Nationalfonds startet 12 Projekte der Stammzellenforschung

Aktualisiert am 09.04.2010

Der Bund baut die Forschung an Stammzellen massiv aus: Auch, um junge Wissenschaftler zu fördern.

Die Stammzellforschung in der Schweiz soll gestärkt werden. Dazu hat der Schweizerische Nationalfonds (SNF) ein Forschungsprogramm lanciert. Zwölf Projekte sollen dazu beitragen, die Funktion von Stammzellen besser zu verstehen, wie der SNF am Freitag mitteilte.

Auf Stammzellen ruhe eine grosse Hoffnung, unheilbare Krankheiten zu überwinden, wie zum Beispiel Parkinson oder Diabetes Typ 1. Noch sei aber unklar, wie die Zellen im Detail funktionieren, heisst es in der Mitteilung.

Beitrag zur Wundheilung untersucht

Der Druck auf die Forschung sei gross, so rasch wie möglich therapeutische Grenzen zu verschieben. Dabei bestehe die Gefahr, voreilig klinische Versuche durchzuführen, ohne genau zu verstehen, was die Stammzellen im menschlichen Körper bewirken.

Vor diesem Hintergrund untersuche ein Forschungsteam nun beispielsweise Stammzellen, um besser zu verstehen, wie sie zur Wundheilung beitragen könnten. Ein anderes Team forscht, ob nach einer Stammzelltransplantation verhindert werden kann, dass aus den Stammzellen ein Hirntumor entsteht.

Ein weiteres Projekt geht der Frage nach, wie aus einem Spermium und einer Eizelle die befruchtete Eizelle - eine neue Stammzelle - entsteht und welche Faktoren diesen Prozess steuern. Weitere Forscher werden sich mit der rechtlichen und ethischen Problematik der Blutstammzellspende befassen.

Forschung über drei Jahre

Ziel des Forschungsprogramms «Stammzellen und regenerative Medizin» (NFP 63) sei es, eine gute Grundlage für künftige medizinische Anwendungen zu schaffen. Zudem solle die Schweizer Stammzellforschung gefördert und Nachwuchs ausgebildet werden. Die Forschungsarbeiten beganne am 1. März 2010 und dauern bis 2013.

Beteiligt sind Forschungsgruppen aus verschiedenen akademischen Institutionen in Basel (4 Projekte), Bern (1), Genf (1), Lausanne (2) und Zürich (4). Das NFP 63 verfügt über einen Finanzrahmen von 10 Millionen Franken. (oku/sda)

Erstellt: 09.04.2010, 12:14 Uhr

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