Neuer Pass: Lesegeräte sind vor Hackern nicht sicher

Beim Test durch das Bundesamt für Kommunikation sind die Lesegeräte für den biometrischen Pass durchgefallen – der Bund muss nun nachbessern.

Wenn der Zoll (hier in den USA) die Fingerabdrücke mit den Passdaten vergleicht, soll keiner mehr mitlesen können.

Wenn der Zoll (hier in den USA) die Fingerabdrücke mit den Passdaten vergleicht, soll keiner mehr mitlesen können.

Braucht der E-Pass eine Schutzhülle?

Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) warnt davor, den biometrischen Pass ohne Schutzhülle aufzubewahren. Grund: Es hat nachgewiesen, dass sich der Pass aus Distanz heimlich lesen lässt – auch wenn dieser zugeklappt in der Handtasche liegt.

Das Lesen gelang einerseits aus 35 bis 50 Zentimeter Entfernung mit einer Antenne, die in einem Koffer versteckt war. Andererseits bauten die Tester eine Antenne in einen Türrahmen ein, die den Chip im Pass sogar lesen konnte, wenn sich dessen Besitzer langsam bewegte. «Der Bau einer Türrahmenantenne ist aufwendig. Wenn sich aber an einem Schalter oder an einer Kasse eine Person für 10 Sekunden nicht bewegt, kann man die Konstruktion stark vereinfachen.»

Der E-Pass nur mit Hülle? Für den Projektausschuss des Bundesamts für Polizei zielt diese Empfehlung ins Leere. «Die Hülle ist unnötig», sagt Guido Balmer, Sprecher des Justizdepartements. Auch wenn der Chip im Pass heimlich von ausserhalb aktiviert werden könne, seien Personalien und Foto durch den Zugriffsschutz der Internationalen Zivilluftbehörde gesichert.

Diese Basic Access Control verhindere, dass sich die Daten beim Vorbeigehen ausspionieren liessen. Tatsächlich sagt auch das Bakom, dass es dafür «die Daten zur Generierung des Schlüssels» brauche. Will jemand noch dazu an die Fingerabdrücke herankommen, muss er einen weiteren Sicherheitscode knacken, über den nur Schweizer Behörden verfügen. Balmer: «Wer genug Zeit hat, kann alle Schlüssel ausprobieren. Das dauert aber bis 300 Jahre.» (pak)

Für die Fachleute ist der Fall klar: «Bei beiden Geräten kann das Signal mit einfachen Mitteln beim normalen Lesevorgang mitgehört werden.» Der Befund lässt aufhorchen. Denn er stammt nicht aus der Abstimmungspropaganda gegen den biometrischen Pass, sondern aus einem offiziellen Bericht des Bundesamts für Kommunikation (Bakom). Dieses wurde vom Bundesamt für Polizei (Fedpol) beauftragt, die «Datenauslesung auf Distanz beim biometrischen Pass» zu untersuchen.

Die Frequenzspezialisten des Bakom wurden fündig. In ihrem bisher unveröffentlichten Schlussbericht vom 28. November 2008, der dem «Tages-Anzeiger» vorliegt, decken sie vor allem bei den Passlesern mehrere Sicherheitsmängel auf:

Mehrere Sicherheitsmängel

Mithören aus der Luft: Um den verschlüsselten Chip des biometrischen Passes lesen zu können, brauchen Grenzwächter und Fluggesellschaften ein dazu passendes Lesegerät mit Magnetfeld. Das Bakom hat zwei Modelle getestet: den Cross Match A100 und das ACG Passport Reader Module. Bei beiden konnte es mit einer 50 Zentimeter grossen Antenne problemlos Daten abfangen, die das Lesegerät aus dem Pass abrief. Das funktioniere auch mit einem gewöhnlichen Kurzwellenempfänger. Fazit der Tester: «Unter idealen Bedingungen ist das drahtlose Mithören bis zu einer Distanz von etwa 25 Metern möglich.» Der gewonnene Datenstrom könne nach einer Aufzeichnung auch offline weiterbearbeitet werden.

Mithören über das Stromnetz: Aus noch weit grösserer Distanz lassen sich die Lesegeräte über das Stromnetz anzapfen. Denn die Spezialisten des Bakom fanden heraus, dass die Apparate (mit angeschlossenem Notebook) die gelesenen Daten «ungewollt über das 230-Volt-Netz weiterleiten». Messungen und Berechnungen hätten gezeigt, dass «ein Mitlesen auf der Hausinstallation bis zu einer Distanz von über 500 Metern möglich ist».

