«Pass auf, ich hab den Stock»
Aktualisiert am 10.03.2010 79 Kommentare
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Ende März werden in Disentis für drei Tage 260 Gäste zu einem sogenannten Bildungsseminar erwartet. Veranstalter ist der Islamische Zentralrat der Schweiz. Referent ist unter anderem der deutsche Islamist Mohammed Ciftci alias Abu Anas.
Die Sendung «Schweiz aktuell» strahlte gestern Aussagen von Abu Anas aus. Sowohl bei den Veranstaltern als auch bei den Behörden müssten nach dem Betrachten der im Internet gefundenen Videos die Alarmglocken schrillen. «Allah sagt, ihr sollt eure Frauen schlagen, wenn sie nicht gehorchen», sagt Anas in dem Beitrag. Und wörtlich weiter: «Das Ziel von Schlagen ist, dass man soll der Frau Angst machen. Pass auf, ich hab den Stock. Eine vernünftige Frau, die Frau geblieben ist, sobald sie den Stock sieht, dann macht sie einen Rückzug, einen Schritt wieder rückwärts.»
«Eine Art sehr leichtes Schlagen»
Auf dem Portal Ezp-multimediaportal.de, wo die Botschaft von Abu Anas ausgestrahlt wird, findet sich, wie Tagesanzeiger.ch/Newsnet herausgefunden hat, mindestens ein weiterer Clip eines Predigers, der Gewalt gegen Frauen billigt: «Wenn sogar das (das Nichtbeachten der Frau, Red.) nicht funktioniert, dann darf der Ehemann gewisse körperliche Gewalt anwenden, um sie vom Bösen abzuhalten. Dies ist eine Art sehr leichtes Schlagen», teilt der Prediger Abdur Racheem Green mit.
Angesprochen auf die Haltung von Anas, reagiert Nicolas Blancho vom Islamischen Zentralrat der Muslime der Schweiz gereizt. «Wir lassen uns nicht bei jedem Prediger vorwerfen, er sei ein Hassprediger (...). Wir laden niemanden ein, der Gewalt nicht in irgendeiner Form verneint.»
Behörden wollen nicht handeln
Sowohl die Gemeinde – als Saalvermieterin – als auch die Polizei sehen keinen Handlungsbedarf. «Für uns geht es nicht um den Inhalt», sagt Gemeindepräsident Giusep Columberg in der Sendung. «Es handelt sich um eine private Veranstaltung, darum sehen wir keinen Handlungsbedarf», wird Thomas Hobi von der Kantonspolizei Graubünden zitiert. Abu Hanas war bereits Teilnehmer der Kundgebung im Dezember 2009 auf dem Bundesplatz. Dort referierte er über die Toleranz gegenüber anderen Religionen. Der Islam sei gegen Terrorismus, Ehrenmorde und Zwangsehen.
(rek)
Erstellt: 10.03.2010, 20:05 Uhr
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79 Kommentare
Und dann wundern sich alle Medienvertreter und Politiker, wenn ein Geert Wilders immer mehr Zuspruch erhält, weil er derartige Dinge nicht als Folkloristische Zugabe der Mohammedaner verstehen will und sich getraut, die Dinge beim Namen zu nennen. Natürlich ist der Islam gegen Gewalt, wenn sie sich gegen ihn richtet, aber nicht, wenn sie seinen eigenen Zielen nützt. Antworten
































