Schweiz
Ruinieren Einwanderer unsere Sozialwerke?
Von Patrick Feuz. Aktualisiert am 15.01.2009 47 Kommentare
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«Nein zu ruinierten Sozialwerken» – so lautet ein Slogan der Gegner der Abstimmungsvorlage vom 8. Februar. Vor wem genau die Gegner warnen, ist nicht restlos klar. Die einen wenden sich ausdrücklich nur gegen die Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf Bulgarien und Rumänien und befürchten von hier «Masseneinwanderung» und «Sozialtourismus». Andere Gegner erklären generell, die Zuwanderung belaste die Sozialwerke in einem Mass, das nicht mehr zu rechtfertigen sei, und wollen die Personenfreizügigkeit auch mit den bisherigen EU-Ländern stoppen
Die Zahlen
Einwanderer, die im Zuge der Personenfreizügigkeit in die Schweiz kommen, haben im Prinzip die gleichen Ansprüche auf Sozialleistungen wie die Schweizer. Tendenziell beanspruchen die Ausländer diese Leistungen stärker als der Gesamtdurchschnitt der Bevölkerung:
Arbeitslose: Die Arbeitslosenquote der Ausländer liegt chronisch über jener der Schweizer. 2008 lautete das Verhältnis im Jahresschnitt 5,0 zu 1,9 Prozent. Je nach Herkunft der Ausländer war die Arbeitslosenquote unterschiedlich hoch. Beispiele: Deutsche 2,1 Prozent, Österreicher 2,4, Italiener 3,3, Franzosen 3,9, Portugiesen 4,6 und Personen vom Westbalkan (Serbien, Montenegro, Kosovo, Kroatien, Bosnien, Mazedonien, Albanien) 6,1 Prozent. Im Dezember war die Differenz zwischen der Arbeitslosenquote der Schweizer und jener der Ausländer saisonbedingt ausgeprägter: Ausländer sind überproportional im Baugewerbe tätig und deshalb vom winterbedingten Arbeitsausfall stärker betroffen. Insgesamt dürfte die Personenfreizügigkeit mit der EU mittelfristig bewirken, dass der Unterschied in der Arbeitslosenquote von Schweizern und Ausländern tendenziell etwas kleiner wird. Denn der freie Personenverkehr lässt den Anteil von EU-Bürgern an der ausländischen Wohnbevölkerung steigen und jenen von Drittstaatenangehörigen sinken. Weil die zuwandernden EU-Bürger im Schnitt besser qualifiziert sind als frühere Einwanderer, sind sie weniger gefährdet, arbeitslos zu werden. Die Arbeitslosenquote von EU-Bürgern in der Schweiz ist rund halb so gross wie jene der Drittstaatenangehörigen.
IV-Rentner: Die IV-Quote der Ausländer ist ebenfalls überdurchschnittlich. Rund 35 Prozent aller IV-Renten-Bezüger sind Ausländer, während der Ausländeranteil an der Bevölkerung rund 21 Prozent beträgt. Im Schnitt beziehen die Ausländer kleinere Renten als die Schweizer. Gemessen an der Rentensumme beträgt der Ausländeranteil 31 Prozent, liegt damit aber immer noch weit über dem Ausländeranteil an der Bevölkerung.
Sozialhilfe: Auch von der Sozialhilfe profitieren Ausländer überproportional. Rund 45 Prozent aller Personen mit Sozialhilfeunterstützung sind Ausländer, im Kanton Bern waren es 2007 rund 37 Prozent. Auch bei der Sozialhilfe könnten die Verschiebungen innerhalb der ausländischen Bevölkerung in der Schweiz den Ausländeranteil an den Sozialhilfebezügern tendenziell sinken lassen: Die Sozialhilfequote der EU-Bürger ist mit etwas über 3 Prozent halb so gross wie die Quote der Ausländer generell, wenn auch höher als jene der Schweizer.