Lesegeräte bekommen nun Filter

Roman Vanek vom Fedpol betont zwar, dass die Daten, die drahtlos und über das Stromnetz abgefangen wurden, immer noch verschlüsselt seien. Dennoch hat der Bericht des Bakom im Departement von Eveline Widmer-Schlumpf für Aufsehen gesorgt. «Das Fedpol hat die Ergebnisse mit Interesse zur Kenntnisse genommen», sagt EJPD-Sprecher Guido Balmer. Den Befund, dass sich die Passleser übers Stromnetz abhören lassen, stufte die Bundespolizei gar als derart wichtig ein, dass sie ihn der Internationalen Zivilluftfahrtbehörde ICAO präsentierte. Deren New Technologies Working Group überwacht weltweit die Einführung und den Einsatz biometrischer Pässe.

Das Fedpol zieht jetzt Konsequenzen aus dem brisanten Bericht: Es will vor der Einführung des neuen Passes die Lesegeräte mit Filtern nachrüsten. Damit setzt es Empfehlungen des Bakom um. Dieses legte dem Fedpol dringend nahe, die Passleser besser abzuschirmen und darin Netzfilter einzubauen, damit das Mitlesen aus der Luft und übers Stromnetz erschwert wird. «Damit macht die Schweiz mehr, als die für elektronische Geräte anzuwendenden Normen verlangen», heisst es beim EJPD. Andere Warnungen des Bakom schlägt es dagegen in den Wind. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 04.05.2009, 07:55 Uhr

69 KOMMENTARE

Dan Churchman

07.05.2009, 15:01 Uhr

@Herr Michels Erzählen sie das der Uni Lausanne. Die Daten konnten ohne Probleme ausgelesen werden, was auch in der Sendung Einstein gezeigt wurde.


Mike Minder

05.05.2009, 14:50 Uhr

Herr Michels, im Artikel steht:"damit das Mitlesen aus der Luft und übers Stromnetz erschwert wird."... Er kann weiterhin ausgelesen werden, wenn auch nicht mehr so einfach. Aber das mit der Wahrheit und Genauigkeit nimmt man ja in Ihrem Departement eh nicht so genau


Patrick Tigri

05.05.2009, 13:52 Uhr

Tja, Herr Michels, wenn alles gut geht, lehnen die Schweizer den biopass ab. Dumm gelaufen. Ich denke, Sie merken: hier (wie anderswo) ist die Stimmung ziemlich eindeutig.


freddy Saarner

05.05.2009, 12:35 Uhr

Wissen Sie, ich habe einen Batch da ist auch so ein chip drauf. Damit kann ich dann sogar Lift fahren. Muss in nicht mal nahe dran halten. Frage ist hal einfach warum man das nicht implantiert. Z.B. am ohr. Damit müsste man nie mehr einen Ausweis mitbringen. Man halt nur noch sein Ohr an die Lesestation.


Pascal Kocher

05.05.2009, 11:12 Uhr

300 Jahre zum Knacken des Schlüssels ist aus 2 Sichern völliger Blödsinn: 1. Nach dem Moorschen Gesetz verdoppeln sich die Anzahl Schaltkreise alle 2 Jahre, d.h. alle zwei Jahre sind die CPUs doppelt so schnell. DIes hat zur Folge, dass in 4 Jahren lediglich 75 Jahre zum Knacken des Schlüssels nötig sind. Weiter ist der Schlüssel ja bekannt! Er setzt sich aus der maschinenlesbaren Zeile zusammen


Hajo Michels i.A. des Bundesamtes für Polizei

05.05.2009, 09:23 Uhr

Es sei nochmals darauf hingewiesen, dass die gefundenen Mängel abgestellt wurden! Es war überhaupt nur Sinn der Studie diese zu finden und den Pass so sicher wie möglich zu machen. Die hier ausgebreiteten Horrorszenarien entbehren jeder Grundlage. Der Pass kann in Zukunft weder mit einem Kurzwellenempfänger, noch via Stromnetz ausgelesen werden!


bruno seiler

05.05.2009, 07:41 Uhr

in der letzten arena wurde x-mal betont , spitzenqulitaetsproduckt, absolut sicher, schweizer hitecharbeit!! warum schiesst der bundesrat weit uebers ziel hinaus??? welcher gedanke und zweck steckt dahinter, was ist es ???? sonnenklar, man will diese daten auch fuer andere zwecke nutzen , oder missbrauchen!!!! andere erklaerungen bleiben offen!!! das volk hat das letzte wort, amen!!!


