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Nervenkrieg um die Geiseln in Tripolis – Bangen der Angehörigen in der Schweiz

Aktualisiert am 26.08.2009

Noch sind der 54-jährige Max Göldi und der psychisch stark angeschlagene 68-jährige Rachid Hamdani in Libyen. Ihre Familien haben nun in Medienberichten darüber Auskunft gegeben, wie es ihnen selber in der Schweiz geht.

Hier leben die Geiseln seit Monaten: die Schweizer Botschaft in Tripoli.

Hier leben die Geiseln seit Monaten: die Schweizer Botschaft in Tripoli. (Bild: Keystone)

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Das Flugzeug

Der Bundesratsjet, der am Dienstag nach Tripolis flog, hat Libyen heute Mittwoch vermutlich noch nicht verlassen. Das Departement von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz hat am Morgen nach wie vor nicht bestätigt, dass sich ein Flugzeug in Tripolis befindet, um die Geiseln zurückzuführen.

Laut Jean Ziegler und mehreren übereinstimmenden Quellen müsste der Bundesratsjet am Dienstagnachmittag auf einem Militärflugplatz in der Nähe von Tripolis gelandet sein. Tagesanzeiger.ch/Newsnet hält Sie so schnell wie möglich über die weiteren Ereignisse auf dem Laufenden.

Sogar das engste Umfeld der Geiseln weiss nicht mehr, als in den Medien steht: «Ich bin zwar froh, dass Bewegung in die Situation kommt», sagt die Ehefrau von Rachid Hamdani gegenüber der «Aargauer Zeitung», doch wisse sie nicht, ob sie am Abend am Flughafen Bern Belp ihren Mann in die Arme schliessen könne. «Ich kann nur abwarten, hoffe aber, dass der Albtraum der letzten 13 Monate endlich ein Ende hat.»

Rachid Hamdani, der für eine Schweizer Firma in Tripoli arbeitet, soll offenbar psychisch stark angeschlagen sein; das sagt der Genfer SVP-Politiker Stéphane Valente, der mit den Geiseln in regelmässigem Mailkontakt steht. Besonders gelitten habe er darunter, dass er seine beiden Enkel noch nie habe sehen können; diese wurden während seiner Gefangenschaft geboren.

Bruder demonstriert für Freilassung

Dem Berner Max Göldi soll es den Umständen entsprechend gut gehen, wie sein Arbeitgeber ABB der «Aargauer Zeitung» sagt. Nach seiner Rückkehr brauche er aber sicher erst mal eine Ruhepause. Die wird er mit seiner Frau und seiner Familie verbringen: Gerade seine zwei Brüder, Moritz und Christian Göldi, setzten sich stark für ihn ein.

Christian nahm an einer Demonstration für die Freilassung seines Bruders in Genf teil. Moritz Göldi sagte gegenüber der Zeitung «Sonntag»: «Wir hoffen nun alle sehr, dass er nach Hause kommen kann.» (cha)

Erstellt: 26.08.2009, 10:52 Uhr

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