«Mit einem Turm-Verbot werden die Frauenrechte nicht verteidigt»

Aktualisiert am 19.11.2009

Die Frauen der SP, Grünen, FDP und CVP sehen keinen Zusammenhang zwischen einem Minarettverbot und der Gleichstellung. Sie lehnen die Initiative ab.

«Mit dem Verbot eines Turmes werden die Rechte der Frauen nicht verteidigt», hiess es am Donnerstag in Bern. In gewissen fundamentalen muslimischen Kreisen gebe es Probleme wie Zwangsheirat oder Burka, räumte Maria Roth-Bernasconi, Co-Präsidentin der SP Frauen, ein. Es gelte aber, für die einzelnen Probleme Lösungen zu finden und nicht Diskriminierungen einzuführen, die das Feuer anheizten, das gelöscht werden sollte.

Die Gleichstellungspolitik fange bei den Massnahmen gegen Gewalt an Frauen, bei den Forderungen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und bei der Forderung nach gemischten Teams in Wirtschaft und Politik an, fügte Jacqueline de Quattro, Präsidentin der FDP Frauen, an. Statt sich hier einzusetzen, vermische die SVP mit ihrer Minarett-Initiative Religion und Integration. Gleichstellungspolitik heisse aber, allen Menschen die gleichen Rechte und Chancen zu gewähren, egal welcher Religion sie angehörten. (etr/ap)

Erstellt: 19.11.2009, 10:26 Uhr

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