Schweiz

Parteien protestieren gegen SRG-Geheimumfragen

Die SRG will die Resultate der nächsten Abstimmungsumfragen nicht publizieren – und verärgert damit die Parteien. Diese lehnen gebührenfinanzierte Geheimumfragen ab und erwägen eine gemeinsame Intervention.

Claude Longchamp will nicht mehr in dieselbe Situation kommen wie beim «Sonderfall» Minarett-Initiative.

Claude Longchamp will nicht mehr in dieselbe Situation kommen wie beim «Sonderfall» Minarett-Initiative. (Bild: Keystone)

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Was bei der Minarett-Initiative passiert ist, soll sich nicht mehr wiederholen. Darin sind sich die SRG und der Meinungsforscher Claude Longchamp einig. In ihrer Umfrage hatten sich 37 Prozent für ein Minarettverbot ausgesprochen. An der Urne waren es dann 57 Prozent.

Diese Diskrepanz ist den SRG-Chefs offenbar derart eingefahren, dass sie sich vorderhand nicht trauen, weitere Umfragen zu veröffentlichen. Das heisst aber nicht, dass sie auf die Durchführung solcher Erhebungen verzichten. Claude Longchamps Institut GfS Bern soll auch im Hinblick auf die Abstimmungen vom 7. März die Meinungen der Schweizerinnen und Schweizer erforschen. Bezahlt von der SRG. Die Gebührenzahler, die am Ende dafür aufkommen müssen, sollen hingegen vorerst nichts von den Resultaten erfahren. Auch den Parteien will die SRG die Umfrageergebnisse nicht zur Verfügung stellen.

Das sorgt nun von links bis rechts für Unmut. «Ich frage mich, was das soll», sagt SVP-Generalsekretär Martin Baltisser. Wenn die SRG Umfragen durchführe, müsse sie diese auch publizieren. Alles andere mache keinen Sinn. Genauso sieht es SP-Generalsekretär Thomas Christen: «Es geht nicht an, dass die Gebührenzahler eine Umfrage finanzieren, die Ergebnisse dann aber in der Schublade einiger weniger verschwinden.» So verschaffe sich die SRG einen Wissensvorsprung gegenüber anderen Medien und den Parteien.

«Zu Transparenz verpflichtet»

Auch CVP-Generalsekretär Tim Frey vermag «keinen Grund für die Geheimhaltung» zu erkennen. Und sein Kollege von der FDP, Stefan Brupbacher, hält fest: «Die SRG ist zur Transparenz verpflichtet.» Zumindest den Parteien müsse sie die Daten bekannt geben. «Wir brauchen diese für unsere Kampagnen», so Brupbacher.

Die SRG denkt aber nicht daran, für die Parteien eine Ausnahme zu machen. Auch anderen Medien will sie die Umfrageresultate nicht zur Verfügung stellen. «Das würde unseren Vorsichtsmassnahmen widersprechen», sagt SRG-Sprecher Daniel Steiner. Stattdessen hätten die Chefredaktoren der SRG in Absprache mit Generaldirektor Armin Walpen entschieden, die Umfrageergebnisse vorerst nur in eine externe Analyse einfliessen zu lassen. Diese soll untersuchen, wie es zur Diskrepanz zwischen dem Umfrage- und dem Abstimmungsresultat bei der Minarett-Initiative kommen konnte.

Die SRG konnte gestern nicht erklären, welche zusätzlichen Erkenntnisse sie sich dabei von den Geheimumfragen verspricht. Vielmehr entstand der Eindruck, sie wolle in erster Linie Zeit gewinnen. SRG-Sprecher Steiner schliesst denn auch nicht aus, dass die zweite Welle der Umfragen im Hinblick auf die Abstimmungen vom 7. März doch noch veröffentlicht wird. So würden die Resultate zehn Tage vor dem Urnengang bekannt, nicht aber einen Monat zuvor, wenn jeweils die erste Welle ausgewertet wird.