AHV: Auf den ersten Blick sieht hier das Bild anders aus: Die Ausländer zahlen weit mehr, als sie bekommen. Laut AHV-Statistik leisten sie 25 Prozent aller Beiträge, beziehen aber nur 15 Prozent aller Leistungen. Die Rechnung hat aber einen Haken: Wer heute Beiträge bezahlt, hat später Anspruch auf Rente. In der langfristigen Sicht dürfte die AHV-Bilanz der Ausländer eher negativ sein, weil ihr Einkommen im Schnitt unterdurchschnittlich ist. Je nach Ausmass der künftigen Zuwanderung gut qualifizierter und damit gut verdienender Ausländer könnte die Bilanz aber auch ins Positive kippen. Auf jeden Fall helfen die Einwanderer in den kommenden Jahrzehnten die AHV-Finanzierungsprobleme etwas zu entschärfen, die sich aus der schrumpfenden Zahl der erwerbstätigen Schweizer ergeben.
Die Gründe
Die Zahlen zeigen: Ausländer profitieren überdurchschnittlich stark von den Schweizer Sozialwerken. Dafür gibt es mehrere Gründe: Im Schnitt sind die Ausländer weniger gut ausgebildet als die Schweizer und haben dadurch tiefere Löhne, die nicht immer ausreichen, um davon zu leben. Ausländer sind überdurchschnittlich in Branchen mit hoher Arbeitslosenquote wie Bau- und Gastgewerbe tätig. Sie sind gesellschaftlich weniger integriert und damit anfälliger auf psychische Leiden.
Die «neuen» Zuwanderer verändern zwar die Zusammensetzung der ausländischen Bevölkerung tendenziell. Aber ein grosser Teil der Ausländer wird weiterhin jene Jobs erledigen, die für die meisten Schweizern zu hart oder zu schlecht bezahlt sind.
Die Gesamtrechnung
Eine hohe Einwanderung bedeutet tendenziell eine höhere Belastung für die Sozialwerke . Wie kräftig die Zuwanderung im Regime der Personenfreizügigkeit ist, hängt stark von der Nachfrage der Schweizer Wirtschaft ab: Im Boom der letzten Jahre war die Zuwanderung gross, angesichts der nahenden Rezession hat sie in den letzten Monaten wieder abgenommen. Gemessen am Wanderungspotenzial der 25 EU-Staaten, mit denen die Personenfreizügigkeit bereits gilt, fällt die Ausdehnung auf Bulgarien und Rumänien kaum ins Gewicht. Sie dürfte deshalb auch die Ausländerquoten bei den Sozialwerken nicht wesentlich beeinflussen.
Eine faire Rechnung zur Zusatzbelastung der Sozialwerke durch Ausländer muss auch die längerfristigen indirekten Folgen der Zuwanderung einbeziehen: Zusätzliche Einwanderung fördert erfahrungsgemäss das Wirtschaftswachstum. Das bedeutet höhere Beiträge an die Sozialwerke. Das Ende der Personenfreizügigkeit würde höchstwahrscheinlich die Volkswirtschaft belasten – und damit auch die Sozialwerke. (Der Bund)
Erstellt: 15.01.2009, 09:49 Uhr
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47 Kommentare
Hier muss man eines klarstellen. Die Hochkonjunktur haben wir nicht der PFZ zu verdanken, sondern dem wirtschaftlichen Umfeld (was man von der jetzigen Lage wahrlich nicht mehr behaupten kann). Und die "Traumstellen" wurden scheinbar geschaffen (ich merkte gerade gar nichts davon), aber leider nicht für den CH. Also den Leuten vorzuheulen, dass man NUR mit der PFZ leben kann, stimmt einfach nicht Antworten
Eine Zahl fehlt, die mich sehr interessieren würde. Wie gross ist der Anteil der Ausländer an den gesamten Erwerbstätigen? Ist der grösser oder kleiner als der Anteil der Ausländer in der Bevölkerung? Es hat nähmlich sehr viele Schweizer im Rentenalter, hingegen war ein grosser Teil der Einwanderung in den letzten Jahren von Leuten im Arbeitsalter. Antworten
