Müller steht nun doch hinter dem Gripen-Deal

Letzten Herbst zeigten sich bürgerliche Politiker – allen voran FDP-Chef Philipp Müller – kritisch was das Gripen-Geschäft betrifft. Die Skepsis ist laut «10vor10» nun verflogen.

Wir sind jetzt auf dem besten Weg, dass es gut kommt» FDP-Chef Philipp Müller.

Wir sind jetzt auf dem besten Weg, dass es gut kommt» FDP-Chef Philipp Müller. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der umstrittene schwedische Kampfjet Gripen dürfte im Parlament nun eine Mehrheit finden. Nach CVP sprechen sich jetzt auch BDP und FDP für den Gripen aus, wie «10vor10» berichtet. FDP-Präsident Philipp Müller sagt gegenüber der Sendung: «Es sieht jetzt so aus, als würde das VBS unsere Forderungen erfüllen. Wir sind jetzt auf dem besten Weg, dass es gut kommt.»

Im letzten Herbst noch kritisierte Müller den Gripen in einem Interview scharf und regte die Evaluation eines neuen Flugzeuges an. Auch die Sicherheitspolitiker der FDP wollen den Gripen nun durchwinken. Anfang Jahr drohte FDP-Ständerat Hans Hess, Präsident der Sicherheitspolitischen Kommission noch damit, das Gripen-Geschäft verschieben zu wollen, weil wichtige Unterlagen fehlten. Heute sagt Hans Hess gegenüber «10vor10»: «Wir haben jetzt die Botschaft erhalten und werden im Februar entscheiden. Und es sieht so aus, dass wir dem Geschäft zustimmen können.»

Auch CVP und BDP für den Gripen

Im letzten Herbst haben die bürgerlichen Parteien in einem Brief an die Bundespräsidentin viele kritische Fragen gestellt (Tagesanzeiger.ch berichtete). In der Zwischenzeit konnte das VBS die Zweifel der bürgerlichen Parteien offenbar ausräumen. Sowohl CVP und BDP bestätigen heute gegenüber der Sendung von SRF, dass sie dem Gripen-Geschäft zustimmen werden.

In der kommenden Frühlingssession wird sich der Ständerat mit dem umstrittenen Rüstungsgeschäft befassen. (kpn)

Erstellt: 01.02.2013, 19:48 Uhr

Bildstrecke

Gripen F Demonstrator im Berner Oberland

Gripen F Demonstrator im Berner Oberland Anlässlich des traditionellen Fliegerschiessens der Schweizer Luftwaffe im Berner Oberland wird auch der Gripen F Demonstrator vorgestellt.

Artikel zum Thema

«Der Gripen hat die Nase vorn»

Armeechef André Blattmann setzt sich mit Vehemenz für den Gripen ein. Während in der Schweiz noch diskutiert wird, macht Schweden Nägel mit Köpfen. Mehr...

Maulkörbe und Mobbing in der Luftwaffe

Flugversuchsingenieur Gérard Levrat wurde bei der Luftwaffe kaltgestellt. Seinem Nachfolger fehlt für die Kontrolle der Gripen-Entwicklung sowohl die Ausbildung als auch die Erfahrung. Mehr...

«Ich werde gerne angegriffen»

Er bleibt auf Gripen-Kurs und sieht Olympia 2022 als Chance für die Schweiz: Ueli Maurer im grossen Interview mit «Le Matin». Nächstes Jahr ist er Bundespräsident – und hat dafür ein erstes Motto kreiert. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Blog

Kommentare

Abo

Digitale Abos - Neu ab 18.- pro Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen. Flexibel und jederzeit kündbar
Neu nur CHF 18.- pro Monat

Die Welt in Bildern

Einer tanzt aus der Reihe: Jets der Patrouille de France zeigen anlässlich der 52. Pariser Luftfahrtschau auf dem Flughafen Le Bourget ihr Showprogramm. (25. Juni 2017)
(Bild: Pascal Rossignol) Mehr...