Schweiz

SP will 100'000 Arbeitsplätze schaffen

Die SP hat ihre Cleantech-Initiative lanciert. Die Volksinitiative verlangt die konsequente Umstellung auf erneuerbare Energie in der Schweiz. Damit sollen auch 100'000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Die SP will die Abhängigkeit vom Öl verringern: Eine der grössten Solarstrom-Anlagen der Schweiz auf dem Flachdach des Migros-Zentrums «Länderpark» in Stans.

Die SP will die Abhängigkeit vom Öl verringern: Eine der grössten Solarstrom-Anlagen der Schweiz auf dem Flachdach des Migros-Zentrums «Länderpark» in Stans.
Bild: Keystone

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Die Initiative verlangt eine Änderung von Artikel 89 der Bundesverfassung. Demnach soll die Energieversorgung mit erneuerbaren Energien sicher gestellt werden, um die Schweiz aus ihrer Abhängigkeit von nicht erneuerbaren Energien zu befreien. Der Bund soll dazu Massnahmen zur Förderung von Innovationen im Energiebereich sowie private und öffentliche Investitionen zu Gunsten erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz unterstützen. Zudem sollen Vorschriften über den Energieverbrauch erlassen werden. Ziel ist es, dass der Gesamtenergiebedarf der Schweiz ab 2030 mindestens zur Hälfte aus erneuerbaren Energien gedeckt wird.

100'000 Arbeitsplätze schaffen

Die SP schätzt, dass mit der Initiative 100'000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Mit Investitionen in erneuerbare Energien und saubere Technologien sowie in die Energieeffizienz werde eine neue, nachhaltige Wirtschaftsbranche geschaffen und die durch die Wirtschaftskrise bedingte Arbeitslosigkeit wirksam bekämpft.

Dem Initiativkomitee gehören 27 Vertreterinnen und Vertreter aus SP, Jungsozialisten sowie der Grünen und der CSP an: Ferner sind Mitglieder der Gewerkschaften SGB, SEV, Travail.Suisse und der Wirtschaft im Komitee vertreten. Die Sammlung der nötigen 100'000 Unterschriften hat bereits begonnen. Die Sammelfrist läuft bis am 16. September 2011. (bru/ddp)

Erstellt: 22.03.2010, 11:12 Uhr

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20 Kommentare

Heinz Oberholzer

20.10.2010, 08:02 Uhr
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Bald sind Wahlen und die SP will mit 100'000 Arbeitsplätzen die Stimmbürger/innen wieder einmal mehr täuschen und hinters Licht führen.Ob die SP mit ihren Zugpferdchen das auch finanzieren können wird nicht einmal angeschnitten.Man versucht seit Jahren unser Land in Schwierigkeiten zu bringen um damit den Beitritt zur EU erzwingen.Strom ist wichtig und nur mit Wasser und AKW's zu sichern! Antworten


Pawel Silberring

23.03.2010, 11:00 Uhr
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@Reto Barandun Sie sagen ja selber, dass wir zu wenig Wasserkraft haben. Wenn Solaranlagen einen Teil des Bedarfs decken,reichen die Stauseen länger, da sie nur die sonnenarmen Zeiten abdecken müssen. Darum ist jede solche Anlage ein guter Schritt. Antworten


Reto Barandun

22.03.2010, 19:31 Uhr
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@ Pawel Silberring. Wasserkraft ist viel zu teuer für Bandenergie, zu dem haben wir viel zu wenig um den Bedarf zu decken. Darum hat man AKW`S gebaut. Mit Solar kann man nur Bandenergie produzieren. Diese muss jederzeit zuverlässig geliefert werden. Genau das ist mit Solar nicht möglich! Bei der Hausdach Produktion spielt das keine Rolle, sie beziehen vom Netz. Aber das Netz damit einspeisen? Antworten


Peter Zurbrügg

22.03.2010, 19:29 Uhr
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Super, dass die Sozialisten endlich auf den Gedanken kommen, Arbeitsplätze nicht nur zu vernichten, sondern auch mal etwas zur Erhaltung beitragen möchten! Auch wenn das wie üblich ziemlich Weltfremde Vorschläge sind. Antworten


Matthias Korintho

22.03.2010, 19:22 Uhr
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100'000 Arbeitsplätze schaffen? Glauben unsere Sozialdemokraten tatsächlich, dass sich das Volk von solchen Versprechungen Irre leiten lässt? Es werden höchstens 100'000 Arbeitsplätze von anderen Wirtschaftsbrachen umverteilt, wenn das Geld durch höhere Abgaben in selbigen fehlt. Antworten


Murat Karasu

22.03.2010, 17:14 Uhr
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Ist eben so wie in der Vergangenheit, da kommen Parteien und versprechen, dass sie durch XY Arbeitsplätze schaffen werden... die Geschichte wiederholt sich bekanntlich, auch sollten sich vielleicht die Leute mal in Seiten wie oekologismus.de einlesen. Antworten


Pawel Silberring

22.03.2010, 16:17 Uhr
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@Murat Özbek Solar-Kraftwerke sind tatsächlich problematisch, aber dezentrale Solarpanels auf Hausdächern, für Warmwasser, Heizung und Strom können sehr viel Erdöl und Erdgas einsparen. Und ihr Hinweis auf die Wasserwerke ist schon wichtig: Da die Sonne nicht immer scheint, ist ein Verbund mit Wasser-Kraftwerken ein wichtiges Element. Antworten