«SRG muss über die Bücher»

Ein Verzicht auf die Durchführung der Umfragen kommt laut Steiner nicht in Frage. Denn die SRG habe mit GFS-Bern einen Vertrag abgeschlossen, der bis im Herbst 2011 laufe. Also müsse sie ohnehin zahlen. Wie viel Geld Claude Longchamp erhält, will der SRG-Sprecher nicht sagen. Er spricht aber von «Peanuts» im Vergleich zu den gesamten Gebühreneinnahmen.

Was für die SRG «Peanuts» sind, ist für andere viel Geld. «Wir können uns solche Umfragen nicht leisten», sagt FDP-Generalsekretär Stefan Brupbacher. Die Parteien erwägen daher eine gemeinsame Intervention bei der SRG. «Wenn wir alle gleicher Meinung sind, ist dies ein deutliches Signal, dass die SRG über die Bücher muss», findet SP-Generalsekretär Thomas Christen. Auch sein Pendant bei der CVP, Tim Frey, macht sich Hoffnungen, «dass die SRG dies noch ändert, wenn alle Parteien dagegen protestieren».

Und was sagt Claude Longchamp zur Schweigepflicht? Man ziehe es vor, das nicht zu kommentieren, teilt Lukas Golder von GfS Bern mit. Es sei aber klar, dass man vermeiden wolle, in dieselbe Situation wie bei der Minarett-Initiative zu geraten. GfS Bern habe jene Vorlage bereits vor der Abstimmung als «Sonderfall» erkannt und auch als solchen bezeichnet. Im Gegensatz zu anderen Initiativen habe das Ja-Lager nämlich im Verlauf der Zeit zugelegt. Und die politische Mitte sei ambivalent gewesen. Nun stelle sich die Frage, wie man künftig bei solchen Sonderfällen verfahren solle. Dass ein vorübergehendes Publikationsverbot dabei wenig hilft, sagt Golder nicht. Aber er denkt es sich vielleicht.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 19.01.2010, 14:13 Uhr

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32 Kommentare

adi aerne

27.01.2010, 20:12 Uhr
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longchamp ist ein blender und die srg ist ein staat im staat. etwas, das nicht publiziert werden soll, muss nicht erhoben werden. schon gar nicht auf unsere kosten. nebenbei: hat sich das schon herumgesprochen, dass die politische mitte (cvp und fdp) mit 67% ja-anteil die minarett-initiative gerettet hat? Antworten


Hans Müller

26.01.2010, 09:06 Uhr
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Man sollte abklären, ob eine solche Erhebung von Geheimdaten mit den Konzessionsbedingungen kompatibel ist und gegebenenfalls eine Konzessionsbeschwerde einreichen. Antworten


Hans Meier

21.01.2010, 22:53 Uhr
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Die Umfragen waren doch immer so lustig, die Linken haben 2 Wochen vor der Abstimmung immer klar geführt und wie ein Wunder holte die SVP in den letzten beiden Wochen vor der Abstimmung auf. Antworten


Hanspeter Zürcher

19.01.2010, 22:31 Uhr
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Claude Longchamp ist als Sozialist leider der Hofmeinungsforscher der SRG. Seit Jahren erbringt er konkurrenzlos diese gutbezahlte Dienstleistung. Somit ist es nicht verwunderlich, dass er bei der Minarett Initiative zu falschen Resultaten gekommen ist, denn jemand, der keinen Rivalen hat und dabei immer wieder einen Schübel Geld kasssieren darf, wird langsam träge; sprich ungenau! Antworten