Hans Meier

05.05.2009, 07:31 Uhr

@ Elisabeth Hasler: Das Problem ist die Kombinierung der Datenbank mit dem RFID Chip. In Zukunft, könnte man in jeden SBB-Wagen bei den Eingängen einen Scanner einbauen und man hat eine wunderbare Kontrolle wie das Reiseverhalten ist. Nun schickt man noch an jede Demo oder politische Veranstaltung zivile Polizisten mit mobilen Scannern, .... Ich glaube der Rest erklärt sich von selber.


Eveylin Moser

05.05.2009, 01:19 Uhr

Wieso macht eigentlich niemand darauf aufmerksam, dass von der Zivilluftfahrtbehörde ICAO und den verschiedenen Staaten, die einen biometrischen Pass zur Einreise vorschreiben wollen nur ein maschinenlesbarer Pass mit digitalisiertem Foto verlangt wird und sonst NICHTS, kein RFID Chip, keine Fingerabdrücke und keine zentrale Datenspeicherung. Logisch und einzige Antwort NEIN am 17. Mai 2009.


Gustav Habegger

04.05.2009, 23:34 Uhr

Ich gehe davon aus, dass am 17. Mai der BR und das Parlament eine schallende Ohrfeige vom Volke bekommt. Recht so, denn mehr Seriosität in ihrer Arbeit wäre gefragt. Persönlich stehe ich trotzdem offen zu einem biometrischen Pass, der Datenzugriff ist jedoch massiv einzuschränken auf die Stellen die damit arbeiten müssen. Und warum stammt die Datenseite von einem ausländischen Hersteller?!?


Konrad Reber

04.05.2009, 22:05 Uhr

Biometrie wie Frau Bundesrätin es will ist absolut nicht geeignet. Das Ausland verlangt nur ein digitalisiertes Foto. Es werden KEINE Fingerabdrücke verlangt, KEIN RFID Funkchip und KEINE zentrale Datenspeicherung. Ich frage mich wieso die Frau Bundesrätin unbedingt all diese Daten erheben will und wieso sie uns solch unsichere Technik zumutet? Deshalb gibt es nur eines ein klares NEIN am 17. Mai.


Samuel Weissenberger

04.05.2009, 18:29 Uhr

Biometrische Pässe sind die Zukunft, der RFID-Chip ist es nicht. Ich bin gerne bereit, meine biom. Daten speichern zu lassen, wenn nötig auch zentral. Oberste Priorität muss aber die Sicherheit der Daten haben, das Durchwinken einer bereits veralteten Technologie ist kontraproduktiv. @Herr Neubrand: In ein paar Jahren wird auch der Rest der Welt merken, dass diese Technologie keine Zukunft hat.


Ueli Hoch

04.05.2009, 17:59 Uhr

@werner neubrand. Schengen fordert keine zentrale Speicherung der biometrischen Daten und die USA verlangen nicht einmal Fingerabdrücke. Das CH-Gesetz geht weit über das hinaus, was das Ausland fordert. Daher am 17. Mai Nein stimmen und dann steht der Weg offen für ein Gesetz das die minimalen Anforderungen von Schengen und den USA erfüllt, aber kein Komma mehr.


Kurt Gsell

04.05.2009, 17:55 Uhr

Genau diesen Artikel hat es jetzt vor der Abstimmung noch gebraucht. Jetzt kann der Tagi darauf verzichten noch Empfehlungen abzugeben. Die Meinung der Redaktion ist jetzt ja bekannt.


Beat Flachmüller

04.05.2009, 17:38 Uhr

@Werner: Bei der ganzen Sache werden Äpfel und Birnen vermischt Äpfel: zum Bild werden neu zusätzliche Daten wie Fingerabdrücke und Gesichtsmerkmale verwendet, welche in der zentralen Datenbank gespeichert sind. Um auf die DB zuzugreifen wird ein Code aus dem Pass ausgelesen. Birnen: der Code wird drahtlos ausgelesen und hier liegt das grösste Sicherheitsproblem, ich weiss nicht wer/wann zugreift.


walter fuchs

04.05.2009, 17:29 Uhr

verzichten bundesrätin schlumpf und alle am projekt beteiligten (inkl das gesamte befürworter-komitee) auf sämtliche staatlichen altersbezüge ab dem zeitpunkt, an dem der erste geknackte fingerabdruck vorliegt? ich warte auf die schriftlichen zusage.