Ziegler Sabine

22.03.2010, 15:57 Uhr
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2009 konnten die Einspeisevergütung um 18% gesenkt werden, weil die Solartech grosse Effizienzfortschritte macht. Heute ist die Preisparität für schweizer Solarstrom an mehr als 30 Tage anderer Energieträger überschritten. Investitionen sind nötig, weil die Schweiz autonom werden muss. Der hochwertige Rohstoff Erdöl sollen wir für die Medizinalrechnik verwenden, statt sinnlos zu verbrennen! Antworten


Andreas Burger

22.03.2010, 15:44 Uhr
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Für einmal, soll unser Gewerbe von einem Boom einer neuen Technologie profitieren, auch wenn das Anschub durch die öffentliche Hand braucht. Nicht, dass wir in absehbarer Zeit das übliche Gejammer wieder haben, dass man in der Schweiz die sich bietenden Chancen erneut verpasst hat! Antworten


Emanuel Wyler

22.03.2010, 15:28 Uhr
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Früher oder später wird das Erdöl knapp werden (und somit sehr teuer) – und dann wird man froh sein dass frühzeitig in andere Energiequellen investiert wurde. Die Umstellung wird Jahrzehnte dauern. @Murat Özbek: Über 50% des elektrischen Stroms wird aus Wasserkraft gewonnen, richtig, aber es hier um die Gesamtenergie, also inkl. Erdöl. Antworten


Murat Özbek

22.03.2010, 14:43 Uhr
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Wird doch jetzt schon fast 50% unseres Stroms aus erneuerbaren Energien (Wasserkraft) gewonnen, oder etwa nicht? Ausserdem ist es wirtschaftlicher und ökologischer Unsinn in unseren Breitengraden Solarkraftwerke bauen zu wollen. Genau deshalb braucht es auch massiv Subventionen, das ganze würde sich sonst nicht rechnen. Siehe auch Deutschland mit dem ach so tollen EEG. Antworten


Reto Weber

22.03.2010, 13:42 Uhr
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Das Ziel ist ehrgeizig, aber es erscheint realisitisch. Angesichts der absehbar rückläufigen Ölförderung ist es doch wichtig, dass jeman drechtzeitig an den Plan B denkt. Antworten


Peter Gerber

22.03.2010, 13:34 Uhr
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100'000 neue Stellen mit Zukunft und gleichzeitig Schutz unserer Umwelt. Das ist eine gute Initiative, die ich auf jeden Fall unterschreiben werden. Mit dieser ist die SP auf dem richtigen Weg. Dass es geht können wir mit einem Blick über die Grenze feststellen. Antworten


Stefan Rüegger

22.03.2010, 13:25 Uhr
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Es ist wichtig, dass die Schweiz jetzt in erneuerbare Energien investiert. Einerseits entstehen dadurch zehntausende neue Arbeitsplätze, andererseits müssen wir uns aus der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern lösen - denn diese gehen zur Neige. Darum ist diese Initiative der SP eine gute Sache! Antworten


Hans Ulrich Suter

22.03.2010, 13:23 Uhr
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Hoffentlich weiss die SPS dass Wasserkraft erneuerbar ist, dann würde man nämlich zuerst die stillgelegten Wasserkraftwerke (wie in Grünau) reaktivieren...... Antworten


Alexandra Hamilton

22.03.2010, 13:19 Uhr
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Ich find' die Idee gut, jedoch bin ich mit den 100,000 Arbeitsplätzen etwas skeptisch - aus den gleichen Gründen, wie Daniel Müller. Es werden wohl etwas weniger sein, aber 50,000 wären auch schon sehr gut. Man müsste die Hardware dann auch lokal produzieren können um auf 100,000 zu kommen. Die Initiative wird übrigens zur Zeit herumgereicht, also bitte unterschreiben! Antworten


Reto Barandun

22.03.2010, 13:10 Uhr
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@ Renè Müller. Wer bezahlt den die kostendeckenden Abgeltungen? Das ganze ist ein Verlustgeschäft und muss massiv subventioniert werden, sonst überlebt es nicht. Zudem produzieren die Solarzellen nur bei Sonnenschein Strom, ohne Sonne sitzen sie im dunkeln, ohne Fernsehen und warmen Essen! Ist das so toll? Antworten


Albrecht Marco

22.03.2010, 12:55 Uhr
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R.Müller; Wieso nicht.Ich habe eine 5 kw. Soaranlage und 24m thermische Kollektoren.Brauche kein Erdoel und verkaufe pro Jahr für 4400Fr. Strom.Im Kanton Wallis steuerfrei.Gestern mass ich an einem alten Arcor Modul. Bringt nach 29 Jahren Dauerbetrieb auf 1650 M.ü.M. immer noch 10% über der Nominalleistung! Wie bei jeder Sache braucht es Qualität.Es ist bedauerlich keine CH Module zu erhalten. Antworten


Daniel Müller

22.03.2010, 12:51 Uhr
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Wieder mal ein planwirtschaftlicher Wunschtraum. Schon nur ein kurzer Blick über unsere nördliche Grenze zeigt was passieren kann. Plötzlich produzieren die Chinesen die günstigeren Solarzellen und die ganze staatlich subventionierte Wirtschaft bricht ein. Träumt weiter... Antworten


Renè Mülller

22.03.2010, 12:15 Uhr
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Es wäre möglich, wenn die Strombarone gezwungen würden, kostendeckende kwh Abgeltungen zu bezahlen. Ich könnte jedes Jahr nebst dem Eigenbedarf noch 8'000 kwh abgeben bei meinem Einfamilienhaus. Habe ideale Lage. Aber warum soll ich? Inverstieren für 30 Jahre wenn die Zellen nur max. 20 Jahre halten. Es braucht eine radikale Aenderung im Stromgesetzt für die privaten Stromabgeber. Antworten



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