Hans Schmid

19.01.2010, 21:47 Uhr
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@Tom Müller: Die SRG ist höchstens auf dem Papier politisch in neutral. In der Praxis ist das ein richtiges SP-Nest, was häufig auch in der tendenziösen Berichterstattung zum Ausdruck kommt! Antworten


andre tschudin

19.01.2010, 17:23 Uhr
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natürlich wird der wähler durch diese statistiken von longchamp verunsichert und beeinflusst werden,besonders,wenn es vom schweizer fernshen kommt,dass total in linker hand ist,denn neuratlität kennt unser TV nicht,für mich ein strafbares vergehen,auch viele privatsender sind links,weiss man doch. Antworten


oliver keller

19.01.2010, 16:39 Uhr
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@rene klingler: ich bin selbstverständlich ganz Ihrer Meinung, Herr Klingler. Das Volk hat sich mit nicht zutreffenden Aussagen bezüglich des Wahlverhaltens selber hereingelegt, dann mit der Abstimmung gleich nochmals, darum ja das statistisch krass abweichende Abstimmungsergebnis. Steter Tropfen fällt selbst herein, nicht wahr? Dann haben Sie leider noch meine Frage nicht beantworten können... Antworten


adrian strebel

19.01.2010, 16:05 Uhr
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Herr Neuhaus, einerseits sagen Sie der Bürger lasse sich beeinflussen. Ich denke der Bürger ist sehrwohl fähig selbst zu entscheiden und nicht so orientierungslos. Andererseits sagen sie, wir bräuchten mehr Demokratie... das soll mal wer drauskommen. Antworten


rene klingler

19.01.2010, 16:00 Uhr
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@oliver keller! Nun nehmen sie sich mal nur nicht gar so wichtig Herr Keller, mit anderen Worten wollen sie doch ganz deutlich zum Ausdruck bringen, dass das Schweizervolk bei dieser Abstimmung, die deutlicher nicht hätte ausfallen können, "gemogelt" haben soll! Wie sie sehen sind auch der SRG endlich die Augen aufgegangen...und das will doch was heissen...meinen sie nicht Herr Oliver Keller?!? Antworten


Markus Neuhaus

19.01.2010, 13:54 Uhr
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Anpassen wollen sich die Meisten. Abstimmungen sind komplex. Die Umfragen sind Diebstahl & überflüssige Beeinflussung der dumpf konsumierenden Bürger auf dessen eigene unbewilligte Kosten: Die Umfragen und deren Veröffentlichungen sind grobe Manipulation, gehören abgeschafft & dienen nur den Werbefeldzugherren. Die gewählten Herren sdollen schweigen vor der Wahl: Demo-kratie endlich wieder !!! Antworten


adrian strebel

19.01.2010, 13:49 Uhr
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Herr Higuita, Parteien werden ebenso vom Steuerzahler unterstützt... Antworten


Klaus Herren

19.01.2010, 13:29 Uhr
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Ich verstehe die Politiker nicht. Auf der einen Seite wollen sie das Gebührenfinanzierte Radio und Fernsehen und auf der anderen Seite wollen sie nicht dazu stehen. Wollen die Politiker etwa nur davon profitieren, dass sie billig und auf Kosten von uns Gebührenzahler gratis Analysen und Werbung erhalten? Ziemlich verlogen? Antworten


majo naef

19.01.2010, 13:15 Uhr
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@Silvan Hollenstein ich meine das eher etwas mit Dummheit und Bequemlichkeit zu tun. Diesen Prognosen sollte man nie trauen. Manipulation ist da nicht ausgeschlossen. Antworten


oliver keller

19.01.2010, 12:58 Uhr
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@Silvan Hollenstein: ich glaube nicht, dass sich Unentschlossene von Prognosen leiten lassen, sie gehen eher gar nicht abstimmen oder wählen. Aber die Arbeit von Claude Longchamps zeichnet sich ja nicht nur durch ihren statisischen Charakter aus, sondern auch durch präzise Prognosen und politische Zusammenhänge. Ich halte seine Statements für unverzichtbar, da er wissenschaftliche Distanz wahrt. Antworten


