nach Steuerbetrügern fahnden»
































