Schweiz
Mystery Park: Überlebt er am Ende doch?
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Ständiges Auf und Ab
Am 1.März 2001 erfolgt der Spatenstich zum 80-Millionen-Projekt auf dem Flugplatz Interlaken, am 23.Mai 2003 ist Eröffnung. Nach anfänglichen Erfolg sinken die Besucherzahlen. Im Januar 2005 haben die Park-Aktien im Vergleich zum Vorjahr über 40 Prozent an Wert eingebüsst. Im Oktober 2005 tritt Verwaltungsratspräsident Oskar Schärz zurück. Sein Nachfolger wird Achilles Handschin.
Im Februar 2006 leitet die Standortgemeinde Matten bei Interlaken eine Betreibung über 310000 Franken ein. Im Juli 2006 wird eine Nachlassstundung bewilligt, der potenzielle Investor Jakob Dietiker springt ebenfalls ab. Im Oktober 2006 wird der millionste Besucher empfangen. Wenige Wochen später, Ende November, wird der Mystery Park geschlossen. Im Februar 2007 bestätigt das Gericht die Nachlassstundung. Ende 2007 kauften die beiden Thuner Unternehmer Stefan Linder und Peter Stähli mit ihrer Firma New Inspiration AG den Park für 14 Millionen. Partner sind die Casino Kursaal Interlaken AG und die Generalbauunternehmung AG von Oskar Schärz.
Mit dem Kauf des Aktienpakets von Stähli und Linder im Oktober 2008 wird Schärz Hauptaktionär.
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Marcel Meier von der Firma New Inspiration AG ist der neue Geschäftsführer des Mystery Park – mindestens einen Sommer lang. Und er hat ein schweres Erbe anzutreten. Der Park ist mit vielen negativen Schlagzeilen behaftet, die letzten stammen von Oktober des vergangenen Jahres, als sich das Nachfolgeprojekt «Two Lake City» in Luft auflöste. Der Mystery Park ist seit Ende November 2006 geschlossen, Hauptaktionär der New Inspiration AG ist Oskar Schärz, der frühere Verwaltungsratspräsident des Parks.
Wieder Geld investieren
Marcel Meier: «Wir haben uns spontan für eine Wiederbelebung des Areals entschieden.» Obwohl es schwierige Zeiten sind, gehen wir davon aus, dass wir den Betrieb kostendeckend führen können.» Die New Inspiration AG investiert mehrere hunderttausend Franken in das Projekt. Für die Eröffnung vom 15.Mai ist aber noch einige Arbeit notwendig. «Wir bauen einen grossen Kinderspielplatz mit Spielhallen, Spielgeräten, Kletterwänden und vielem mehr.» Sanierungen des Parks seien nicht notwendig, die Anlage sei in den drei unbenutzten Jahren gut gepflegt worden. «Einzig bei der Computer- und Lichttechnik müssen wir das eine oder andere ersetzen.»
Marcel Meier rechnet mit einem Personalbestand von vierzig Personen. Rekrutieren will er diese vor allem aus ehemaligen Mitarbeitern, Saisoniers und von Stellenvermittlungsbüros. Auch der ehemalige Betriebsleiter Bernhard Zysset sei wieder mit an Bord.
Der Fokus des Parks liegt gemäss Meier künftig auf Familien, Einheimischen und Schweizer Publikum. Als Zugpferd wird auch der Gründervater Erich von Däniken eingesetzt, der eine Vortragsreihe halten wird. Details wollen die Verantwortlichen Mitte Monat bekannt geben.
Entscheidung im Herbst
Aller Aufbruchsstimmung zum Trotz: Marcel Meier ist sich sicher, dass der Park in der bisherigen Form zum letzten Mal so geöffnet wird. Denn Ende Oktober wird voraussichtlich der Startschuss für das Nachfolgeprojekt fallen. Verändert wird auch die Firma New Inspiration AG, künftig soll es zwei Gesellschaften geben, eine für den Betrieb des Parks mit Gastronomie, Shops und Events, die zweite Gesellschaft wird zur Immobiliengesellschaft mit den Aufgaben Ausbau, Events und Vermietung.
Auch das liebe Geld ist wieder ein Thema, wie Hauptaktionär Oskar Schärz auf Anfrage erklärt. Man sei immer noch auf der Suche nach Partnern, die investieren wollten.
Fürs Erste erleichtert ist man bei der Tourismus Organisation Interlaken. Der Präsident Werner Affentranger ist froh, dass wieder etwas passiert im Park. «Für unsere Destination ist es eine Erweiterung des Angebots, besonders bei Schlechtwetter.» Er sieht in der Wiedereröffnung eine Chance für einen Relaunch des ganzen Areals. «Wir hoffen, dass es nicht nur bei einem Sommer bleibt.» (Berner Zeitung)
Erstellt: 01.04.2009, 07:30 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.