Die Zeiten ändern sich : Wer das Bild "Zoll im deutschen Lörrach" genau betrachtet, sieht, dass Herr Madoff nun einem ehrenwerten Handel mit Lebensmitteln nachgeht, sich aber "Madoef" nennt. Und hier bei uns sitzen wieder Krähen in den Apfelbäumen. Antworten
Der Beitrag zeigt, dass die PFZ sehr wohl die IV und die Arbeitslosenversicherung überproportional strapaziert. Mit Rumänien und Bulgarien, woher eher tieflohnige Einwanderer kämen, würde sich die Sozialbelastung weiter verschärfen. Nur die AHV profitiert vorläufig noch von der PFZ. Aber auch das wird sich ändern. Die PFZ ist nicht nur ein Erfolgsmodell. Antworten
Gemäss Interviews in Rumänien und Bulgarien haben die Leute dort keinerlei Absicht in die teure Schweiz zu emigrieren. Warum auch? Es sind auch heute noch boomende Länder mit einer sehr guten Ausbildung. Verdienen zwar weniger, bezahlen auch weniger und haben darum eine beachtliche Kaufkraft. Die Schweizer Wirtschaft hingegen stagniert und legt nun sogar noch den Rückwärtsgang ein. Antworten
"... Jobs ..., die für die meisten Schweizern zu hart oder zu schlecht bezahlt sind." Der Author hat "oder zu schlecht bezahlt" vergessen. Zufall? Von Lohndruck kein Wort? Die Personenfreizügigkeit macht reiche reicher. Ausländer kommen hier als sie 40 bis 50 Jahre alt sind. Zahlen 10-20 Jahre in die Sozialwerke ein, dann werden sie eingebürgert. Statistiken kann man interpretieren wie man will. Antworten
Ganz klar ruinieren die Ausländer, in dieser enormen Anzahl, langsam aber sicher unsere Sozialwerke. Es wird auch in zu hohem Ausmass Missbrauch getrieben, sei es bei der IV oder bei der Sozialhilfe. Und nun sollen noch weitere ankommen! Es wäre nun wirklich allerhöchste Zeit, da etwas kritischer zu sein! Antworten
Ich bin erschrocken als ich die Zahlen lass 35 % der IV Bezeiher sind Ausländer und das bei einem Ausländeranteil von 21% ! So stelle ich mir die Frage kommen denn nur ( kranke ) Einwanderer in unsere Schweiz. Oder sind wir einfach zu gut und lassen uns ausnützen ! Antworten
bei diesem artikel vermisse ich den quervergleich bezgl. krankenkassen. ausländer, die noch nie einen franken in die krankenkassen einbezahlt haben können vom ersten tag an von unserer 1. klasse medizin profitieren. diese kosten sind ebenfalls zu berücksichtigen und dann sieht das geschönte bild nicht mehr so toll aus. pfz ist abzulehnen, sonst werden auch die kk prämien weiter explodieren! Antworten
Der Tagi sieht da wieder mal einiges durch die Rosabrille. Mit der Personenfreizügigkeit wird sich unsere Arbeitslosenquote an die der Eurozone anpassen: 2007 CH: 2.8 (Dez. 2007) EU15: 7.0 EU25: 7.2 EU27: 7.1 Bulgarien: 6.9 Rumänien: 6.4 Quelle Eurostat Antworten
Eigentlich keine neuen Erkenntnisse. Die EU Einwanderer mit guter Ausbildung helfen uns, die ungebildeten helfen uns auch weil auch diese Arbeit gemacht werden muss. Der gesetzliche Rahmen zur Eliminierung der Schmarotzer i.e. Ausnützer der Sozialwerke ist vorhanden; man muss nur endlich den Rahmen ausnützen und diese Individuen eliminieren. Also ein dreifaches Ja ! Antworten
@S.Jost: Ja, ich denke auch dass es nach einem Nein zum Freizügigkeits-Paket einfach ein paar Monate später getrennte Abstimmungen geben wird. Es war ein netter Versuch von Mitte-Links der EU dienlich zu sein, indem man Rumänien/Bulgarien zu den ursprünglichen Verträgen packt. Schlussendlich wird es dann so heraus kommen wie die Minderheit im Parlament wollte: getrennte Abstimmungen! Antworten
