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SP-Spitze anerkennt den Anspruch der SVP auf zwei Bundesräte

Aktualisiert am 04.12.2011 131 Kommentare

Gemäss SP-Präsident Christian Levrat ist die SP offenbar dazu bereit, zwei SVP-Bundesräte zu wählen. Allerdings stellt die Partei klare Bedingungen, auf wessen Kosten diese Wahl gehen müsste.

Taktiert vor den Bundesratswahlen: SP-Präsident Christian Levrat.

Taktiert vor den Bundesratswahlen: SP-Präsident Christian Levrat.
Bild: Keystone

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Erstmals zeigt sich die SP-Spitze bereit, zwei SVP-Bundesräte zu wählen. Voraussetzung ist allerdings, dass die SVP ihren zweiten Sitz auf Kosten der FDP anstrebt. Nach einer Sitzung der SP-Parteileitung erklärte SP-Präsident Christian Levrat gegenüber der «SonntagsZeitung»: «Ich rufe die SVP auf, klar zu machen, ob sie gegen die FDP antritt oder nicht. Wenn sie bereit ist, gegen einen FDPler anzutreten, ist eine Wahl nicht ausgeschlossen und wir werden das in der Fraktion offen und vorurteilslos diskutieren.»

Für die SVP kommt damit eine Rückkehr in den Bundesrat mit einer Doppelvertretung in Griffnähe, wenn sie darauf verzichtet, mit der FDP eine rechtsbürgerliche Mehrheit im Bundesrat zu bilden und den Verbleib von Eveline Widmer-Schlumpf im Bundesrat akzeptiert.

Unterstützung für Widmer-Schlumpf

Um den Druck auf die SVP zu erhöhen und klar zu machen, dass die SVP ihren zweiten Sitz nur gegen die FDP erringen kann, hat die SP-Parteiführung ebenfalls beschlossen Widmer-Schlumpf frühzeitig und vor allen Hearings vorbehaltlos zu unterstützen: «Wir unterstützen Frau Widmer-Schlumpf und werden dies auch der Fraktion beantragen», sagt Levrat.

Mit diesem Plan versucht Levrat längerfristig eine neue Zauberformel zu installieren, in der Mitte-Links aus SP, CVP und BDP vier Sitze und die bürgerliche Rechte aus SVP und FDP drei Sitze hat – und die auch von der SVP getragen wird. Mitte und Links habe in den Wahlen zugelegt, die Rechte verloren. «Die Konkordanz zwingt uns, dem Rechnung zu tragen,» argumentiert Levrat.

Auch SP-Fraktionschefin Ursula Wyss betonte gegenüber der «NZZ am Sonntag» die Unterstützung für Widmer-Schlumpf: «Partei- und Fraktionspräsidium sprechen sich einstimmig für die Wiederwahl von Eveline Widmer-Schlumpf aus». (miw/mrs)

Erstellt: 03.12.2011, 23:52 Uhr

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131 Kommentare

sandro gasser

04.12.2011, 04:37 Uhr
Melden 147 Empfehlung

warum bloss findet levrat und die linken inkl. cvp widmer-schlumpf so toll? wegen ihre leistungen? kann nicht sein. weil sie nicht ersetzbar wäre? kann nicht sein. weil sie über ein wertvolles beziehungsnetz im ausland verfügt? kann nicht sein. weil es ein schade für die eidgenossenschaft wäre, sie wäre nicht mehr? kann nicht sein. warum bloss? sind sie ihr etwas schuldig? KANN SEIN! Antworten


Hans Schmid

04.12.2011, 01:05 Uhr
Melden 97 Empfehlung

CVP ist damit Links und für bürgerliche nicht mehr wählbar. Wie ist es sonst erklärbar, dass die CVP mit SP ins Bett geht und somit Kapitalismusüberwindung, AHV NullRevision und Schuldenbremsetilgung unterstützt. Antworten



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