Putin: 103,8 Milliarden Franken gegen die Wirtschaftskrise

Aktualisiert am 06.04.2009

Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin will Banken stützen, Sozialprogramme ausbauen und Steuern senken.

Schuld an der Krise ist das Ausland: Russlands Premier Wladimir Putin.

Schuld an der Krise ist das Ausland: Russlands Premier Wladimir Putin. (Bild: Keystone)

Mit einem Konjunkturpaket von insgesamt drei Billionen Rubel (rund 68 Milliarden Euro respektive 103,8 Milliarden Franken) will der russische Ministerpräsident Wladimir Putin sein Land wieder aus der schweren Wirtschaftskrise herausführen. Russland steckt in einer schweren Krise, nachdem die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal um sieben Prozent zurückging. Putin erklärte am Montag vor dem Parlament, die Regierung werde mit 1,4 Billionen Rubel an mehreren Fronten, darunter im Bankensektor und bei den Sozialprogrammen, gegen die Krise angehen. Mit weiteren Massnahmen wie Steuererleichterungen kämen drei Billionen Rubel zusammen.

Bankensystem am Kollaps vorbei

Das russische Bankensystem habe nun das Schlimmste hinter sich, nachdem es zuvor am Rande des Zusammenbruchs stand. «Die Gefahr, dass das Bankensystem zusammenbricht, ist gewichen», sagte Putin. «Aber es stand auf Messers Schneide.» Mit staatlicher Unterstützung würden jetzt auch wieder mehr Kredite vergeben.

Die Schuld für die Krise sieht Putin weiter im Ausland. Das Problem sei nicht in Russland entstanden, betonte er. Aber es habe dann alle betroffen. Kritiker haben darauf verwiesen, dass die Krise in Russland deshalb besonders heftig war, weil die Wirtschaft stark von den Energieexporten ins Ausland abhängig ist. (vin/ap)

Erstellt: 06.04.2009, 13:22 Uhr

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