Roger Sigrist

19.01.2010, 12:49 Uhr
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Die Parteien sollen für Umfragedaten bezahlen. Die Daten werden mit Gebühren der Bevölkerung bezahlt und nicht durch die Parteien. Die SRG scheint für viele ein Selbstbedienungsladen zu sein. Der doofe Bürger muss ja Zahlen, hat dafür nichts zu melden. Antworten


Tom Müller

19.01.2010, 12:32 Uhr
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Man kann es auch so interpretieren: Die schlechten Umfragewerte zu Minarettinitiative haben den Befürwortern richtig Schub gegeben. Das Endresultat passt der SRG nicht. Also publiziert man keine Umfragen mehr. Sollte die SRG nicht politisch neutral sein?? Antworten


Silvan Hollenstein

19.01.2010, 12:16 Uhr
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@oliver keller: Dass uns Statistiken das Leben erleichtern, ist in vielen Fällen unbestritten. Bei diesen Umfragen seh ich das aber überhaupt nicht. Wozu das Ganze? Ich stelle mich eher auch auf die Seite, dass diejenigen Wähler, die noch unentschlossen sind, sich von den Prognosen beeinflussen lassen könnten. Das hat nichts mit mündig oder unmündig zu tun, sondern ist einfach menschlich. Antworten


Martin Reifler

19.01.2010, 11:56 Uhr
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Mir fehlen hier zwei wichtige Informationen:1. Wie hoch waren die Differenzen zwischen Umfrage- u.Abstimmungsergebnis der letzten 30-50 Abstimmungen inkl. NR-Wahlen? Mir scheint, die Minarett-Initiative war bisher der einzige grosse Ausrutscher. Nur wegen einem ärgerlichen Fall gleich auf alles zu verzichten? 2.Könnte eine Konkurrenz nicht auch mal mitforschen/anbieten + kürzere Vertragsdauer? Antworten


adrian strebel

19.01.2010, 11:28 Uhr
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Herr Schori, genau die Minarettabstimmung hat doch gezeigt, dass ihre Aussage falsch ist bezglich der Beeinflussung. Das Gegenteil war der Fall. Dass 1000 Personen, die richtig ausgewählt wurden räpresentativ sind, hat sich ja in den meisten Analysen von Claude L. gezeigt. Antworten


karl stöcklin

19.01.2010, 11:21 Uhr
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ich finde umfragen so überflüssig wie wahlwerbung Antworten


Stephan Schori

19.01.2010, 11:19 Uhr
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Für mich ist klar, dass mit diesen Umfragen vor den Wahlen der Stimmbürger beeinflusst wird, wenn auch nur im Unterbewusstsein. Wenn man sieht, dass 70% dafür wären, werden viele in diesen Tenor einstimmen, wenn sie selbst noch keine Meinung haben. Ausserdem: wird die Repräsentanz der Umfragen auch überprüft? Ich zweifle jedenfalls daran, dass ca. 1000 Befragte repräsentativ für die Schweiz sind. Antworten


adrian strebel

19.01.2010, 11:09 Uhr
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Kann mir jemand erklären wieso Prognosen, wie hier von vielen beschrieben wird, den Stimmbürger beeinflussen sollen? Ich gehe davon aus, dass der Bürger mündig ist. Klar, der Bürger ist in der Regel nicht sonderlich interessiert daran, hingegen die Parteien. In andern Ländern zahlen alle Parteien selbst für die Prognosen... Antworten


oliver keller

19.01.2010, 11:06 Uhr
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@rene klingler: wie kommen Sie denn zu dieser undifferenzierten Aussage? Statistiken haben Ihnen bislang Ihr Leben entscheidend erleichtert, ohne dass Sie es bemerkt haben. Und dieses Mal hat sich das Stimmvolk durch falsche Aussagen (entweder aus Angst oder aus Gleichgültigkeit- beides gleich schlimm!) selber belogen. Die Statistik war genauso falsch wie die Abstimmung selber. Antworten


alfred neumann

19.01.2010, 10:42 Uhr
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ein weiterer beweis, dass mit staatlich verordneten gebühren nur schindluderei betrieben wird! aber dann auch noch aufschläge verlangen und via billag durchsetzen! wann erwachen die leute endlich und realisieren, dass mit den gebühren nur walpens lebensstil, seiner freunde umfragefirmen und reisli für srg-reporter finanziert werden? service public? wohl eher service vom public finanziert! Antworten