herr @Patrick Wels hervorragend ihre intepretation "Wie viel kostet uns ein Schweizer bis er zu arbeiten anfängt? Ganz bestimmt mehr als ein Ausländer je in seinem Leben an Sozialhilfe beziehen kann ": Fazit wir bilden einfach in der Schweiz einfach niemanden mehr aus und schliesen auch die Unis, dann sparen wir Milliarden. Frage: was machen Sie dann mit den Schweizern? Antworten
Politisch geht alles so weiter, wie wenn die erlebte Hochkonjunktur zukünftig andauert, obwohl die Weltwirtschaftskrise, die wohl um einen Potenfaktor stärker sein dürfte, als jene von 1929, nun vor der Tür steht. Viel Geld wurde bereits verteilt oder versprochen, wir müssen das alles später bezahlen oder mittels Währungsreform gegenüber realen festen Werten abwerten. Antworten
Der wesentlichste Mangel dieses Artikels ist die fehlende Gewichtung der Sozialwerke. Ausgaben in Mrd. 2006: AHV 32, KK-Prämienverb. 19, IV 11, ALV 5, EL 3, Sozialhilfe 3. Alter und/oder Krankheit sind also die bei weitem grössten Risiken, hier profitieren die SchweizerInnen von den Beiträgen der AusländerInnen. ALV und Sozialhilfe fallen (zum Glück!) finanziell nicht ins Gewicht. Antworten
Es wird ja behauptet, dass bei Annahme dann alle Kriminellen aus Rumänien und Bulgarien zu uns komme würden. Aber das stimmt gar nicht, denn die sind schon da! Die kümmert das Abkommen nämlich herzlich wenig. Aber mit dem Abkommen könnten dann eben auch die anderen, die Fleissigen und Klugen, die uns weiter bringen, kommen. Also, wer gegen die Kriminellen ist, stimmt JA. Antworten
Lasst diesen ewiggestrigen Angsthasen doch ihre Meinung. Schon bei den Bilateralen I und vor allem dann bei den Bilateralen II mit Schengen beschworen sie den Untergang der Schweiz herauf. Und was passierte? Natürlich nichts, zumindest nicht der Untergang. Lasst sie doch schwatzen und jammern. Hauptsache, es wird JA gestimmt und danach wird sich dann schon zeigen, dass alles gut kommt. Antworten
Wir sprechen immer von den Kosten der Sozialwerken. Aber ernst gefragt wo entstehen die Kosten, einerseits sicherlich bei den Sozialämter, aber auch bei unserer lieben AHV. Ungeachtet entstehen auch Kosten im Gesundheitswesen, aufgrund schlechteren Voraussetzung. Doch einmal gefragt wenn wir schon Milliarden für unser Banken haben, so dürfen die wenigen Millionen unserem Wohlstand nichts anhaben. Antworten
Kurz gesagt: Die rassistische Einteilung Schweizer - Ausländer ist wenig aussagekräftig. Viel klarere Aussagen könnte man machen, wenn man zwischen hohe und tiefen Einkommen, oder hoher und tiefer Ausbildung unterscheiden würde. Schon immer haben rechte Kräfte versucht, mit Rassismus den Klassenkampf zu verhindern... Antworten
Endlich mal ein interessanter & nützlicher Beitrag mit Zahlen & Fakten, auf die man sich (hoffentlich) verlassen kann, denn es ist zuweilen haarsträubend, was im aktuellen Abstimmungskampf so alles herumgereicht wird. Zwar sind die Zahleninterpretation & Trenddeutungen auch sehr subjektiv, aber in meinen Augen doch ziemlich fair, nachvollziehbar und nicht wertend für/gegen die Ausländer. Bravo! Antworten
Sachlich aufgebauter Artikel. Dem Hinzuzufügen wäre noch, die Statistik so aufzubauen, um Unschärfen weitgehend zu eliminieren. Bspw. müssten Erwerbstätigkeitsbereiche unberücksichtigt bleiben, zu denen Ausländer keinen Zugang haben (Teile der Bundesverwaltung, Nationalbank, etc.). Auch die Landwirtschaft darf in der Statistik nicht berücksichtigt werden, wo fast nur Schweizer beschäftigt sind. Antworten
