Schweiz
Neuer Anlauf für die Swissmetro
Aktualisiert am 05.03.2012 99 Kommentare
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Die Idee einer Swissmetro fasziniert die Schweiz bereits seit etwa 30 Jahren. Dank einer unterirdischen Magnetschwebebahn, die mit einem Tempo von bis zu 500 km/h verkehren soll, könnten die Reisezeiten zwischen den Zentren der Schweiz massiv reduziert werden. Die Strecke St. Gallen-Genf wäre dann in einer Stunde zu machen. Und die Reisezeit von Zürich nach Bern oder Basel würde zirka zwölf Minuten betragen. So verlockend die Möglichkeiten der Swissmetro sind, so schwierig ist das Projekt zu realisieren.
Seit die Swissmetro AG vor drei Jahren resignierte und sich auflöste, hat es sich vor allem der Verein Pro Swissmetro zur Aufgabe gemacht, die Idee einer unterirdischen Magnetschwebebahn am Leben zu erhalten.
Ein Stück Swissmetro-Tunnel mit Fahrzeug im Massstab 1:10
Jetzt haben die Ingenieure des Vereins Pro Swissmetro einen gemäss eigener Einschätzung wichtigen Zwischenerfolg realisiert. Im Versuchsstollen Hagerbach bei Flums (SG) haben sie ein funktionierendes Modell aufgebaut, ein Stück Swissmetro-Tunnel mit Fahrzeug im Massstab 1:10 , wie die «Südostschweiz» berichtet (Artikel online nicht verfügbar).
«Die technische Machbarkeit ist damit im Grundsatz erstellt», sagt der Elektrotechnik-Experte Roland Rebsamen, der das Modell mit Studenten an der Hochschule für Technik in Buchs gebaut hat. In der Röhre herrsche ein Teilvakuum, welches die Luftreibung bei hohem Tempo entscheidend reduziere. Für die Passagiere sei der Unterdruck kein Problem, weil der Zug wie eine Flugzeugkabine gebaut sei. «Die Schweiz könnte mit dieser Technik zu einer weltweiten Vorreiterin aufsteigen», meint der ehemalige Dozent.
Ökologisch und technisch unschlagbarer Exportschlager
Der Verein Pro Swissmetro gibt sich überzeugt, dass mittelfristig gute Chancen für die Realisierung des Projekts in der Schweiz bestünden. Bereits heute stosse der Personen- und Güterverkehr auf dem Schienennetz an die Kapazitätsgrenze. Swissmetro könne dazu beitragen, «die Kapazitätsengpässe der Bahn auf nachhaltige Weise abzubauen».
René Haag, Ingenieur aus Chur und Mitglied des Vereins Pro Swissmetro, favorisiert die unterirdische Magnetschwebebahn, weil sie «energiesparend, raumsparend und temporeich» sei. Natürlich stellten die in der Schweiz notwendigen 507 Kilometer Doppelröhrentunnel sowie Investitionskosten von rund 23 Milliarden Franken eine Herausforderung dar, sagt Haag gegenüber der «Südostschweiz». Doch stünde ein Gewinn in Aussicht: ein ökologisch und technisch unschlagbarer Exportschlager.
Erstellt: 16.02.2012, 11:10 Uhr
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99 Kommentare
Dieses Projekt hat mich schon immer fasziniert. Es erinnert an die grossen Taten der CH-Ingenieure vor rund 100 Jahren. Unternehmer und Politiker profilieren sich heute nicht mehr durch Innovation, sondern durch Reduktion der Kosten, Optimierung, Personalabbau und Ausnützung (Siehe Verkaufs- und Spitalpersonal).In einem neuen Jahrtausend wäre es Zeit, sich neu zu besinnen. Antworten
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