SRG schreibt 79 Millionen Franken Defizit

Der Medienkonzern schliesst das Jahr 2008 mit Verlust ab – und lässt die Bereiche Radio, Fernsehen und Online in Zukunft enger zusammenarbeiten.

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Was hält Rüegg von der Idee, neben der SRG-Senderfamilie einen Privatsender zu installieren, der ebenfalls in der ganzen Deutschschweiz senden darf? «Wir begrüssen diese Idee. Sie ist übrigens bereits vorgesehen.» Der Radiodirektor spricht damit jene Privatradiostationen an, die künftig auf die Digitaltechnologie DAB+ setzen und dereinst in der ganzen Deutschschweiz senden.

   

Mit einem Defizit von 79 Millionen Franken hat die SRG SSR idée suisse ihr Geschäftsjahr 2008 abgeschlossen. Abstriche am Programmangebot und bei den Eigenproduktionen hält sie für unumgänglich. Eine Gebührenerhöhung steht nicht zur Diskussion.

Was aus den Programmen gestrichen wird, wird «im Rahmen der Mittelfristplanung» entschieden, wie die SRG heute schrieb. Wo, wann und wie viel in den nächsten drei bis fünf Jahren abgebaut werden müsse, werde die SRG und ihre Gremien stark beschäftigen.

Weniger Verlust budgetiert

Eine Gebührenerhöhung steht für die SRG angesichts der Wirtschaftskrise nicht zur Diskussion. Den Stellenetat will sie 2009 auf dem Niveau des Budgets 2008 plafonieren und das Sparvolumen bis 2010 auf 100 Millionen Franken erhöhen. Die Lohnsumme steigt 2009 um 2,8 Prozent.

Für 2008 hatte die SRG ein Defizit von 57 Millionen Franken budgetiert, unter anderem wegen der Kosten für die Euro 2008 und die Olympischen Spiele. Die kommerziellen Einnahmen gingen 2008 zurück. Wegen der Finanzkrise geriet zudem die Pensionskasse in Unterdeckung. Die SRG hatte deshalb nicht budgetierte Ausgaben.

Das Geschäftsjahr 2007 hatte die SRG mit einem Defizit von 18,5 Millionen Franken abgeschlossen. Bis 2007 hätten die seit 2000 real abnehmenden Einnahmen mit Spar- und Effizienzmassnahmen noch weitgehend abgefedert werden können. (sam/sda)

Erstellt: 19.03.2009, 10:53 Uhr

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8 Kommentare

Albert Schaller

26.03.2009, 08:58 Uhr
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Streichliste Musiksender Guten Tag Mich interessiert zu diesem Thema, welche Altersgruppen, in welchem Verhältnis und in welchen Regionen diese Umfrage durchgeführt worden ist. Danke und freundliche Grüsse Antworten


Sperber Vogel

22.03.2009, 11:34 Uhr
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Wo man bei der SRG sparen könnte ? Den aufgeblasenen Apparat Generaldirektion verkleinern oder noch besser abschaffen. Ueber 6000 Mitarbeiter werden hier beschäftigt mit was weiss kein Mensch. An der Schwarztorstrasse in Bern (Radiogebäude) wurde und wird mit Millionen an einem Zusatzbau gewerkelt ? Zweck ? Was ist mit der Bauruine am Ostring in Bern ? Und, und, und. Antworten


Stefan Meyer

22.03.2009, 11:25 Uhr
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1. Hat die SRG noch genügend Reserven, um einige Jahre so weiter zu fahren 2. Braucht es wirklich soviele unabhängige Redaktionen im gleichen Haus 3. Bei jeder Pensionskassensanierung ist 50% AN Beteiligung 4. Wo ist der Geschäftsbericht 08 5. SRG muss lernen mit knappen Ressourcen auszukommen. Die Gebühren sind heute schon zu hoch Antworten


Tom Kuhn

19.03.2009, 12:51 Uhr
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Trotz hohen Gebühren macht SRG Verluste? Welche teuren Eigenproduktionen hat die SRG gemacht? Wieso wird Geld aus dem Fenster geworfen? Es gibt viele Sendungen wie Deal No Deal, Benissimo etc. die eingestellt müssen. Wenn der Zuschauer etwas mehr über ein paar Kandidaten erfährt und das der ganze Inhalt der Sendung ist, dann lachen die Gewinner, der Zuschauer verdummt nur. Sorry für meine Meinung. Antworten


Rolf Klöpperl

19.03.2009, 12:17 Uhr
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Ich liebe das Programm von SF grösstenteils. Das jetzt hingegen weiter gespart wird, ist schon recht. Aber dann bitte nicht auf Kosten der Zuschauer. Baut endlich wieder mal das Tagesprogramm auf SF1 aus. Früher habe ich mit Vergnügen auch am Tag Fernsehen geschaut. Das mittagsmagazin soll unbedingt zurückkommen. Macht einfach günstiger TV, man kann mit halb so viel Personal gutes TV machen. Antworten


Peter Broger

19.03.2009, 11:23 Uhr
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Leider hat man es immer noch nicht kapiert. Man denkt immer noch die besten Sendungen zu machen, dabei hat man doch ein Monopol und sieht gar nicht, dass die Zuschauer mehr als die Zuhörer vom Radio, dazu verdonnert sind SF etc. zu sehen. Das mit der Euro kein Gewinn erwirtschaftet wurde entäuscht und wo sind die Einsparungen von der Umstellung auf das digitale Fernsehen. Antworten


Dieter Wundrak

19.03.2009, 10:57 Uhr
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Bis jetzt durfte ich nur vernehmen, dass uns die EURO so viel gebracht hat. Und lese ich ein wenig zwischen den Zeilen, dann scheint es nicht so zu sein. Auch Baselland kann da sein Lied mit dem 9. Stadion singen. Mit anderen Worten dürfen wir vom Fernsehen erwarten, dass man in Zukunft sich gut überlegt, für solche Grossanlässe auch solche Beträge zu zahlen. Vor allem wenn wir es dann zahlen. Antworten


Hans Zumstein

19.03.2009, 10:55 Uhr
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Aufgepasst: Jetzt wird das Gejammer und Geklöne um höhere Billag Zwangsgebühren erst recht los gehen. Och wünschte mir, ich könnte bei meiner PK auch eine Rentenerhöhung reklamieren . . . . Fazit: Es bleibt nur, an der Kostenschraube zu drehen und Wünschbares von Machbarem zu trennen. Antworten



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