Schade, dass im Vorfeld des 8. Februar schon wieder ausländerfeindliche Gefühle geschürt werden. Die Schweiz wird noch auf unabsehbare Zeit auf Einwanderung angewiesen sein, für unsere starke Volkswirtschaft "produzieren" wir selber zu wenig Nachwuchs. So lange werden Ausländer in der Schweiz im Durchschnitt jünger, gesünder und produktiver bleiben, trotz höherer ALV, IV- und Sozialhilfequote. Antworten
Die wichtigste Rechnung wurde vergessen: Wie viel kostet uns ein Schweizer bis er zu arbeiten anfängt? Ganz bestimmt mehr als ein Ausländer je in seinem Leben an Sozialhilfe beziehen kann (ausser in ganz wenigen Ausnahmefällen)! Wenn man etwas aus dem Zusammenhang nimmt um seine Theorie zu untermauern und bewusst die wichtigsten Fakten auslässt, nennt man dies eine Lüge! Die SVP macht es nur so! Antworten
Das Ende der Personenfreizügigkeit würde ... belasten? Kaum. Vor allem sollte man endlich begreifen, dass die Personenfreizügigkeit ein Geschenk an die EU ist als praktisch gesehen einseitige Verpflichtung der Schweiz, Ausländer hereinzulassen. Die Schweiz könnte genauso gut ohne Vertrag Ausländer willkommen heissen, ohne Vertragswerk. Und dann auch z.B. als Saisonniers statt für immer. Antworten
Ja - Ausländer belasten unsere Sozialwerke, logischerweise. Warum kommt jemand in die Schweiz? Sicher nicht um uns zu helfen, in erster Linie will er sich selber helfen. So wie wir uns presentieren und unsere Gesetze ausgelegt werden ist es logisch das Ausländer unser Sozialangebot annehmen. Wären wir in derselben Lebenssituation anderst? Antworten
Es ist nicht die Zuwanderung, die das Wirtschaftswachstum fördert, sondern in Zeiten grossen Wachstums strömen mehr Zuwanderer ins Land. Ist zwar ein rein korrelativer Zusammenhang und daher nicht kausal zu interpretieren, aber die zeitliche Priorität des Wirtschaftswachstums gegenüber der Zuwanderung lässt einen Kausalzusammenhang vermuten. Antworten
Ein nicht fremdenfeindlicher Steuerberater dankt dem Bund für diese enlich einmal ehrliche Analyse. Ein Blick in die Statistiken von Sozialwerken zeigt und beweist gerade dies gesagte. Dazu kommt dass viele ausländische Sozialbezüger nachweislich wesentlich besser wissen, wo ein "Bazen" zusätzlich noch bezogen werden kann: steckt also ein System dahinter? Darüber spricht man nicht, Punkt! Antworten
Sie schreiben im Kommentar, dass die Erweiterung mit R + B kaum ins Gewicht fällt, da die Erfahrungen mit den bestehenden 25 EU Staaten positiv wären. Wie können Sie das behaupten, wenn für die Osterweiterung bis 30.04.2011 noch Uebergangsbestimmungen / Kontingente gelten und die Grenzen zu diesen Staaten noch gar nicht voll offen sind. Eine Bilanz könnte erst etwa ab 2013 gezogen werden.....!!!!! Antworten
Wir arbeiten schwarz oder stellen Schwarzarbeiter ein. Wir füllen unsere Steuererklärung nicht korrekt aus, fliehen in Steueroasen und kaufen im Ausland ein. Aber konsummieren exzessiv Spitzenmedizin, Psychologie, Ausbildung, Spezialabklärungen, Umschulung, Sicherheit. Liebe Schweizer sind wir nicht selber schwarze Raben? Fair Steuern zahlen,mit Mass Staatsdienstleistungen fordern ist die Lösung. Antworten
Es gibt mehr Gründe der höheren Quote arbeitsloser Ausländer: Jobs werden Schweizern vergeben, wenn sie sich bewerben. Früher wurde Arbeitslosigkeit eher exportiert. Ausländer ohne Stelle = keine Bewilligung. Möglichkeit für Gegensteuer: Motivation: bessere Integration (Sprache lernen obligatorisch). Ausländer dürfen politisch aktiv sein , Betriebe gründen, Häuser kaufen, studieren, usw. Antworten
