Piccard verschiebt Flug nach Zürich
Von Pia Wertheimer. Aktualisiert am 09.09.2010 2 Kommentare
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Unzählige Aviatiker hatten sich den morgigen Tag in der Agenda rot angestrichen und wollten dem geplanten Schauspiel in Kloten beiwohnen. Solar Impulse, das Flugzeug der beiden Pioniere André Borschberg und Bertrand Piccard hätte am Nachmittag auf den Zürcher Pisten aufsetzen sollen. Dies kündigte der Flughafen Zürich in einer Mitteilung an. Nun macht das Wetter den Westschweizern einen Strich durch die Rechnung. «Freitag wäre das erste mögliche Datum gewesen, aber die Bedingungen waren nicht gut genug», sagt eine Sprecherin von Solar Impulse.
«Wir erwarten Solar Impulse zwischen dem 10. September und dem 30. Oktober», bestätigt Marc Rauch Rauch, Sprecher des Flughafen Zürichs. Das lediglich durch Sonnenenergie betriebene Leichtflugzeug werde am Nachmittag landen, weil dann weniger Flugbewegungen stattfänden. «Die Wirbelschleppen, welche die Flugzeuge hervorrufen bereiten dem Solarflieger Schwierigkeiten.»
Wann Solar Impulse tatsächlich von Payerne über Genf-Cointrin nach Zürich fliegen wird, ist unklar und hängt von den Wetterbedingungen ab. «Der Flug wird 48 Stunden vorher beschlossen», sagt Rauch. Piccards Crew hat eben angekündigt, dass die Landung von Solar Impulse nun auf Samstag angesetzt ist. «Ob wir den Flug tatsächlich durchführen werden, bestätigen wir 24 Stunden vorher.» Auf welcher Piste das Solarflugzeug landet, hängt vom Wetter ab und wird kurzfristig entschieden.
Ohne Sonne fliegen
Bertrand Piccard und sein Partner André Borschberg wollen im Jahre 2013 mit Solar Impulse die Erde umrunden. Im Jahre 2003 stiessen Piccard und Borschberg ihr Solar-Projekt an. Das Flugzeug mit der Spannweite eines grossen Airbus, dem Gewicht eines Mittelklasseautos und der Leistung eines Motorrollers machte in Dübendorf die ersten Hüpfer über der Piste, zog im Februar auf dem Landweg nach Payerne und würde mit dem geplanten Flug nach Zürich erstmals auf dem Luftweg in die Deutschschweiz gelangen.
In Lausanne und in Dübendorf arbeiten über 70 Angestellte an Piccards Abenteuer. Zudem stehen den Pionieren zahlreiche Experten beratend zur Seite. Die finanziellen Hauptpfeiler des Projektes bilden die privatwirtschaftlichen Partner Omega (Schweiz), Solvay (Belgien) und Deutsche Bank. Piccard und Borschberg haben rund 80 Millionen Franken für ihr ehrgeiziges Vorhaben gesichert - 20 Millionen müssen sie noch beschaffen. Während die beiden Pioniere in Payerne das Flugverhalten von Solar Impulse mit einem deutschen Testpiloten ergründen, planen die Ingenieure in Dübendorf den eigentlichen Rekordflieger, der eine noch grössere Spannweite und mehr Komfort für die Piloten haben soll. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 09.09.2010, 16:50 Uhr
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2 Kommentare
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Heinrich Schibli
Das rekordteuere Schönwetterflugzeug des Klimaaktivisten Piccard & Partner kann heute Freitag nicht fliegen! Es herrscht schönstes Wetter und wenig Wind. So what? Mit den x-Mio. welche diese Spielerei bereits gekostet hat und noch kosten wird, könnte man sehr viele gute Investitionen zur bleibenden Verbesserung der Luft bezahlen. Mit diesen würde man jedoch nicht in die Rekordbücher aufgenommen. Antworten