Schweiz

Neue Statistik: Tamilen sind krimineller als Ex-Jugoslawen

Aktualisiert am 12.09.2010 141 Kommentare

Erstmals liegen genaue Zahlen zur Kriminalität in Bezug auf das Herkunftsland vor. Die Statistik zeigt ein deutliches Bild, widerspricht aber auch gängigen Klischees, die in der Bevölkerung herrschen.

Quelle: BFS

Kriminalitätsraten in der ständigen Schweizer Wohnbevölkerung: Männer, 18 - 34 jährig, Delikte nach StGB.


Wenig überrascht über die Herkunft der Straftäter: Die Polizei bei einer Abführung.

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Männer aus Angola, Nigeria und Algerien kassieren in der Schweiz sechsmal mehr Strafanzeigen als Schweizer Männer. Dafür sind die Schweizer fast doppelt so kriminell wie eingewanderte Deutsche.

Erstmals konnten die Experten vom Bundesamt für Statistik die Kriminalitätsrate in Beziehung zur Nationalität der in der Schweiz wohnhaften Bevölkerung setzen. Die Zahlen basieren auf der polizeilichen Kriminalstatistik 2009 und wurden für die «SonntagsZeitung» erhoben. Demnach sind Tamilen fast fünf Mal krimineller als Schweizer. Männer aus dem ehemaligen Jugoslawien geraten nur doppelt oder dreimal soviel in Konflikt mit dem Gesetz, noch weniger oft als Türken.

Tamilen in den Fokus

SVP-Nationalrat Yvan Perrin fordert nun Integrationsmassnahmen bei allen Gruppen, die hohe Werte aufweisen. «Nicht nur für bisher bekannte, sondern auch für neue wie Dominikaner oder Tamilen», sagt er gegenüber der «SonntagsZeitung».

FDP-Integrationsspezialist Philipp Müller will die Einwanderung aus Nicht-EU-Staaten einschränken: «Die Zahlen zeigen klar, dass wir dort ein Integrationsproblem haben.» Er reicht dazu nächste Woche drei parlamentarische Initiativen ein.

Migrationschef zeigt sich überrascht

Alard du Bois-Reymond, der Direktor des Bundesamts für Migration (BfM), zeigt sich im Interview mit dem «Sonntag» überrascht «von der Deutlichkeit des Bildes». «Die Zahlen sind frappierend», so der BfM-Chef. «Noch immer sind Afrikaner in der Schweiz zu wenig gut integriert.»

Wenig überrascht zeigt sich die Polizei. So sagt Heinz Buttauer, Präsident des Verbandes Schweizerischer Polizei-Beamter (VSPD) gegenüber der «Sonntag»: «Wir beobachten seit Jahren, dass es Bevölkerungsgruppen gibt, die mit dem Vorsatz in die Schweiz kommen, hier zu delinquieren.» Er könne zudem nicht nachvollziehen, weshalb permanente Gesetzesbrecher ungescholten in der Schweiz leben können, ohne, dass ihnen eine Abschiebung drohe.

(mrs)

Erstellt: 12.09.2010, 09:34 Uhr

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141 Kommentare

Mike Albrecht

12.09.2010, 10:43 Uhr
Melden 10 Empfehlung 1

«Noch immer sind Afrikaner in der Schweiz zu wenig gut integriert.» Besser wäre es, man würde sie bereits an der Grenze zurückweisen. In den nächsten Jahren werden noch viel mehr Asylanten und Migranten in die Schweiz kommen wolllen. Das Boot ist voll. Antworten


Michael Höchli

12.09.2010, 10:44 Uhr
Melden 9 Empfehlung 0

Ich mag's wirklich nicht mehr hören: Offensichtlich war jeder Immigrant, der letztlich in unserem Land delinquiert und das Gastrecht verletzt hat, zu wenig gut integriert!! Soll nun einem Asylsuchenden oder Wirtschaftsflüchtling mit der angestrebten Integration eine Bringschuld oder uns Schweizern eine Holschuld aufgebürdet werden? Ich lebte viele Jahre im Ausland, hatte aber nie delinquiert! Antworten



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