Die Argumentation im letzten Abschnitt finde ich schon fast abenteuerlich. In eigentlich allen Bereichen werden die Sozialwerke stärker belastet. Es darf dabei nicht vergessen werden, dass in der Regel Menschen, die Sozialleistungen beziehen, keinen finanziellen oder körperlichen Beitrag innerhalb der Wirtschaft mehr leisten. Aber das Ausland hat ja ein grosses und billiges Arbeiterpotential. Antworten
Die Nutzenrechnung kommt hier etwas kurz. Der Autor kann seine vermeintliche These einer positiven Bilanz kaum demonstrieren. Wobei dies mit ein paar Zahlenspielen wahrscheinlich ziemlich einfach wäre. Immerhin: Der Ansatz einer nüchternen Betrachtung stimmt. Antworten
es ist ganz einfach. wirtschaftaufschwung, wirtschaft und politik rühmt sich dafür. vom absturz schweigen diese exponenten und entlassen wieder in massen die so sehr geschätzten mitarbeiter. aufschwung ohne nachhaltigkeit ist doch nicht rühmenswert. die kosten des abschwungs werden kommen, leider in brutaler weise. das haben wir mit bilateralen und PF hingekriegt. ist das so positiv? Antworten
Normativ gesehen, ist ein Ja zu wünschen! Ansonsten sind die Folgen der Annahme jedoch skeptisch zu beobachten. Die Zeit wird uns zeigen, ob die bürgerliche, Schweiz. Volksnähe und der damit verbundene Egoismus, wenn man so will die Froschperspektive, oder die weltoffene, Umstände schön-redende, soziale Verständnisperspektive, wenn man so will die Vogelperspektive, dem Schweiz. Volk mehr hilft. Antworten
Aufrichtigen Dank an Patrick Feuz. Dieser Artikel hebt sich wohltuend ab von den Artikeln der Gruppe der vergangenen Tage. Wobei wirklich noch interessant wäre, wie sich genau die Branchen zusammensetzen. Denn die W'keit, dass ich als Dachdecker IV beziehen muss, ist vermutlich höher als bei einem Banker. Es ist jedoch nicht so, dass wir ohne Zuwanderung keine Dachdecker mehr brauchen. Antworten
Endlich wieder mal ein Bericht, der sich auf sachlich und logisch erscheinende Grundlagen abstützt. Gratulation Herr Feuz! Ein Lichtblick nach so vielen unnötigen (und nochmals unnötigen) Berichten, die sich bisher auf viel heisse Luft aus dem Lager der Befürworter wie auch der Gegner gegen die Personenfreizügigkeit abstützte! Antworten
"Das Ende der Personenfreizügigkeit würde höchstwahrscheinlich die Volkswirtschaft belasten" Es wird aber kein Ende der Personenfreizügigkeit der bestehenden Bilateralen Verträge geben! Nach einem Nein zur Paketvorlage am 8.Februar müssen die Vorlagen anschliessend getrennt dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden - und dann ist ein Ja zu den ursprünglichen Bilateralen höchst wahrscheinlich. Antworten
Die Peronenfreizügikeit mit Rumänien und Bulgarien würde die Sozialwerke über die Massen belasten. Tatsache ist, dass heute- und dies fällt jedem Leser sicher auf, die traditionellen Mitarbeiter vom Gastgewerbe und Detailhandel, also die Leute aus Ex-Jugoslavien, Italien, Spanien und Portugal schon längst von deutschen Kollegen abgelöst wurden. Diese sprechen die Sprache und sehen gleich aus. Antworten
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Martin Krummacher
Ein Nein wäre nicht nur ökonomisch schlecht gewesen, es hätte auch unsere Verbündete innerhalb der EU in arge Bedrängnis gebracht und das CH-Image erheblich geschädigt. Wer will schon Fürsprecher für ein Land sein, das sich von den eigenen diffusen Ängsten gegenüber Ausländern leiten leiten lässt. Nun hat die Vernunft gesiegt, und die Schweiz ist nicht nur ein Rosinenpicker, sondern ein Partner Antworten