Schweiz
Neues Rinder-Virus erreicht die Schweiz
Aktualisiert am 20.07.2012 14 Kommentare
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Bei Kühen auf zwei Betrieben im Kanton Bern wurde das Virus nachgewiesen, wie das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) mitteilte. Nun drohen vermehrt Missgeburten oder Aborte bei Rindern, Schafen und Ziegen. Das Schmallenberg-Virus ist nach der norddeutschen Stadt benannt, in der es erstmals auftrat. Seither wurde es in etlichen europäischen Ländern nachgewiesen. Der von Mücken übertragene Krankheitserreger sorgt bei den Tieren für fiebrigen Durchfall. Für Menschen ist er ungefährlich.
Das BVET rechnete damit, dass das Virus auch in die Schweiz kommt und rief deshalb schon im Februar Tierhalter dazu auf, Aborte und Missbildungen zu melden. Dass ein Tier das Virus in sich trägt, wird nämlich meistens erst bei der Geburt eines Jungtiers sichtbar. Die Symptome sind nicht immer deutlich. Nur durch den Nachweis von Viren oder Antikörpern im Blut ist das Virus nachzuweisen.
Bis Mitte Juli gingen bei den Behörden Verdachtsmeldungen von 62 Betrieben aus 18 verschiedenen Kantonen ein. 65 Tiere wurden näher abgeklärt. Bei den zwei Kühen, die das Virus in sich trugen, handelt es sich um Tiere aus dem Berner Seeland, wie Regula Kennel vom BVET auf Anfrage sagte.
Es droht kein grosser Schaden
Aufgrund der erheblichen Zahl von Verdachtsmeldungen rechnet das BVET damit, dass in nächster Zeit weitere Krankheitsfälle bekannt werden. Dies vor allem im Kanton Bern und in der Nordwestschweiz. Den Schweizer Bauern droht durch das Schmallenberg-Virus aber mindestens kurzfristig kein grosser wirtschaftlicher Schaden.
Kühe überleben nämlich die Krankheit, wie Kennel sagt, und danach ist auch ihr Fleisch verwertbar. Zudem ist es so, dass Missbildungen bei Jungtieren nur dann auftreten, wenn sie im ersten Drittel einer Trächtigkeit infiziert werden – also einer recht kurzen Zeit. Ausserdem werden einmal infizierte Tiere immun.
Missgebildete Neugeborene sind hingegen oft nicht überlebensfähig. Das Vieh vor einer Infektion zu schützen, bezeichnet das BVET als «fast unmöglich». Die Mücken (Gnitzen), welche die Viren übertragen, liessen sich im Freiland nicht bekämpfen. Auch eine Impfung gibt es nicht.
Behörden beobachten
Der Schweizerische Veterinärdienst wird die Lage weiterhin beobachten, um das Ausmass der Verbreitung und den wirtschaftlichen Schaden der im Winterhalbjahr zu erwartenden Miss- und Totgeburten frühzeitig abschätzen zu können. Bekämpfungsmassnahmen sind nicht geplant. (kpn/sda)
Erstellt: 20.07.2012, 17:05 Uhr
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14 Kommentare
Ganz einfach: sich vegan oder zumindest vegetarisch ernähren. Ich lebe seit 20 Jahren vegetarisch und seit 2 Jahren vegan und war seit der Geburt nie mehr in einem Krankenhaus. Zudem unterstütze ich keine Schweinefabriken, keine Trennung der Kälbchen von ihren Müttern, damit der Mensch die Muttermilch konsumiert, kein Verschredern männlicher Kücken, die sich nicht für die Eierproduktion eignen... Antworten
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