Evert Lieskamp

04.05.2009, 17:20 Uhr

Das man zum Knacken des Codesgut 300 Jahre bzw. eine unabsehbare Zeit braucht, hat man bei der Vorstellung der WLAN-Verschlüsselung WEP schon gesagt. Mittlerweile kann ein einigermassen versierten und im Internet bewanderten Hacker innerhalb von wenigen Minuten(!!!) die Verschlüsselung knacken. So wird es auch bei diesen Codes sein.... Ein berührungsloses Auslesen kann nie richtig geschützt werden


werner neubrand

04.05.2009, 16:57 Uhr

ich verstehe alle skeptiker und habe viel sympathie, besonders seit ich das mit den nicht sicheren lesegeräten gelesen habe, aber können wir uns schon wieder gegen den rest von europa und der welt stellen? wer hilt mir bei meiner entscheidung?


Beat Flachmüller

04.05.2009, 16:47 Uhr

Aber wieso um Himmels Willen müssen den die Pässe überhaupt drahtlos lesbar sein? Vielleicht können aber die Daten unserer Pässe auch dadurch geschützt werden, dass schlichtweg kein RFID-Chip eingebaut wird und wir, die Bürger, unseren Pass einfach in ein Lesegerät stecken. Das wäre doch mal ein revolutionäres Konzept, oder?


Walter Kunz

04.05.2009, 16:46 Uhr

Marc Farina@ Ganz ihrer Meinung. Drohen uns bald Orwellsche Zustände. Wir sind leider auch schon auf dem besten Weg dazu. Gehen wir Gesetzten Fall auch noch den Weg der uns schön verblümt und Tröpfchen weise von unserer vertrauenswürdigen Regierung vorgegeben wird, haben wir das erreicht was wir vermutlich gar nicht wollen.


Hajo Michels i.A. des Bundesamtes für Polizei

04.05.2009, 16:46 Uhr

Das fedpol hat die Studie selbst beim BAKOM in Auftrag gegeben, um den Pass nach den neuesten und besten Sicherheitsstandards zu konzipieren. Sinn war es, eventuelle Sicherheitslücken aufzudecken und zu beheben. Genau das hat das fedpol getan: Mängel behoben! Ausserdem wurden diese Erkenntnisse an die ICAO weitergeleitet, um die Sicherheit auch auf internationaler Ebene zu gewährleisten.


Elisabeth Hasler

04.05.2009, 16:34 Uhr

Die zentrale Datenbank existiert seit 2003. Ich erinnere mich nicht, bei der Einführung einen Volksaufstand erlebt zu haben, obwohl alles, restlos alles, was nun drin sein soll, ausser dem Flach-Fingerprint bereits drin ist... Wieso hat man damals nicht opponiert? Sollen wir die teure Datenbank verschrotten? Beim Nein sind Anonyme & viele Schengen-Gegner dabei, die nun eine zweite Chance wittern.


Matthias von Rode

04.05.2009, 15:58 Uhr

Nein zu stimmen gegen den neuen Computerchip-Pass ist eine Bürgerpflicht, nicht eine Option. Die jetzt an der Macht befindliche Regierung erzählt uns Unwahrheiten und wird uns alle ins Verderben stürzen, wenn wir sie jetzt nicht stoppen. Ich weiss noch nicht, wen ich bei den nächsten Wahlen wählen werde, aber ein klares Nein gegen Datenklau und Identitätsdiebstahl und den Überwachungsstaat muss se


Elisabeth Hasler

04.05.2009, 15:48 Uhr

Ich habe mein Ja bereits abgebeben und bereue es nicht. Die Daten sind in der bundeseigenen Datenbank besser aufgehoben als zerstreut an vielen Orten. Meinen Fingerabdruck haben die Amis bereits, ohne dass ich wüsste, was in der Zwischenzeit damit geschah. Falsche Panikmache. Passt aber zur Anonymität der Referendenten. Wer da wohl alles dahintersteckt, dass sie sich scheuen, ans Licht zu treten?


Marcel Furrer

04.05.2009, 14:34 Uhr

Interessant ist der Vergleich mit dem ca. 2 Wochen alten Artikel "Darum gehts beim umstrittenen Pass wirklich" . Damals war es z. B. "nicht möglich, die persönlichen Daten aus grosser Distanz unbemerkt abzurufen." Jetzt warnt das Bakom davor. Tschuldigung, seriöser Journalismus ist das nicht!


Christian Fasnacht

04.05.2009, 14:17 Uhr

Fazit: der pass ist kein bisschen fälschungssicherer dafür aber teurer.


max fischer

04.05.2009, 13:51 Uhr

da gibt's nur eins - sag nein.


Daniel Steiner

04.05.2009, 13:18 Uhr

100% Sicherheit wird es nie geben, egal ob digital oder analog. Alle ach so privaten Daten auf euren PCs sind weitaus weniger geschützt als im Biometrischen Pass. Ich stimme aber überein dass Nachgebessert werden muss bevor an eine Einführung zu denken ist. Der BR muss hier unter Druck gesetzt werden. Aber bitte nicht kategorisch Biometrische Pässe ablehnen, dass wäre ein klares Eigentor.


