ÖV-Ausbau – Pendler kommen auch künftig nicht früher an

Um Engpässe zu bewältigen, will der Bundesrat in den nächsten 20 Jahren rund 17 Milliarden Franken in Bus und Bahn investieren.

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Die Passagier- und Transportzahlen im Bahnverkehr steigen. Das macht aus Sicht des Bundesrates einen weiteren Ausbau der Bahninfrastruktur nötig. Die Stossrichtung für den Ausbauschritt 2030/35 hat der Bundesrat am Mittwoch festgelegt.

Um rund 50 Prozent werden der öffentliche Verkehr und der Bahnverkehr bis 2040 wachsen, prognostiziert der Bund. Um diese Zunahme zu bewältigen, braucht es aus seiner Sicht weitere Investitionen. Der Bundesrat hat sich jetzt auf zwei Varianten geeinigt, die das Verkehrsdepartement (Uvek) weiterverfolgen soll. Diese tragen unterschiedlich stark zur Entlastung des Netzes bei und unterscheiden sich punkto Finanzierung und Zeithorizont, wie das Bundesamt für Verkehr (BAV) in einer Mitteilung schreibt.

Fahrzeiten werden nicht kürzer

Die erste Variante entschärft die grössten absehbaren Engpässe im Personenverkehr und bringt punktuelle Verbesserungen für den Güterverkehr. Der Finanzrahmen beträgt 7 Milliarden Franken, die Projekte würden bis 2020 realisiert. Damit kann die prognostizierte Verkehrszunahme aber nicht gänzlich aufgefangen werden. Anders die zweite Variante: Sie ermöglicht es, zusätzliche dringliche Ausbauten zu realisieren und das Wachstum weitgehend aufzufangen. Dafür würden bis 2035 insgesamt 12 Milliarden Franken investiert.

Grundsätzlich soll die optimale Nutzung bestehender Infrastrukturen Vorrang vor dem Ausbau haben. Bevorzugt werden Massnahmen, welche die Kapazität der Strecken erhöhen. Keine Priorität haben verkürzte Fahrzeiten. Die Federführung liegt beim BAV. Es bezieht die Kantone, Bahnen und die Güterverkehrsbranche mit ein. Ende April sollen erste Eckwerte vorliegen. Entscheide über die konkreten Projekte im Rahmen dieses Ausbauschritts wird der Bundesrat Ende 2017 fällen. (jdr/sda)

Erstellt: 25.01.2017, 14:39 Uhr

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