Schweiz

«Ohne Atomenergie steigt der Strompreis um einen Drittel»

Aktualisiert am 02.05.2011 281 Kommentare

Die Stromwirtschaft hält an der Kernenergie fest. Währenddessen wird Partei übergreifend das vorzeitige Abschalten von Reaktoren zum Thema. Axpo-Chef Heinz Karrer warnte vor entstehenden Kosten.

«Das Volk entscheidet, welchen Strom es will»: Axpo-CEO Heinz Karrer.

«Das Volk entscheidet, welchen Strom es will»: Axpo-CEO Heinz Karrer.

Umfrage

Wären Sie bereit, einen Drittel mehr für den Strom zu bezahlen, wenn die Schweiz dafür aus der Atomenergie aussteigt?

Ja

 
67.4%

Nein

 
32.6%

1118 Stimmen


Artikel zum Thema

Stichworte

SwissquoteExklusiver Trading-Partner

[Alt-Text]

Blog

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Fast alle Parteien fordern unterdessen ein Planungsstopp für neue Atomkraftwerke. Mitten im Wahljahr ist sogar das vorzeitige Abschalten bestehender Reaktoren ein Thema geworden. Trotzdem will die Stromwirtschaft an der Option Kernenergie festhalten, wie Heinz Karrer, CEO der Axpo (AXP10 105.3 -0.05%) im «SonntagsZeitung»-Interview erklärt.

Das Thema der Ersatzkraftwerke sei zwar tatsächlich vom Tisch, doch die Option Kernenergie wolle man für die Zukunft offenlassen, meint Karrer. Auch wenn die Chancen einer Renaissance für AKWs momentan schlecht stehen, Sorgen macht sich der Axpo-Chef wegen der aktuellen Stimmung nicht. «Die Situation kann in zehn, zwanzig Jahren wieder eine andere sein», gibt er gegenüber der «SonntagsZeitung» zu bedenken. Schliesslich habe er auch schon zuvor erlebt, dass Politiker ihre Meinung wieder änderten, so Karrer.

Der Kunde bezahlt die Rechnung

Die Gelassenheit, mit der Heinz Karrer der AKW-Thematik begegnet, beruht primär auf seinem Vertrauen in die demokratischen Entscheide des Volks. «Die Schweizerinnen und Schweizer entscheiden, welche Stromversorgung sie wollen», sagt der CEO von Axpo. Denn die Kosten, welche grosse Umwälzungen verursachen, werden letzten Endes wieder auf die Bürger abgewälzt. Laut Karrer müsste man um die zwei geplanten AKW zu ersetzen in der Schweiz 7 bis 8 Gaskombikraftwerke erbauen. Des Weiteren würde ein vorzeitiger AKW-Ausstieg bei der Axpo hohe Kosten verursachen: «Das wäre jährlich ein dreistelliger Millionenbetrag», so Karrer. Den Schaden müssten letztlich die Stromkunden zahlen. «Ohne Atomenergie ist eine Strompreiserhöhung von einem Drittel möglich», sagt er der «SonntagsZeitung».

(kpn)

Erstellt: 01.05.2011, 10:13 Uhr

281

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

281 Kommentare

Marc Peer

01.05.2011, 10:13 Uhr
Melden 137 Empfehlung

Auch mit Atomkraftwerken steigt der Strompreis seit der 'Liberalisierung' in Riesenschritten. Oder haben wir die kürzlichen Stromerhöhungen bzw deren Ankündigungen in zweistelliger %-Höhe durch die Stromkonzerne bereits vergessen? Angstmacherei.
Zudem: Falls Atomstrom heute tatsächlich günstiger sein sollte, dann nur deshalb, weil dessen Risiken nicht ausreichend versichert sind.
Antworten


Marcel Wüthrich

01.05.2011, 10:55 Uhr
Melden 94 Empfehlung

Von welchem Schaden spricht hier der Heinz Karrer eigentlich? Sorry, aber angesichts unsicherer AKWs, ungelöster Atomabfallproblematik und dem Abschieben der Lasten unseres Luxuslebens auf die kommenden Generationen sind solche Aussagen schlicht lächerlich! Zudem wird der Preis für alternativen Strom noch stark sinken, wenn nur endlich die entsprechenden Technologien gefördert würden! Antworten



Schweiz

Populär auf Facebook Privatsphäre


Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.