Tom Kuhn

19.01.2010, 10:38 Uhr
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Was bringen die Prognosen? Möglicherweise könnten die einen oder anderen noch mehr Geld in Kampagnen stecken, um ein paar Prozentpunkte zu gewinnen. 20% daneben? Gebühren einsparen und auf Umfragen verzichten. Niemand soll das Volk beeinflussen und einen Informationsvorsprung erhalten. SRG SSR idée suisse kann doch sicherlich mit GfS den Vertrag abändern. Sowas ist in der Privatwirschaft üblich!! Antworten


Richard Marti

19.01.2010, 10:37 Uhr
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Herr Longchamp hat sich je mehr als Selbstdarsteller und Besserwisser hervorgetan, denn als professioneller Statistiker. Dass er am Schluss seine ungenügenden Analysen noch entschuldigen darf , ist ja der Gipfel. Wenn die Stimmen ausgzählt wurden wissen wir das Ergebnis und brauchen keinen "Experten" dur uns die Zahlen vorliest! Antworten


Ludwig Gehrig

19.01.2010, 10:29 Uhr
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Diese Umfragen sind unnötig, kostenaufwändig, und dienen doch nur zur Manipulation des Stimmbürgers. Ich für meinen Teil würde bei einer Umfrage nie das sagen, was ich in der Tat abstimmen würde. Antworten


Luzia Keller

19.01.2010, 10:15 Uhr
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Umfragen sind wichtig und zeigen den Puls vor einer Abstimmung. Das dürfte unbestritten sein, nur, es wurden wahrscheinlich die jungen WählerInnen ohne Festnetz und das Internet unterschätzt. Ebenso vorallem Frauenstimmen, die kurzfristig und sehr emotional abgestimmt haben dürften. Das waren m.E. die Hauptgründe für diese grosse Differenz bei der Minarett-Abstimmung. Antworten


Paul Rohner

19.01.2010, 09:21 Uhr
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Da zwingt uns der BR bei Bussandrohung an diesen Telefonumfragen teil zu nehmen. Dieser Zwang führte nicht nur bei der Umfrage Minarette zu Falschaussagen, das wird bestimmt so bleiben. Für Diejenigen, die für diesen Auskunftszwang veratwortlich sind gibt es nur die zwei Möglichkeiten: Abschaffen dieses Unsinn oder Weiterführen und geheim halten, dies zu Lasten von Bilag zahlenden Konsumenten. Antworten


Ursula Schüpbach

19.01.2010, 08:42 Uhr
Melden

Schafft diesen inflationären Umfrageterror doch ganz ab, ich mag jedenfalls an keiner Umfrage mehr teilnehmen, auch nicht im Internet! Antworten


rene klingler

19.01.2010, 07:31 Uhr
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Was bringen denn überhaupt solche Umfragen? Kann mir das mal jemand plausibel erklären? Mir ist lediglich bekannt ist, dass sie das Stimmvolk verunsichern? Wurde aber auch höchste Zeit, dass die SRG sich von diesem "Propeller" tragenden Vorhersager trennt! Antworten


Roduner Emil

19.01.2010, 06:16 Uhr
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Es besteht die Gefahr, dass "repräsentative" Umfragen immer mehr zum Ersatz der Demokratie wird und Volksabstimmungen überflüssig macht. Deshalb ist es gut, dass der Lapsus mit der Minarettumfrage passiert ist. Ich bestreite, dass die Umfragen repräsentativ sind. Ganze Bevölkerungsgruppen (z.B. Personen ohne Festnetzanschluss) werden nicht berücksichtigt. Antworten



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