OECD: Schweiz soll Budget für Entwicklungshilfe erhöhen
Aktualisiert am 09.11.2009 15 Kommentare
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Das Volkswirtschafts- und das Aussendepartement müssten Doppelspurigkeiten bei der Entwicklungszusammenarbeit vermeiden. Diese Empfehlungen stehen im Länderbericht des Entwicklungsausschusses der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) über die Schweiz, der am Montag veröffentlicht wurde. Dieser bezeichnet die schweizerische Entwicklungszusammenarbeit in vielerlei Hinsicht als vorbildlich, sieht aber auch Schwächen.
So hat die Schweiz 2008 ihre Entwicklungshilfeleistungen gegenüberdem Vorjahr um 6 Prozent auf auf 2,2 Milliarden Franken gesteigert. Das entspricht 0,42 Prozent des Bruttoinlandeinkommens (BNE). Die Schweiz hat damit ihr eigenes 0,4-Prozent-Ziel leicht übertroffen.
Gleichwohl sollte sie die Quote von 0,5 Prozent anstreben und dabei das Uno-Ziel von 0,7 Prozent im Auge behalten, empfiehlt die OECD. Das Parlament hatte bereits Ende 2008 eine entsprechende Aufstockung bis 2015 beschlossen. Der Bundesrat zögert allerdings angesichts der schwierigen Finanzlage mit der Freigabe der zusätzlichen Mittel.
Verzettelung vermeiden
Zwei Drittel der öffentlichen Entwicklungshilfe fliesst an die ärmsten Länder. Trotz Bemühungen um Konzentration ist die Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz laut OECD-Meinung immer noch auf zu viele verschiedene Länder und Sektoren verteilt. Priorität müsse weiterhin die Armutsbekämpfung haben.
Die öffentliche schweizerische Entwicklungshilfe wird von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) im Aussendepartement und vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) im Volkswirtschaftsdepartement gesteuert. Zwar gebe es Koordinierungsbestrebungen, doch müsse die gemeinsame strategische Ausrichtung zwischen beiden Departementen verbessert werden, um Doppelarbeit und Kosten zu verringern, rät die OECD.
Kontrolle verbessern
Dabei sollten vor allem gemeinsame Standards gesetzt und die Kontrolle der Ergebnisse verbessert werden. Auch müsse die Schweiz einige internationale Standards für effektive Entwicklungszusammenarbeit umsetzen.
Schliesslich solle die Schweiz die positiven Ergebnisse der Entwicklungszusammenarbeit besser kommunizieren. So könne man die starke Untersütztung in Öffentlichkeit und Politik aufrechterhalten.
Der OECD-Entwicklungsausschuss überprüft laufend die nationalen Entwicklungspolitiken seiner Mitglieder. Der «Peer Review» für die Schweiz wurde Mitte Oktober unter der Leitung von Belgien und den Niederladen durchgeführt. Schon in früheren Berichten hat die OECD der Schweiz gute Noten ausgestellt, aber eine Erhöhung der Hilfeleistungen gefordert. (sam/sda)
Erstellt: 09.11.2009, 12:55 Uhr
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15 Kommentare
Lokal vor Ort war die Entwicklungshilfe der letzen 40 Jahre für die Hilfswerke gewiss oft ein befriedigendes Erlebnis. Hinsichtlich der globalen Herausforderungen jedoch war alles für die Katz, fokussiert auf Details übersah man den aufkeimenden Tsunami welcher alle Erfolge weit mehr als aufwiegt: in den letzten 40 Jahren hat sich die Weltbevölkerung verdoppelt und der CO2 Ausstoss verdreifacht! Antworten
































