Schweiz

Privatbanken: «Keine Katastrophe»

Aktualisiert am 13.03.2009

Nach Ansicht der Vereinigung Schweizerischer Privatbankiers ist die vom Bundesrat beschlossene Lockerung des Bankgeheimnisses «keine Katastrophe».

«Die Dinge werden sich ändern, und wir werden damit Leben müssen», sagte der Geschäftsführer des Verbands, Michel Derobert, auf Anfrage. Die neue Zeit breche aber nicht sofort an, sondern erst in einigen Monaten oder Jahren. Die Privatbanken legten sehr viel Wert darauf, dass der nun anlaufende Prozess absolut transparent verlaufe. Die Schweizer Institutionen böten dafür Gewähr, sagte Derobert und erinnerte daran, dass die neu ausgehandelten Doppelbesteuerungsabkommen dem Parlament unterbreitet werden müssen.

Wichtig sei auch, dass der Bundesrat bereits jetzt die Grenzen der Verhandlungsbereitschaft klar gemacht habe. Die Schweiz müsse aber den Rahmenbedingungen des Finanzplatzes Sorge tragen. Wenn ein Wettbewerbsvorteil preisgegeben werde, sei es wichtig, anderswo wieder Vorteile aufzubauen. Auf die Gefahr eines Abflusses von Kundengeldern angesprochen, verwies Derobert auf die gleich gelagerten Entscheide mehrerer anderer Länder. Deshalb dürfte sich vorerst nicht viel ändern. (raa/ap)

Erstellt: 13.03.2009, 16:12 Uhr

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