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Neue Anschläge auf Manager von Novartis

Militante Tierschützer haben in Mexiko, Russland und Spanien Farb- und Sprengstoffanschläge auf den Pharmakonzern verübt.

Vasellas Jagdhaus in Österreich: Hier schlugen die Aktivisten im August 2009 zu.

Vasellas Jagdhaus in Österreich: Hier schlugen die Aktivisten im August 2009 zu.
Bild: Keystone

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Novartis (NOVN 51.2 -0.39%) hat nach wie vor ein Sicherheitsproblem. Seitdem militante Tierschützer vor rund einem Jahr die Asche von Daniel Vasellas Mutter vom Friedhof in Chur entwendet haben, sind mindestens vier weitere Anschläge auf Einrichtungen oder Manager von Novartis verübt worden.

Der jüngste Anschlag ereignete sich am 1. August in Barcelona. Aktivisten verwüsteten nachts die Fassade des Hauses einer Novartis-Geschäftsführerin. Die Tierschützer füllten das Schloss der Haustür laut einem Bekennerschreiben mit Leim und warfen vier Farbbeutel.

Neben den Farbschäden prangte der Slogan «M. S. F. quält Tiere. Novartis = HLS». Die Aktivisten wollen mit ihren Aktionen erreichen, dass Novartis die Zusammenarbeit mit dem umstrittenen Tierversuchslabor Huntingdon Life Sciences (HLS) einstellt, was ihnen im Fall des zweiten Schweizer Pharmariesen Roche mit ähnlichen Methoden gelungen ist.

Rohrbombe vor Novartis-Niederlassung

Bereits am 27. April attackierten militante Tierschützer ein Bürohaus in Moskau, in dem Novartis-Einrichtungen untergebracht sind, mit Steinen, Rauchpetarden und Farbbomben. Und am 19. Mai fand die mexikanische Polizei in Guadalajara eine Rohrbombe vor einer Novartis-Niederlassung, die offenbar kurz vor der Explosion stand.

Wie mexikanische Medien berichteten, war an der gleichen Stelle bereits am 22. September 2009 ein Sprengsatz aus Dynamit und Butangas explodiert. Ein Novartis-Sprecher bestätigt die Vorfälle, präzisiert indes, der Anschlag vom 22. September habe in Mexiko City stattgefunden. Laut den einschlägigen Internetforen der Tierschutzaktivisten scheint es in keinem der Fälle zu Verhaftungen gekommen zu sein. Novartis wollte sich dazu nicht äussern.

Zwei Aktivisten festgenommen

Einen Erfolg erzielten die Ermittler jedoch Ende Juli in England. Die Polizei nahm zwei Aktivisten der losen Gruppierung Militant Forces Against Huntingdon (MFAH) fest. Sie hatten mutmasslich die Fahrzeuge einer Tierfarm in Brand gesetzt, die mit Huntingdon Life Sciences zusammenarbeitet.

Die MFAH bekannte sich auch zu den Anschlägen auf Daniel Vasella im letzten Jahr. Die Staatsanwaltschaft Graubünden hat die Ermittlungen im Fall vorübergehend eingestellt. «Daran hat sich bis jetzt nichts geändert, aber die Verbindungen zu den englischen Gruppierungen werden weiterverfolgt», sagt Maurus Eckert vom Untersuchungsrichteramt Graubünden.

Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) wollte aus ermittlungstaktischen Gründen nicht darüber Auskunft geben, ob man mit den Engländern in Kontakt stehe. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 01.09.2010, 19:51 Uhr

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1 Kommentar

Yolanda Bertschinger

01.09.2010, 22:34 Uhr
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Ich verstehe - bei allem Respekt der Medizin gegenüber - einfach nicht, weshalb sich Novartis nicht vom umstrittenen Tierversuchslabor Huntingdon Life Sciences (HLS) trennt. Wenn man die Aussagen von einigen Ex-Mitarbeiter von HLS liest oder Aufnahmen von versteckten Kameras anschaut , dann kommen einem wirklich Zweifel auf, was genau in diesem Versuchslabor geschieht. Antworten



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