Marc Farina

04.05.2009, 13:02 Uhr

Wer weiss denn heute schon, für wieviele Bewegungen wir in Zukunft (sagen wir mal 20 Jahren?) biometrische Daten einsetzen werden? Darum dürfen diese Daten sicher nicht zentral verwaltet werden, sonst drohen uns bald Orwellsche Zustände. Biometrischer Pass: Ja. Zentrale Datenbank: Nein. Darum am 17. Mai ein NEIN an der Urne.


Schrosch Bachmann

04.05.2009, 12:57 Uhr

Ich vermisse die "Wer nüd^s verberge het" Koalition in dieser Diskussionsrunde. Ist denen der Schnauf ausgegangen?


Yves Mundorff

04.05.2009, 12:52 Uhr

Der biometrische Pass ist nur ein logischer Schritt in der Entwicklung der Pässe. Wenn wir ehrlich sind, ist auch die Tatsache, dass die Daten ausgelesen werden können, nicht wirklich relevant und ein Sturm im Wasserglas (zentraler Datenspeicher ein Problem!). Was sauer aufstösst, sind mal wieder die Desinformation, Luxus-Gesetze und Politiker, die sich als Wende-Hälse betätigen (siehe SVP).


Ueli Hoch

04.05.2009, 12:04 Uhr

Was man von Versprechen von Eveline Widmer-Schlumpf halten kann, sollte man eigentlich seit dem 12. Dezember 2007 wissen.


Sabrina Meier

04.05.2009, 12:03 Uhr

Wenn aufgrund dieser Fakten jemand immer noch an der Abstimmung zustimmen kann, dann versteh ich die Welt nicht mehr...


Werner Peter

04.05.2009, 12:02 Uhr

Es wird auf jedenfall viel einfacher an die Daten eines Passes zu kommen, er muss nicht mal mehr gestohlen werden. Wenn wir mal die Angstmache und die Auflistung von all den "Problemen" die uns bei einem allfälligem Nein auf der Seite lassen und einfach nur den Gesunden Menschenverstand gebrauchen...bei mir kommt da ein ganz klares Nein....und bei dir?


Frtiz Schaer

04.05.2009, 11:39 Uhr

Die Augenwischerei der Behörden ist skandalös: RFID-Chips können natürlich von "Fremden" gelesen werden. Datenbanken werden laufend geknackt und selbst bei sicheren Banken werden Daten geklaut. Wie die Behörden mit Daten umgehen, wird uns in UK laufend demonstriert. Dass man aber dem Stimmbürger Informationen unterschlägt oder ihn willentlich falsch informiert, sollte zum Rücktritt der BR reichen.


hansruedi zürcher

04.05.2009, 11:39 Uhr

Elektronische Datenablesungen, Datenübermittlungen, etc. sind grundsätzlich unsicher!, dies hat mit den Übermittlungstechnologien zu tun die wir heute nutzen bzw. kennen, es gibt eben KEINE "sichere" Datenübermittlung wo auch immer dies gilt auch für die Daten von Frau Schlumpf...


Walter Kunz

04.05.2009, 11:35 Uhr

Gestern haben wir die Personen Überwachung im Osten noch Strengstens bemängelt und kritisiert. Heute sind wir endlich alle Auch dabei nur mit noch Ausgefeilteren Griffigeren Methoden. Was für ein aufbauendes, herrliches Gefühl überall auf Misstrauen zu stoßen.


Jürg Schmid

04.05.2009, 11:32 Uhr

Ohne dass ausländische Stellen im Besitz des Entschlüsselungs-Codes sind funktioniert es nicht. Es wird also zahlreiche Insider geben, die Zugang haben. Es ist nur eine Frage Zeit bis einer sich bestechen lässt. Masslos enttäuscht bin ich vom EJPD. Es spielt mit gezinkten Karten.


Ernst Jacob

04.05.2009, 11:31 Uhr

Grosse Teile der Schweizer glauben immer noch, was Ihnen unsere Bundesräte auftischen. Frau Widmer-Schlumpf's Vater war seinerzeit wenigstens ehrlicher, als er NR de Castonay auf eine Anfrage antwortete, "Sie können von mir erwarten, dass ich mich bemühe, die Sache zu verstehen, aber ich kann nicht auch noch einen Kurs an der ETH zu besuchen, um mich in diese Geheimnisse einweihen zu lassen..


