SBB-Panne: 500 Billettautomaten defekt

Zahlreiche Reisende haben seit Sonntagabend vergeblich versucht, an SBB-Billettautomaten ihre Fahrkarte zu lösen. Ein Softwarefehler hat die Geräte blockiert. Die Bildschirme zeigen ein graues Standbild.

Gegen Mittag sollte die Störung grösstenteils behoben sein, sagte SBB-Sprecher Roman Marti. Betroffen sei rund die Hälfte der 1100 Automaten mit Berührungsbildschirmen der ersten Generation.

Die Geräte zeigten nur ein graues Standbild. Weitere ungefähr 600 von der SBB betriebene Automaten funktionierten einwandfrei. Die Ursache für den Fehler sei noch nicht bekannt.

Die Spezialisten seien daran, das Problem zu lösen, sagte Marti weiter. Normalerweise könnten die Geräte zentral neu gestartet werden. Bei einigen Automaten sei dies aber aus unbekannten Gründen nicht möglich. «Deshalb müssen wir diese Automaten manuell vor Ort reparieren.»

Betroffene Kunden müssten ihre Fahrkarten am Schalter lösen, sagte Marti. Die SBB werde sich kulant zeigen gegenüber Personen, die wegen der defekten Automaten kein Ticket lösen konnten. Auf den Bahnbetrieb habe die Störung keine Auswirkungen gehabt. (bru)

Erstellt: 16.03.2009, 10:51 Uhr

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10 KOMMENTARE

Werner Holliger

16.03.2009, 14:18 Uhr

@Peter Meier: So einfach ist es nun auch wieder nicht! Es ist wirklich einer der Vorteile des Systems - wenn es denn funktioniert - dass ich praktisch alles, was ich an inländischen Fahrausweisen benötige, am Automat kaufen kann. Und es ist sogar relativ simpel: Die gelbe Farbe zeigt mir immer, wo der Touchscreen eine Eingabe von mir erwartet!


Sébastien Mirabeaud

16.03.2009, 12:51 Uhr

Sind es nicht Software-Fehler der SBB mit Zugsverspätungen als Folge, so denn wenigstens lahmgelegte Billettautomaten. Derweil pröbelt man an Luxus-Wartsälen herum, die indessen nicht dem gemeinen fahrenden Volke sondern der 1.-Klass-Elite Obdach bieten sollen. Treiben es da die hochbezahlten SBB-Managers nicht etwas bunt? Wissen die überhaupt noch, was Service public ist? Und wem die SBB gehört?


Benno Fässler

16.03.2009, 12:15 Uhr

Neue Methode um Schwarzfahrer zu rekrutieren? Ich hoffe, dass diese Meldung bis zum Letzten Kundenbetreuer (pardon Kontrolleur) der Zweckverbände durchgedrungen ist. Und wenn dem so sein sollte, es wurde wieder ein Schwarzfahrer erwischt und der muss gemäss Vorschriften entsprechend behandelt werden. Apparat defekt, so einen Schmarren muss man einem Kundenbetreuer nicht erzählen.


Fischer Manuel

16.03.2009, 11:39 Uhr

Die neue Software der SBB Automaten ist eine absolute Katastrophe was die Benutzerfreundlichkeit betrifft. Ich bin überzeugt, dass tag täglich hunderte von Kunden Ihren Zug verpassen, weil sie an sich an den Automaten „die Zähne ausbeissen“. Die Verantwortlichen für dieses Werk sollten mal einen Monat Ihr GA abgeben und wie „Otto Normalverbraucher“ Ihre Tickets am Automaten lösen. Dann würden solche Vorfälle sehr rasch der Vergangenheit angehören.


Werner Leuenberger

16.03.2009, 10:33 Uhr

Wirklicht toll, dass man das Billett wieder am Schalter kaufen soll. Nur, wo sind sie geblieben, die bedienten Schalter der SBB? Der Ratschlag der Hotline, sich an einen bedienten Schalter zu begeben um dort das Billett zu kaufen ist bestechend. Genauso wie der Hinweis man müsse eben genug früh da sein falls es zu Verzögerungen oder Wartezeiten kommt. Das nennt man Kundenfreundlich ....


Beat Schneider

16.03.2009, 10:22 Uhr

Zum Glück gibt es noch so viele bediente Bahnhöfe, damit ich meine Fahrkarte am Schalter lösen kann... Super Aussage der SBB. Vorallem müsste man an einen Bahnhof in entgegengesetzer Richtung in Kauf nehmen um keine Busse zu kassieren....


Cedric Gehrer

16.03.2009, 09:59 Uhr

Das musste ja so kommen. Zuerst wird die Oberfläche verschlimmbessert (schlechtes Vorbild: Die nicht bedienbaren Automaten der deutschen Bahn), und dabei macht man gleich noch die funktionierende Software kaputt :-( Wie wärs mit Testen, bevor man live geht?? (Nicht nur die Softwarestabilität, auch die Usability, bitte von Profis!!!) Wie lang das wohl dauert, bis es wieder geht?


Tom Kuhn

16.03.2009, 09:51 Uhr

Die Automaten sind katastrophal programmiert. Wähle ich von einem kleinen Bahnhof aus meine Destination, versucht der Automat mir ein teureres Ticket zu verkaufen. Ich muss via Bus/Tram an die nächst grössere Bahnstation fahren, um dort einzusteigen. Obwohl der Zug meine Destination direkt anfährt, würde ich ohne Kenntnis des Ticketpreises im guten Glauben viel mehr zahlen. bewusste Manipulation?


Peter Meier

16.03.2009, 09:38 Uhr

Die Billettautomaten SIND eine Panne! Wie umständlich muss alles eingegeben werden, sogar ob man "heute" oder an einem "andern Tag" fahren will... 85% der Kunden wählen wohl 1 Billett/2. Klasse/einfach/Halbtax. Warum dies nicht als default setzen und wer was ändern will, kann das? Mühlsam!


Robert Keller

16.03.2009, 09:35 Uhr

... man stelle sich vor ... ihre Hausbank führt eine neue Software ein ... beim nächsten Geldbezug wird ihre Karte eingezogen ... ihr Kontosaldo tiefrot ... in dieser Area von peinlicher Software-Einführungen ist es nur eine Frage der Zeit, bis dies bittere Realität sein wird. Das Projekt-Team bei der SBB sollte sich schämen, diese unprofessionelle Software bewilligt und eingeführt zu haben ...



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