Mit falschem Sohn Tausende von Franken erschwindelt

Aktualisiert am 02.11.2009

Das Amtsstatthalteramt Luzern hat ein Ehepaar mit Geldstrafen und Bussen verurteilt, weil es einen Bruder der Ehefrau als eigenen Sohn ausgab und so mehrere Jahre unrechtmässig Kinderzulagen kassierte.

Der «falsche» Sohn lebt inzwischen bei seinen richtigen Eltern in der Türkei, wie die Strafuntersuchungsbehörden mitteilten. Das Ehepaar stammt ursprünglich aus der Türkei. Der Mann wurde 1997 eingebürgert. Im Jahr 2001 haben die beiden den heute elf Jahre alten Bruder der Ehefrau in die Schweiz geholt und diesen als eigenen Sohn ausgegeben. Mit gefälschten Papieren aus der Türkei haben sie in der Schweiz im Jahr 2002 für ihren Sohn das Schweizer Bürgerrecht und die Schweizer Identitätskarte beantragt und erhalten. Zudem haben sie für den Sohn seither unrechtmässig Kinderzulagen in der Höhe von über 14'000 Franken bezogen.

Das Amtsstatthalteramt Luzern hat nun den 31-jährigen Schweizer unter anderem wegen Betrugs, Urkundenfälschung und Erschleichens einer falschen Beurkundung mit einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 50 Franken und einer Busse von 500 Franken bestraft. Seine 28-jährige Ehefrau wurde wegen Betrugs mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 30 Franken und einer Busse von 300 Franken bestraft. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. (sam/ap)

Erstellt: 02.11.2009, 14:42 Uhr

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