Qadhafis Aussenminister bestätigt Ausreisesperre für Schweizer Geiseln
Musa Kusa mit schlechten Nachrichten für die Geiseln. (Bild: Keystone)
Artikel zum Thema
Aussenminister Musa Kusa bestätigte gegenüber der SF-Sendung «10vor10» die Absicht Libyens, die beiden Schweizer Geschäftsleute wegen Verstosses gegen Einreisebestimmungen vor Gericht zu bringen. Wann die beiden Schweizer ausreisen könnten, diesen Entscheid «fällt das Gericht», so Kusa weiter. Dem libyschen Rechtssystem könne niemand etwas vorschreiben. Mit dieser Aussage wird klar, die Ausreise der Geschäftsleute kann noch lange dauern.
Am Abend hatten sich erstmals Familienmitglieder einer der beiden Geiseln zu Wort gemeldet. Seine Geschwister bezeichnen beide Staaten, sowohl Libyen als auch die Schweiz, als «kompliziert in der Entscheidungsfindung und Kommunikation». Zudem träfen mit der Schweiz und Libyen zwei massiv verschiedene Kulturen und Zeitbegriffe aufeinander.
Familie dankt Calmy-Rey
Gleichzeitig bedankte sich die Familie bei Aussenministerin Micheline Calmy-Rey und Bundespräsident Hans-Rudolf Merz für den «kompromisslosen Einsatz und deren persönliches Engagement». Ebenfalls gross sei die Unterstützung von Seiten des Arbeitgebers ABB.
«Wir hoffen, dass die involvierten Teams weiterhin mit viel Elan, Geduld und diplomatischer Kreativität weiterarbeiten», äusserten sich die Angehörigen zuversichtlich. Die Familie habe Vertrauen, dass Libyen den Staatsvertrag umsetzen wolle und demnächst beide Schweizer ausreisen lasse. (cpm)
Erstellt: 04.09.2009, 10:07 Uhr





