Panne bei Internetfahndung
Von David Weber. Aktualisiert am 14.08.2010 16 Kommentare
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Gestern Punkt acht Uhr morgens machte die Basler Staatsanwaltschaft wahr, was sie seit längerer Zeit angedroht hatte. Sie veröffentlichte im Internet Videostandbilder von 17 mutmasslichen Zürcher Fussballrowdys. Diese seien gefilmt worden, wie sie letzten November bei Ausschreitungen im St.-Jakob-Park eine «schwere Straftat» begangen haben, wie Markus Melzl von der Staatsanwaltschaft erklärt.
Nach erfolglosen Identifikationsversuchen startete nun die öffentliche Fahndung nach den mutmasslichen Tätern. Nicht auf einer staatlichen Website, sondern auf der Seite des Fotodienstes Flickr, einem Tochterunternehmen von Yahoo. Erste Erfolge liessen nicht lange auf sich warten. Vier Personen meldeten sich gestern bei der Zürcher Polizei. Ihre Fotos wurden gelöscht.
Keine Manipulation
Um 18 Uhr dann die grosse Überraschung. Plötzlich waren alle Fotos verschwunden. Kriminalkommissär Markus Melzl erfuhr von der BaZ von der leeren Fahndungsseite. Er bot den Pikettdienst des kantonalen Zentralen Informatikdienstes (ZID) auf, der im Auftrag der Stawa die Internetfahndung aufgegleist hat. Kurz vor 20 Uhr waren die 13 noch nicht identifizierten Personenbilder wieder online.
Die Frage war aber, für wie lange? Denn nachdem der ZID zuerst einen Hackerangriff vermutete, klärte sich wenig später der Grund für die «Panne». Die Betreiber von Flickr selbst haben die Videostandbilder gelöscht. Das Publizieren von Fahndungsbildern widerspreche ihrer Geschäftsvorstellung, wurde den Basler Behörden mitgeteilt. Und prompt löschte Flickr die Bilder um 22 Uhr erneut. Der Informatiker des Kantons hatten offenbar nicht abgeklärt, ob die Fahndungsbilder auf Flickr platziert werden dürfen. «Nun muss der ZID die Bilder möglichst rasch auf einer kantonalen Homepage aufschalten», sagte Melzl. (Basler Zeitung)
Erstellt: 14.08.2010, 09:00 Uhr
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16 Kommentare
Ich verstehe auch nicht, wieso die Bilder von einer staatlichen Stelle nicht auf einer staatlichen Homepage publiziert werden. Als ich zum ersten Mal die Fotos angeklickt habe, war ich erstaunt dass man hier auf eine private Website wie Flickr weitergeleitet wurde. Antworten
