Jacques Gaillard

04.05.2009, 11:17 Uhr

Und wenn Frau WIDMER-SCHLUMPF sagt "Die Daten werden im Rahmen Polizeiermittlungen nicht benützt werden", dann lügt sie auch. Im von jedem Haushalt erhaltenen roten Heft, Seite 26, Gesetz, Art. 12, al.3: "Die Übermittlung von Auskunften [des Informationssystems] zu anderen Behörden stützt auf das Prinzip der Verwaltungsunterstützung". (vom Franz. übersetzt). Ist Polizei keine Behörde ?


Michael Meienhofer

04.05.2009, 11:13 Uhr

Hier ist alles Klar: der politische Wille soll durchgesetzt werden.Der ganze Bundesrat hat die Hosen voll, beschränkte Reisefreiheit, politischer Druck unf Polit-Erpressung lassen ihn a tout prix dieses Pass-Meisterwek durchziehen. Als Antwort gibts nur Eines. ein wuchtiges NEIN zum biometrischen Pass.


fernando simon

04.05.2009, 11:11 Uhr

kann mir hier einer vernünftig erklären warum die Ablehnung des neuen Passes für uns ein Hindernis sein soll für den Tourismus? Warum soll das Schengen Visum im Falle einer Ablehnung nicht mehr für die Schweiz auch gültig sein. Mir fehlt hier ein Kausaler Zusammenhang. Kann dass ein Inder mit Schengen >Visum nicht mehr in die Schweiz kommen? Wo ist dort das Problem?


Boris Nork

04.05.2009, 11:08 Uhr

Da wird aber auch ein Nachbessern nicht helfen... Informationen, die irgendwo gespeichert werden, können auch von irgendwem abgerufen werden. In der Welt der Informatik ist nichts sicher.


Rolf Stocker

04.05.2009, 10:31 Uhr

Nochmals ein Grund mehr, war ja zu erwarten. Ein ganz kräftiges NEIN zu dieser Mogelverpackung, trotzt den Druckversuchen, es ist erstunken und erlogen, nichts passiert wenn das NEIN kommt bzw. mit einer Reaktionszeit halb so schnell wie bei der UBS kommt ganz einfach eine neue Vorlage OHNE Zentrale Datenbank und OHNE Abzocke (Faktor 4 des normalen Passes = Doppelter Preis bei halber Laufzeit).


Elias Gerber

04.05.2009, 10:09 Uhr

Was sind eigentlich die verwendeten Verschlüsselungsverfahren in diesem Pass? RSA-DES? Oder was verwenden die um die Daten zu speichern, und mit welcher Kodierung werden die Daten übertragen? Das steht irgendwie nirgends in den Abstimmungsungerlagen.. "Security through obscurity" ist wohl wieder mal das Motto...


Dani Hutter

04.05.2009, 10:07 Uhr

Frau Evelyn Widmer Schlumpf hat uns am Freitag in der Arena 2 Stunden lang die Hucke vollgelogen über die Sicherheit der neuen Pässe und der zentralen Datenbank. Da reihte sich Lüge an Lüge: z.B. der Pass könne nicht aus der Distanz ausgelesen werden oder die gespeicherten Fingerabdücke könnten nicht für die Fahndung verwendet werden, weil sie zu schmal seien - lächerlich!


matthias zuber

04.05.2009, 09:30 Uhr

immer wieder erstaunlich, wie Erkenntnis und Information von einander abweichen. Offiziell wird von der grossen Sicherheit gesprochen. Zweifel werden den Gegnern der Kampagne unterschoben, während die Befürworter seit November wissen, was sie nicht sagen. Das schwächet das Vertrauen in die Behörden. Wenn die Schweiz mehr tut, als die Normen verlangen, sind offenbar die Normen zu schwach.


Emilia Höhener

04.05.2009, 09:13 Uhr

Es stellt sich hier nicht die Frage, was die Schweizer alles tun, um den Pass sicher zu machen, sondern was alle anderen, die ausländischen Behörden, die Fluggesellschaften, etc damit anstellen. Haben diese alle Filter eingerichtet? Sicherlich nicht. Also ist somit eines klar, dem Datendiebstahl sind Tür und Tor geöffnet. Hilft mir dann Frau Widmer Schlumpf wenn ich unschuldig angeklagt bin? NEIN!


Ronnie König

04.05.2009, 09:07 Uhr

Das ist nichts Neues! Nur glaubten die Befürworter etwas anderes. Nun nochmals über die Bücher! Ich will Sicherheit, oder ich mach nicht mit! Und mit mir viele andere. Wir lassen uns vom Bund nicht für dumm verkaufen!


