Private machen bessere Wahlberichterstattung als DRS
Die halbstündlich gesendeten dreiminütigen Einschaltungen des Regionaljournals am 8. März hätten das Informationsbedürfnis «nicht zu befriedigen» vermocht, schreibt Susanne Hasler, Präsidentin der Programmkommission, im «link», dem Magazin des Publikumsrats und der Mitgliedgesellschaften.
Diese kurze Sendezeit reichte gemäss Programmkommission «bei Weitem nicht aus, um umfassend und differenziert» über die Regierungs- und Kantonsratswahlen im Kanton Solothurn sowie über die Grossratswahlen im Kanton Aargau zu berichten.
Wahlservice «ungenügend»
Für politisch Interessierte sei diese Art von Wahlservice «ungenügend» gewesen. Weil der 8. März kein eidgenössischer Wahlsonntag war, hatte sich das Regionaljournal nicht wie üblich jederzeit ins nationale Programm von DRS 1 einklinken können.
Das Regionaljournal Aargau/Solothurn erhielt jeweils nur zur vollen Stunde nach den Nachrichten und zur halben Stunde die Möglichkeit, für die Dauer von drei Minuten über den aktuellen Stand der Wahlen zu berichten.
Privatradios aktueller
Nach 15 Uhr hatten die Privatstationen Radio Argovia (Aargau) und Radio 32 (Solothurn) die «Nase vorn» gehabt, hält die Programmkommission fest: «Sie konnten aktueller und vertiefter berichten.»
Dagegen hätten beim Regionaljournal Interviews, Stellungnahmen von Parteiexponenten sowie Einordnungen und Interpretationen durch die Redaktion gefehlt. Dieses Manko habe sich mit den im Internet aufgeschalteten Beiträgen nicht wettmachen lassen.
Gemäss Programmkommission leistete die Redaktion des Regionaljournals am Wahlsonntag jedoch «einen grossen Einsatz». Dies habe sich bei der Zusammenfassung um 17.30 Uhr und bei der Spezialsendung um 18.30 Uhr gezeigt. (sda)
Erstellt: 16.04.2009, 10:41 Uhr
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