Schweiz

SP-Politikerin fordert Quote für Auswärtige in multinationalen Firmen

Von Gaëlle Grès, «Tribune de Genève». Aktualisiert am 09.01.2013

Die Genfer Gemeinderätin Sandrine Salerno fordert die Einführung einer Quote für Nicht-Genfer in multinationalen Firmen – und nähert sich damit den Positionen der rechtspopulistischen Genfer Partei MCG.

Die Genfer Gemeinderätin Sandrine Salerno will multinationale Firmen zu Ausländerquoten verpflichten.

Die Genfer Gemeinderätin Sandrine Salerno will multinationale Firmen zu Ausländerquoten verpflichten.
Bild: Keystone

Artikel zum Thema

Die «Tribune de Genève» im Newsnet

Die welsche Tageszeitung «Tribune de Genève» gehört zur Tamedia AG und ist im Internet seit Januar 2012 Partner im Newsnet von «Tages-Anzeiger», «Berner Zeitung», «Basler Zeitung», «Der Bund», «24 Heures» und «Le Matin».

Teilen und kommentieren

Blog

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Werbung

In einem Interview mit der Zeitschrift «L’Illustré» reagierte die SP-Politikerin Sandrine Salerno auf die Schliessung des Genfer Standorts des Chemiekonzerns Merck Serono und die Entlassung der 1250 Angestellten. Salerno schlägt nun eine Revision der Gesetze vor, welche die Niederlassung von ausländischen Firmen in Genf und der Westschweiz regeln.

Dabei müssten sich multinationale Firmen dazu verpflichten, «gewisse Kriterien und Regeln zu berücksichtigen», unter anderem «die Anwendung eines geregelten Verhältnisses zwischen Schweizer und ausländischen Angestellten». Laut Sandrine Salerno hat dies «nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun, sondern entspricht den Anforderungen der heutigen Zeit». Die Genfer Gemeinderätin schlägt ein Verhältnis von zwei Dritteln Schweizer und einem Drittel Ausländer vor.

Dabei stehe nicht eine «Ausländerquote» im Vordergrund wie zunächst berichtet, versichert Salernos Mitarbeiterin Valentina Wenger am Freitag gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Der Fokus liege im Gegenteil auf einem Schutz für lokale Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Mit «lokal» meine Salerno die Grossregion Genf. Das beinhalte die Grenzgänger aus Frankreich sowie die Pendler aus andern Schweizer Kantonen.

«Keine abschreckende Wirkung für ausländische Firmen»

Gemäss Salerno würde die Region Genf von ihrem Vorschlag profitieren: «Die Firmen würden so eine engere Beziehung zur Stadt Genf pflegen.» Auch glaube sie nicht, dass ihr Vorschlag eine abschreckende Wirkung auf ausländische Firmen haben könnte: «Genf bietet immer noch Steuervorteile wie kaum eine andere Region in Europa.» Gegenüber «L'Illustré» sagte Salerno weiter: «Ich stelle nicht die lieben und netten KMU den bösen Multinationalen gegenüber, aber die wirtschaftliche Entwicklung der einen zulasten aller anderen zu fördern, finde ich ungerecht.»

Das Thema der Ausländerquoten ist in Genf nicht neu. Auch die rechtspopulistische Mouvement des Citoyens Genevois (MCG) hatte bereits ähnliche Ideen und wollte unter anderem die Anzahl der Grenzgänger einschränken. Salerno dazu: «Die MCG bezieht sich nur auf Genf. Ich denke regional.»

Übersetzung und Bearbeitung: cor, rub (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 27.06.2012, 19:52 Uhr

Schweiz

Populär auf Facebook Privatsphäre

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen

Flugpreise vergleichen

Vergleichen Sie die Flugpreise von verschiedenen Reiseanbietern und finden Sie das beste Angebot.

Fernstudentin an der FFHS

Award für beeindruckende Weiterbildungsbiografie