Paul Minger

04.05.2009, 08:31 Uhr

Noch gefährlicher ist die zentrale Datenbank. Die Behörden betonen immer wieder, das sei alles ganz sicher. ABER: Es gibt keine sichere Datenbank. Einzelne IT-Fachkräfte haben immer Zugang zu diesen Servern, und somit Zugang zu biometrischen Passdaten sämtlicher Einwohner der Schweiz. Da kann die Sicherheitstechnik noch so fortgeschritten sein: das schwächste Glied ist der Mensch.


Tom Brühwiler

04.05.2009, 07:51 Uhr

Aha, ein Filter. Und was ist mit (Zoll-) Stellen in den USA? Will das EJPD diesen die Nutzung vorschreiben? Wie wenn die USA auf eine Vorschrift aus der Schweiz reagieren würden...


Sim Merki

04.05.2009, 07:51 Uhr

Wo bleibt das Interview mit Prof. Basin, Maurer und Cajkun von der ETHZ? Solange diese Herren die Hand nicht ins Feuer legen, ist das ganze einfach nur unsorgfältig.


Ueli Hoch

04.05.2009, 06:57 Uhr

Die Installation von Netzfiltern und die regelmässige Kontrolle, dass diese auch funktionieren kann man für Lesegeräte in der Schweiz vorschreiben. Wie stellt man aber sicher, dass alle Lesegeräte die im Ausland stehen mit solchen Filtern ausgerüstet sind? Die Vorlage über die wir Mitte Mai abstimmen gehört zurück an den Absender.


Peter Scherr

04.05.2009, 06:36 Uhr

«Damit macht die Schweiz mehr, als die für elektronische Geräte anzuwendenden Normen verlangen». Das freut mich doch sehr! Top ist eben Top, und über der Norm MÜSSEN wir Schweizer sein, sonst wären wir ja auch 'die Anderen', Ausländer im eigenen Land sozusagen. Und wenn das EJPD mit höchster Professionalität seinen eigenen Dilettantismus erklärt, dann ist das eben auch TOP!


Ulrich Raumer

04.05.2009, 06:13 Uhr

Ein klares NEIN zum obligatorischen biometrischen Pass ist somit vorgegeben. Jeder weiss, dass das Knacken von Verschlüsselungen nur eine Frage von genug Rechenpower sind. In Zeiten von Botnets ist Rechenpower kein Problem. Scheinbar sicherere Systeme erzeugen eine scheinbare Sicherheit die nicht gegeben ist. Verbrecher und Terroristen haben neue Möglichkeiten und der Bürger Kosten und Nachteile.


pablo mueler

04.05.2009, 02:39 Uhr

300 jahre - theoretisch, wenn ich mal die daten von ein paar hundert pässen hab lässt sich auch der schlüssel schnell finden. Da wir kaum um diese pässe herumkommen werden gibts nur eins, die hersteller der leser sollen ihre spielzeuge mit filtern und abschirmungen ausrüsten, die herausgeber sollen die pässe abschirmen oder zumindest "e güggli" mitliefern.


Christian Thommen

04.05.2009, 01:18 Uhr

Saubere Sache. Die Befürworter des Referendums werden als Verschwörungstheoretiker abgetan, der negative Lesegerätetest bis nach der Abstimmung unter Verschluss gehalten, und das Stimmvolk mit Schauermärchen weichgeklopft. Das neueste aus SONNTAG von gestern: bei einen NEIN braucht es ein Visum für EU-Staaten... Darum am 17. Mai NEIN zum Ausweisgesetz!


Barbara Glauser

04.05.2009, 01:13 Uhr

Auch das noch! Wollte uns Frau Widmer--Schlumpf in der Arena nicht weismachen, diese Technologie sei sicher? Ich finde das ja mehr als peinlich und frage mich, weshalb der Bericht bisher unter Verschluss gehalten wurde. Es ist nicht anzunehmen, dass solche Enthüllungen das Vertrauen der Stimmbürger in den biometrischen Pass fördern werden.


Philip Santschi

04.05.2009, 00:48 Uhr

Ich seh's schon kommen, dass uns der Bundesrat in ein paar Jahren vorjammert "Der aktuelle schweizer RFID-Fingerabdruck-Pass wird wegen Sicherheitsmängeln von den USA und Schengen ab 2016 nicht mehr akzeptiert, wir müssen deshalb dringend den Doppelbiometrie-Funk-Pass einführen, in dem auch eine Blutprobe und ein DNA-Abdruck gespeichert sind und der übers Natel-Netz abgefragt werden kann!"


