Preisüberwacher bremst SBB aus
Aktualisiert am 04.08.2010 41 Kommentare
Umfrage
Die SBB erhöhen die Tarife um durchschnittlich 5,9 Prozent. Was meinen Sie zu den neuen Preisen?
Die Erhöhung ist vertretbar.
Sie ist zwar zu hoch, aber ich ziehe keine Konsequenzen daraus.
Zu hoch. Werde vermehrt aufs Auto umsteigen.
532 Stimmen
Übersicht: Preiserhöhungen
Gewöhnliche Billette: 2,4 Prozent
Halbtaxabonnemente: 15 Franken
Generalabonnemente: 6,7 Prozent
Ausnahme: GA Kind, GA Plus Familia Kind, GA Plus Familia Jugend, GA Behinderte (keine Erhöhung)
Tageskarten normal: 5,6 Prozent
Tageskarten 9 Uhr: 7,5 Prozent, nur noch Mo-Fr gültig
Tageskarte Gemeinde: 15 Prozent, Abgabe nur noch in der jeweiligen Wohngemeinde
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Stichworte
Der für den nächsten Fahrplanwechsel im Dezember 2010 angekündigte Anstieg der Billettpreise für den öffentlichen Verkehr fällt tiefer aus als letzten Januar angekündigt. Die Tarife werden im Schnitt um 5,9 statt um 6,4 Prozent steigen.
Abstriche musste der Dachverband der Transportunternehmungen des öffentlichen Verkehrs in den Verhandlungen mit dem Preisüberwacher nur bei den Einzelbilletten und Streckenabonnementen machen. Bei diesen Produkten werden die Preise um 2,4 statt um 3,4 Prozent erhöht, wie der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) und der Preisüberwacher am Mittwoch bekanntgaben.
Halbtax bis 20 Prozent teurer
Die deutlichen Preisaufschläge auf den General- und Halbtax- Abonnementen akzeptierte Preisüberwacher Stefan Meierhans hingegen. So wird der Preis für das 1-Jahres-Halbtax um 15 Franken auf 165 Franken erhöht. Das 2-Jahres-Halbtax schlägt um 50 Franken auf 300 Franken auf, was 20 Prozent entspricht. 50 Franken beträgt der Aufschlag auch auf dem 3-Jahres-Halbtax, das neu 400 Franken kosten soll.
Das GA für Erwachsene in der 2. Klasse schlägt um 6,5 Prozent oder 200 Franken auf und soll neu 3300 Franken kosten. Für Jugendliche und Studierende soll es um 150 Franken auf 2400 Franken aufschlagen.
Teurere Gemeindetageskarte
Deutlich teurer wird die Gemeindetageskarte. Die Gemeinden müssen dafür ab dem 12. Dezember 1525 Franken mehr bezahlen. Die Gemeinden und der Preisüberwacher konnten den VöV aber überzeugen, auf die sogenannte 9-Uhr-Regel zu verzichten.
Der VöV hatte verlangt, dass die beliebten Abonnemente an Werktagen erst ab 9 Uhr gültig sind. Diese Massnahmen hatte der Gemeindeverband als inakzeptabel zurückgewiesen. Mit dieser Regel würden die Tageskarten kaum mehr nachgefragt, befürchteten die Gemeinden.
Parallelmarkt den Riegel schieben
Der VöV wollte mit dieser Massnahme die Attraktivität dieser Tageskarten mindern. Die Karten, die heute den Einwohnern für 30 Franken pro Tag angeboten werden und künftig 34 Franken kosten, hatten sich nämlich zu einem eigentlichen Konkurrenzprodukt für die normale Tageskarte entwickelt.
Dabei hat sich ein Parallelmarkt mit Zwischenhandel entwickelt. Dem will der VöV nun mit gezielten Massnahmen den Riegel schieben. So sollen die Gemeinden die Karten nur noch an ihre Einwohner auf ihrem Gemeindegebiet verkaufen. (bru/oku/sda)
Erstellt: 04.08.2010, 10:29 Uhr
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41 Kommentare
Preise erhöhen und gleichzeitig Serviceabbauen und noch dazu märchen von unverspäteten Zügen erzählen. Ein Dienstleistungsunternehmen ist es zudem auch nicht, sondern eher vielmehr ein uralter Staatsbetrieb. SBB ist leider nicht mehr besser als DB und SNCF... leiderleider gleichtiefens Niveau Antworten
Seien wir doch ehrlich, das Auto ist immer teurer. Wenn man sich umsieht, in wie wenigen autos mehr als eine Person fährt. Das Auto ist bequemer, aber sicher nicht billiger. Warum sind die Züge auf den Hauptachsen immer überfüllt in den Stosszeiten? Wäre das Auto günstiger würden sicher viele Pendler auf das Auto umsteigen. Klar, wenn ich statt 20 Min, mit dem ÖV 50, ist das Auto verlockender... Antworten