Feurer Reto

04.05.2009, 00:27 Uhr

Intelektuelle haben es in diesem Land schwer. Falls Es den senkrechten Sturzflug vortsetzt, ist diese Abbstimmung ein weiterer Absturz nach der Schengen Schande. Haben Politiker ein Gewissen ? vermutlich würden Sie im Kolektiv über die Klippen springen. Der Biometrie Pass ist eine unseriöse Zwängelei die sinnlos viele Millionen vernichtet. Stimmen Sie Bitte Nein.


Hans Meier

04.05.2009, 00:23 Uhr

Was passiert mit den Lesegeräten im Ausland? Was nützt es, wenn wir in der Schweiz bei den Lesegeräten Filter einbauen, während im Ausland billige Geräte ohne Filter zum Einsatz kommen? Nicht jedes Land wird sich teure Geräte und Filter leisten können und nicht jedes Unternehmen wird sie sich leisten wollen...


André Meier

04.05.2009, 00:02 Uhr

Offensichtlich, dass gewisse "Agenturen" biometrische Pässe dazu missbrauchen wollen, eine riesige Datenbank anzuhäufen. Anders ist die lächerliche Konstruktion der Geräte nicht zu erklären. Jedermann weiss heutzutage, dass elektronische Geräte (z.B Monitore, resp. deren Kabel) ganz einfach kabellos angezapft werden können. NEIN am 17. Mai. Die wichtigste Abstimmung seit Jahren! Aber keiner merkts


Viktor Györffy

04.05.2009, 00:00 Uhr

Diese Lesegeräte werden ja auch von ausländischen Zollbehörden und Fluggesellschaften verwendet. Und die Verschlüsselung ist auch nicht so sicher, wie das fedpol uns glauben lassen will: Der Schlüssel baut dummerweise auf Daten auf, die im maschinenlesbaren Teil des Passes stehen. Wer diese Daten kennt, oder auch nur unseren Namen und unser Geburtsdatum, hat es viel leichter, die Daten auszulesen


Markus Loser

03.05.2009, 23:44 Uhr

Was nützt mir das , wenn in der Schweiz die Passlesegeräte Filter erhalten, Ich brauche den Pass vorwiegend im Ausland und dort hat es bestimmt keine Filter und wer schützt mich dort? Sicherlich Frau Evelyn Widmer Schlumpf? Absurd absurd kann ich nur sagen. Wieso gesteht der Bund eigentlich nicht ein, dass Fehler passiert sind? NEIN am 17. Mai oder will jemand freiwillig Versuchskaninchen sein.


Hans Schmid

03.05.2009, 23:38 Uhr

Auch wenn in der Schweiz die Filter nachgerüstet werden. Der Pass wird naturgemäss vorwiegend im Ausland gebraucht, wo kein Mensch dem Passträger garantiert, dass die Lesegeräte auf dem neuesten Stand sind und die Daten nicht unbefugterweise mitgelesen werden können! Ein Grund mehr für ein klares NEIN am 17. Mai!


Rolf Hottinger

03.05.2009, 23:35 Uhr

Wie kann Frau Widmer-Schlumpf in der Arena alle Skeptiker als unglaubwürdig hinstellen. Und jetzt dieses Chaos. Auch wenn die Schweiz ihre Passleser abschirmt genügt das nicht. Es werden ja auch andere Staaten und ausländische Fluggesellschaften den Pass auslesen. Wo bleibt hier die Sicherheit? Sie will wieder mal mit dem Kopf durch die Wand. Wie schon öfter.


Patrick Leu

03.05.2009, 23:00 Uhr

Diese Sicherheitsmängel waren jedem halbwegs vernünftigen Informatiker schon seit jeher bewusst. Eine Anleitung, wie man RFID-Chips ausliest hat das heise-Magazin c't schon vor Jahren präsentiert.


Konrad Reist

03.05.2009, 22:47 Uhr

Da haben wir es also. Obwohl Frau Evelyn Widmer Schlumpf von den Problemen mit dem biometrischen Pass sicherlich seit November 2008 weiss. Lügt sie uns nach Strich und Faden an und behauptet noch am Freitag im Schweizer Fernsehen, dass der Pass sicher sei. Eine Riesensauerei. Jetzt soll mir noch einer sagen, dass der Pass dann 10 Jahre sicher ist. Deshalb gibt es nur eins NEIN NEIN am 17. Mai 2009


Franz R. Huber

03.05.2009, 22:11 Uhr

Noch ein und dieses Mal wirklich handfester Grund: 17. Mai 2009 - Nein zum neuen Biometrischen Pass!! Eine Frage sei noch erlaubt: Wie steht es in anderen Schengen-Staaten um die Sicherheit der Passlese-Geräte?



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